Dienstag, 23. August 2016

Durch Laufen Mathe erfahren

Ja, dieses Gerät hätte ich gerne im Matheunterricht gehabt. So machen Funktionen Spaß. Zuerst muss ich aber erstmal kapieren, was das Gerät eigentlich von mir will und das, was ich tue, mit der Anzeige in Einklang bringen.


Läuft man zu schnell oder zu langsam? Läuft man in die richtige Richtung? Erst einmal orientieren!
Denn was macht das Gerät genau. Es misst den Abstand des Besuchers zum Gerät. Laufe ich auf der Matte vorwärts oder rückwärts wird dies auf der einen Achse (y-Achse) eingetragen. Auf der anderen Achse der zeitliche Verlauf (x-Achse). Bis ich mich koordiniert habe, entstehen schon die ersten Funktionen, die eine Katastrophe sind.
Spannend hierbei jedoch, was mir Dominik, wissenschaftliche Mitarbeiter des phaeno, gerade noch nebenbei erklärt. Wie weiß eigentlich das Gerät, in welchem Abstand ich vor dem Gerät stehe? Ich hatte dabei die Fußmatten im Verdacht, auf denen man laufen muss. Aber das stimmt gar nicht. Das Gerät ist quasi eine Fledermaus. Durch Ultraschall-Töne, die auf den Besucher gesendet werden, registriert das Gerät, wo man genau steht. Aha!

Nach diesen Erklärungen laufe ich immer noch in die falsche Richtung, zu schnell oder zu langsam.
Doch der Ehrgeiz hat mich gepackt. Ich möchte die Funktion so exakt wie möglich nachlaufen. Irgendwann klappt es und die Funktion auf dem Bildschirm ist nahezu identisch mit meiner Funktion, die ich nachgelaufen habe. Gar nicht so einfach!


Übung macht den Meister! Nahezu identisch nachgelaufen!
Wenn man das dann gegeneinander macht, wird es noch lustiger. Klar. Wettbewerb spornt an und man möchte natürlich den anderen schlagen. Da man im Doppel eine komplett andere Funktion angezeigt bekommt, muss man sich wieder erst einmal orienieren. Zumindest geht es mir so. Ein paar Versuche sind nötig, bis man den Dreh wieder raus hat. Der Spaßfaktor leidet darunter keinesfalls. Im Gegenteil!


Ein paar Versuche sind schon nötig, bis man das exakte Funktionen-Laufen drauf hat.
Besonders lustig ist es auch, dem anderen eine Funktion vorzulaufen. Also liebe Mathemuffel unbedingt ausprobieren, dann klappt das mit den einfachen Funktionen schon. Man hat zumindest kapiert, dass sich die Anzeige nach Zeit und Richtung orientiert. Und das ist doch schon einmal was!

Montag, 15. August 2016

Ein gefalteter Frosch, der sogar hüpfen kann

Entspannt schon an den Urlaub denken. Nur so funktioniert Origami. Bin ich mir sicher! Deswegen haben meine Kollegin und ich uns vorgenommen, die Origami-Station für diesen Blog gleich zu Beginn der Arbeit am Morgen auszuprobieren. Noch ganz entspannt und ohne Hektik. Und genauso machen einen die kleinen Filmchen Origami auch vor. Man drückt auf einen Knopf und erhält eine filmische langsame Anleitung Schritt für Schritt. So motiviert entscheiden wir uns gleich für eine recht schwierige Anleitung: den Frosch.

Schritt für Schritt werden wir beim Bauen des Frosches angeleitet.
Ich bin froh, dass die Anleitung recht langsam ist. So komme ich gut zurecht. Bei den schwierigen Stellen, bei denen ich bei zweidimensionalen Anleitungen immer gescheitert bin, kann ich sogar zurückspulen. Genial. In dieser Anleitung sieht man direkt, was man tun soll und das entstehende Gebilde wird sogar noch in die richtige Richtung gedreht! So entstehen langsam unsere beiden Frösche. 
Durch den Wiederholungsbutton kann man sich die einzelnen Schritte immer wieder anzeigen lassen.
Beim nächsten Mal müssen wir nur noch ein bisschen sorgfältiger falten. Aber ansonsten sind wir beide sehr zufrieden. Am Ende lassen wir die beiden Frösche ganz romantisch aufeinander zu hüpfen!

So sehen die beiden Frösche am Ende aus! Und hüpfen können sie auch!
Eine absolut empfehlenswerte Station für Menschen, die nicht so einfach von einer zweidimensionalen Anleitung auf einen dreidimensionalen Frosch schließen können! 

video

Ich werde auf jeden Fall noch den Schmetterling ausprobieren.

Tipp: die Origami-Station steht im Mathe-Bereich.

Montag, 8. August 2016

7 x im phaeno – Kapla-Expertin Johanna

Meine Kollegin Andrea hat die Schülerin Johanna im phaeno Krater getroffen und kam aus dem Staunen über ihr professionelles und entspanntes Bauen mit den Kapla-Steinen nicht mehr heraus.

7 x im phaeno, weil sie das Kapla-Fieber gepackt hat! Das ist ein toller Rekord Johanna! Ich habe sie im Krater getroffen, der schon fast in den Sommerferien für sie ein zweites Zuhause geworden ist. Und sie ist ganz in ihrem Element. Baut, baut und baut!



Eine Erinnerung an die vielen phaeno Besuche!
Ganz gelassen und unaufgeregt. Bei sich im Zimmer hat sie gar keine Kapla-Steine. Auf die ist sie erst durch die Kapla-Aktion im phaeno gestoßen. Und da ihr Papa sehr viel Geduld und Ausdauer hat, hat sie ihn überredet immer wieder hinzugehen. Er selbst ist ganz vertieft ins Bauen und lässt seine Tochter einfach kreativ sein. Vorbildlich!


Johanna am Bauen – ganz in ihrem Element!
Schön findet sie, dass die Werke vergänglich sind. Denn, was einem nicht gefällt, reißt man immer wieder ein. Das größte Plus an der Aktion sei jedoch, dass ihr bisher bei keinem Projekt die Steine ausgegangen sind. "50.000 Steine hat sie also noch nicht verbaut", denke ich schmunzelnd.

Stolz zeigt sie mir ihre Werke, die heute noch zu sehen sind. Bei der Fantasiefiguren-Aktion am Wochenende war sie natürlich auch mit dabei. Mit den Meistern aus Frankreich, die extra nach Wolfsburg für mehrere Themenwochenenden ins phaeno gekommen waren, hatte sie überhaupt keine Verständigungsprobleme. Man baute einfach zusammen. "Wir haben einen Minion erschaffen. Da lag ein Foto daneben und das haben wir gemeinsam nachgebaut", erklärt sie mir. Die Sprache musste sie dabei nicht verstehen.


Eine Minion-Figur, auf dieses Werk ist die Schülerin besonders stolz!
Nach diesen sieben Besuchen wirkt Johanna nun wie ein richtiger Profi. Ich staune nicht schlecht, mit welcher Leichtigkeit sie sich in die Welt von Kapla eingelebt hat. "Ich habe mir viele Tricks zeigen lassen, vieles abgeguckt und dann einfach selbst ausprobiert", erklärt sie mir.


Solche Türme baut Johanna fast wie im Schlaf auf!
Frust kennt sie nicht. Stürzt mal was ein, baut sie es einfach neu auf. Oder schafft etwas ganz Neues. Und genau diese Gelassenheit ist es, die mir schon zu Beginn bei Johanna aufgefallen ist. Ohne Hetze darf sie im Krater ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Dabei ist sie weder hektisch noch gelangweilt. Ganz zielstrebig geht sie ihren Projekten nach. Besonders stolz ist sie auf den Minion und den schiefen Turm.


Und es geht weiter hoch hinaus – so wurde aus Johanna ein Kapla-Profi!
Nach einer Weile lasse ich sie wieder alleine mit ihren Bausteinen. Vielen Dank Johanna, dass du mir gezeigt hast, wie man zum Kapla-Meister wird.

Tipp: Die Kapla-Aktion "Da staunst du Bauklötze!" läuft noch bis zum 21.8. im phaeno.

Montag, 1. August 2016

Trau nicht dem, was dein Gehirn dir vormacht!

Die Kugel läuft bergauf? Eine verblüffende optische Täuschung von Kokichi Sugihara
Diese magische Kugelbahn hat es in sich! Es ist ein verblüffendes Experiment von Kokichi Sugihara zur optischen Täuschung. Um sie so richtig intensiv zu entdecken, habe ich mich heute mit Dominik, wissenschaftlicher Mitarbeiter des phaeno, verabredet. Zuerst erklärt er mir, warum diese Bahn überhaupt als optische Täuschung funktioniert. Dreidimensionales Sehen funktioniere nur durch beidäugiges Sehen, erklärt er mir. „Alles, was wir sehen, wird sowieso auch im Gehirn anhand unserer Erfahrungen zu einem Bild zusammengebaut. Dieses Bild stimmt nicht immer mit der physikalischen Wirklichkeit überein“, so Dominik. Aha. Steht man bei dieser Kugelbahn an der richtigen Position, dann läuft die Kugel scheinbar aus allen Richtungen bergauf. Was natürlich physikalisch unmöglich ist.


Erst einmal die richtige Postion finden und ein Auge zu machen!
Wichtig dabei: Mit nur einem Auge gucken! Guckt man von einem anderen Winkel und mit beiden Augen auf die Bahn, sieht man, dass die Kugel natürlich nach unten läuft. So gut von Dominik instruiert, versuche ich die richtige Position zu finden. Und plötzlich macht es Klick in meinem Gehirn und ich sehe die Kugel auch bergauf laufen. Wahnsinn! Trau nie dem, was du siehst! Das macht so viel Spaß, dass auch bald ein anderer phaeno Mitarbeiter zu uns kommt und die Sache auch gleich ausprobiert. Und nach ein paar hin und her, sieht er dasselbe. Er hatte noch gar keine Zeit für diese „komische“ Bahn und ist jetzt ganz begeistert.


Das Ausprobieren erregt Aufmerksamkeit! So sieht die Bahn ganz anders aus!
Im phaeno gibt es noch viel mehr optische Täuschungen. Diese sollen einerseits natürlich Spaß machen. Andererseits zeigen sie uns aber, dass nicht immer alles stimmt, was wir sehen. Dies ist auch Gegenstand der Forschung. Gerade optische Täuschungen helfen den Wissenschaftlern nämlich dabei viel über unsere Wahrnehmung, die Zusammenarbeit zwischen Gehirn und Auge, herauszufinden.
Nachdem ich jetzt genau weiß, wie es geht, finde ich die Bahn richtig gut. Ein Exponat für das man sich ein bisschen mehr Zeit nehmen muss!
Die geniale optische Täuschung ist Teil der Ausstellung Effekthascherei, die noch bis zum 28.8. im phaeno zu sehen ist.

Tipp: Auf der Website von Kokichi Sugihara gibt es noch mehr erstaunliche optische Täuschungen!



Noch mehr erstaunliche Exponate gibt es noch bis zum 28.8. in der Sonderausstellung Effekthascherei.