Freitag, 3. März 2017

Tanzenden Magnetigel mit dem Smartphone auf die Spur kommen

Vorbereitung auf das Smartphone-Wochenende: Echt schräg der verrückte Salon? Nachmessen!

Telefonieren war vorgestern! Alexander, der gerade ein Prakikum bei uns absolviert, und ich probieren gemeinsam aus, was alles in unseren Smartphones steckt. Denn in Smartphones oder Tablets stecken mehrere Sensoren, die ständig die Umgebung messen. Diese wollen wir für unsere eigenen Tests verwenden. Alexander hat sein eigenes Handy dabei und ich habe mir mal ein iphone ausgeliehen, da darin sehr viele Sensoren stecken. Zu Hause habe ich mir aber auch schon auf mein Handy die App von www.phyhox.de heruntergeladen. Das war ganz simpel. Und schon ging es los. Ich habe damit schon nachgemessen, ob eventuell der Boden des Altbaus schräg ist – er ist es leicht…
Dann folgte die Lux-Stärke unserer Lampen.
Wir haben uns nun auch im phaeno Einiges vorgenommen. Wir starten mit dem Aufzug. Alexander hat sich im Rahmen seines Schülerpraktikums mit den Experimenten eingehend beschäftigt und die besten vorausgewählt. Ich bin gespannt.

Auch im Fahrstuhl gibt es viel zu messen!
Im Aufzug messen wir die Geschwindigkeit des Fahrstuhls und den Druckabfall aufgrund der Höhe. Es klappt einwandfrei. Alexander zeigt mir, dass man sogar das Bremsen des Fahrstuhls pro Stockwerk sehen kann. Faszinierend.
Oben in der Ausstellung angekommen, geht es dann erst richtig los.
Das Schöne ist ja im phaeno, dass man mit den Apps nicht nur messen kann, sondern natürlich viele außergewöhnliche Exponate zur Verfügung hat.

Winkelgeschwindigkeiten messen

Wir starten mit der Drehscheibe, auf der sonst die Billardkugeln herumgeschleudert werden und messen die Winkelgeschwindigkeit. Herumschleudern lassen, wollen wir die kostbaren Handys natürlich nicht.
Die Durchsage „Gleich startet der Feuertornado“ zieht uns dann von diesem Exponat weg.

Schöner kann man Beleuchtungsstärken kaum messen

Wir wollen die Beleuchtungsstärke des Feuertornados in Lux messen.  Auch das klappt einwandfrei. Tipp: Erstmal Sensor durch Beschatten am Handy suchen.
Neben dem Feuertornado stehen dann auch die berühmten „Tanzenden Magnetigel“. Dort können wir unser nächstes Experiment starten: Das Magnetfeld der Igelchen messen. Und tatsächlich bekommen wir den Wechsel rhythmisch auf dem Handy mit. Genial! Das ist kein trockenes Messen, sondern Spaß!

Igel tanzen sehen und das Geheimnis noch mehr lüften

Zuletzt hat es uns noch der schräge Raum angetan. Anstatt rumzuwanken und zu schreien wie die anderen Besucher, mussten wir uns hier ganz schön auf das Messen konzentrieren.
25 ° zeigten beide Handys an. Zwar nicht ganz exakt, aber zumindest gerundet!  Gar nicht so viel, wie wir dachten. Die Wirkung des Raums ist jedoch gigantisch. Nach dem Grad der Schräge fragen auch übrigens die Besucher oft. Uns hat es Spaß gemacht und die App ist einfach zu bedienen!

Schräg und immer noch faszinierend! Messen!

Tipp: Am Smartphone-Wochenende am 11./12.3. gibt es noch viel mehr Experimente zu entdecken. Mehr zu der App und dem Wochenende unter www.phaeno.de/smartphone

Dieses weitere Experiment und noch mehr gibt es am Wochenende im Krater

Montag, 20. Februar 2017

Kleine und große Artisten im phaeno beim Akrobatikwochenende

Applaus für die Nachwuchsartisten!

Gespannt und trotzdem entspannt konnte ich am Sonntag das Akrobatikwochenende aus Besuchersicht genießen. Drei Kinder hatte ich mit dabei und wir haben „alles“ mitgenommen, was es so Neues zu entdecken gab.
Es fing schon am Eingang mit einem Besen an, der an einer Infotafel lehnte. Und schon hier war Gleichgewicht gefragt. Zumindest das Gleichgewicht des Besens.
Dann zog meine jüngste Tochter ab zum Mitmachworkshop und ich ging mit den anderen Kindern zur Kreisel- und Ringeshow. Einen Ausschnitt hatte ich ja schon in der Pressevorführung gesehen. Aber das, was Jochen Schell besonders bei den Kreiseln geboten hat, war schon etwas ganz Einmaliges. Der absolute Höhepunkt für mich, als ein Kreisel auf der Spitze eines Schwertes balancierte.
Danach guckte ich mir zweimal die Show des Zirkus Dobbelino an. In der ersten Show machten die Workshopteilnehmer mit. Sie erzählten eine kleine Geschichte über einen Einbruch in ein Museum. Meine Tochter ließ sich als Diebin in den Krater abseilen.

Als sie so in schwindliger Höhe ganz cool über dem Krater schwebte, war ich doch sehr aufgeregt. Viele Eltern guckten zu, als alle Teilnehmer nacheinander über ein Seil balancierten. Respekt! Und Diamanten haben sie auch erfolgreich geklaut.

Mir wird nicht schwindlig!


Das klappt! Auf dem Seil balancieren!

Besonders schön auch die weiteren Vorführungen vom Zirkus Dobbelino:
Die kleinen Nachwuchsartisten konnten schon auf einer großen Kugel balancieren. Die Profis zeigten coole Diabolotricks und Akrobatik mit dem Vertikaltuch. Der Krater wurde zu einer richtigen Manege.



Und hier die großen Artisten am Vertikaltuch!
Mit großer Körperbeherrschung und Balance!

Vor und nach den Vorstellungen durften die Besucher selbst ihr Glück probieren. Wie jongliert man mit drei Bällen und wie läuft es sich auf einer großen Kugel? Immer mit Rat und Tat zur Seite: Die Artisten und Nachwuchsartisten vom Zirkus, die auch die Gelegenheit nutzten, um durch das ganze phaeno mit dem Einrad zu kurven. Erst um kurz vor 18 Uhr konnten wir uns nach einem aufregendem Tag von dem Trubel lösen. Zur Erinnerung dreht nun immer wieder ein kleiner Kreisel seine Runden durch die Wohnung, der in der Technikwerkstatt aus Bügelperlen entstand.
Und mit einer schwungvollen Diabolo-Show


Tipp: Das nächste Sonderwochenende findet am 11./12.3 statt. Diesmal geht es um Physikspaß aus dem Smartphone. Was macht das Handy in der Salatschleuder? Ausprobieren! Mehr dazu hier

Alle Fotos: Matthias Leitzke

Montag, 23. Januar 2017

Wer baut die schönste Wirbelsäule? Erzieherinnen-Fortbildung im phaeno

Wie viel Luft atme ich aus? Einfach für Kinder umgesetzt.
Die Fortbildung „Unser Körper zum Staunen und Entdecken“ , die die phaeno Expertinnen Olivia und Gisela betreuen, ist restlos ausgebucht. Als ich in die Fortbildung hineinplatze sind schon alle eifrig am Experimentieren:
„Das klappt. Das klappt“. Bei dem Experiment zum Luftausatmen sind sich die Erzieherinnen sofort alle einig. Dieses Experiment ist super für Kinder geeignet, einfach umsetzbar und macht Spaß! Man braucht dazu nur ein Flasche, ein Wasserbecken und einen Strohhalm. Und schon geht’s los. Und auch bei den Erzieherinnen ist die Begeisterung groß. Dieses Experiment wird also bald öfter in der Umgebung in den Kindergärten auftauchen. Etwas schwieriger ist es offensichtlich, das gleiche Experiment mit einem Messzylinder zu machen. Eher etwas für die älteren Kinder. Die gesamte Fortbildung dreht sich passend zu der aktuellen Sonderausstellung Manometer! um den Körper.

Was leiste mein Herz? Kann ich da mithalten...

Bei der nächsten Station probieren die Erzieherinnen aus, wie viel Leistung ein Herz pro Minute erbringt.  Eine Minute lang sollen sie in zwei Eimer mit einem kleinen Messbecher (dieser entspricht etwa dem Schlagvolumen eines Kinderherzens) „Blut“ schöpfen. Das Blut bestand aus mit Lebensmittelfarbe gefärbtem Wasser.  Auch dieser Versuch kam sehr gut an. Das  Ergebnis: Die Leistung des Herzens wurde nicht annähernd erreicht!
So einzigartig ist mein Fingerabdruck....

Danach sollen Fingerabdrücke hergestellt werden. Bei der Bewertung gehen die Meinungen auseinander. Einig war man sich darüber, dass Kinder dies sicher gerne machen. Wie man die Fingerabdrücke besser unterscheidbar macht, wurde noch diskutiert. Die Fingerabdrücke herstellen können sicherlich die meisten Kinder. Untersuchen kann man sie dann entweder mit einer Lupe oder mit einem Luftballon. Toll, wie gut man die Fingerabdrücke mit der Lupe sehen kann. Danach drücken die Erzieherinnen einen geschwärzten Finger auf einen wenig aufgeblasenen Luftballon. Nach dem Aufblasen des Luftballons soll man den Fingerabdruck jetzt vergrößert sehen.  Klingt interessant, klappte aber nicht gut!

Danach begleite ich die Erzieherinnen zusammen mit Olivia und Gisela noch in die Sonderausstellung Manometer, die unglaubliche Ausstellung über den Körper. Die Ausstellung fesselt die Teilnehmerinnen sofort. „Eine Stunde wird bestimmt dafür zu kurz sein…“, denke ich mir, als ich die Erzieherinnen nach einer kurzen Einführung alleine lasse.


Wie groß bin ich und wie lang sind meine Arme? Ein berühmtes Experiment....
Nach einer Pause wird weiter experimentiert:


Eindrucksvoll für Kinder: Kann ich mich ohne Gelenk am Kopf kratzen
Noch zahlreiche, weitere Experimentierideen probieren die Erzieherinnen sichtlich konzentriert aus: Vom Knochenpuzzle, über Wirbelsäulenbastelstationen bis zum Händebasteln. Voll Bewunderung staune ich über die sehr schnell und mit großer Konzentration hergestellten Wirbelsäulen.


Hier sind eindeutig Profis am Werk: Ganz schnell entstehen Wirbelsäulen aus einfachen Materialien. Respekt!
Respekt, liebe Erzieherinnen, diese Bastelaktion ist eindeutig ein Heimspiel!





Lustig müssen Experimente für Kinder auch sein. Und ein wenig gruselig...


Die Fortbildung „Unser Körper – zum Staunen und Entdecken“ wird im Herbst noch einmal angeboten. Außerdem ist diese Fortbildung als Studientag exklusiv ab 10 Personen buchbar. 





Montag, 12. Dezember 2016

Mein Lieblingsexponat "Der Nebeltornado"

Die FSJlerin im phaeno Alexandra stellt ihr Lieblingsexponat den Nebeltornado vor.

Mein Lieblingsexponat der Nebeltornado

Im phaeno gibt es viele tolle Exponate, weshalb es sehr schwierig ist, tatsächlich ein Lieblingsexponat zu wählen. Es ist nicht nur schwierig, weil es so viele interessante Exponate gibt, sondern auch, weil  immer wieder neue phänomenale Exponate dazukommen.

Der Feuertornado. Foto Nina Stiller

Deshalb habe ich mir einmal überlegt, wie es war, als ich zum ersten Mal im phaeno war. Das Exponat, von dem ich Fotos und auch Videos gemacht habe und sie danach meiner Familie gezeigt habe, war natürlich der Feuertornado. Er ist ja auch immerhin das Aushängeschild vom phaeno und wirklich spektakulär.

Der Nebeltornado: Nicht nur beobachten, sondern auch anfassen! Foto: Nina Stiller

Als ich dann anfing im phaeno zu arbeiten und Besuchern den Feuertornado bildlich erklären sollte, fiel mir auf, dass ich es zwar nach einigen langen Erklärungen so halbwegs verstanden hatte, mir das Ganze aber nur vorstellen konnte. Dabei kam auf, dass es ein Exponat gibt, bei dem man gefahrlos, ohne sich zu verbrennen, fühlen kann, wie der Feuertornado funktioniert: beim Nebeltornado.
Das war nicht nur für mich eine große Hilfe beim Verstehen und Erklären, sondern auch ein unglaubliches Erlebnis. Dieses Exponat bringt nämlich, obwohl es weder so groß noch so spektakulär ist wie der Feuertornado, etwas zu Stande, dass der Feuertornado nicht schafft: Es lässt einen fühlen, und damit noch einmal auf einer ganz anderen Ebene verstehen, wie der Feuertornado funktioniert.

Die Funktionsweise des Nebeltornados ist der des Feuertornados tatsächlich sehr ähnlich. Außen sind vier Röhren mit Löchern drin, durch die Luft an dem Tornado immer an einer Seite vobeigepustet wird, wodurch die Luft immer im Kreis herum gelenkt wird. Durch die Wärme steigt der Feuertornado auf.  Der Nebeltornado benötigt einen Abzug zum Aufsteigen. Von unten kommt die Essenz des jeweiligen Tornados: Einmal Feuer, einmal ein feiner Wassernebel. Und das war es auch fast schon: Dann heißt es nur noch beobachten und staunen.

Es gibt im phaeno auch noch andere Exponate von dem Künstler Ned Kahn, der auch für den Nebeltornado verantwortlich ist und die Idee für den Feuertornado hatte. Um nur ein paar Beispiele zu nennen, sind das: Äolische Landschaft, Rauchwolkenringe und Regenmacher.

Sehen wie Sanddünen entstehen. Aölische Landschaft ein Kunstwerk von Ned Kahn.
Mehr ein Exponat zum Hören und Lauschen von Ned Kahn: der Regenmacher.

Ein weiteres Exponat von Ned Kahn: Wolkenringe! Gleich geht`s los!
Ich empfehle jedem, der ins phaeno kommt und den Feuertornado toll findet, auch das Exponat Nebeltornado, eines meiner Lieblingsexponate, anzuschauen und auszuprobieren.Und natürlich noch die vielen weiteren wunderschönen Kunstwerke von Ned Kahn.