Montag, 23. Mai 2016

Stein auf Stein, Stein auf Stein – Probebauen mit den KAPLA-Holzplättchen

Stein auf Stein, Stein auf Stein wann wird das Häuschen fertig sein? Das konnte ich mir zeitmäßig noch vorstellen. Aber diese kleine Holzplättchen zu stapeln und mit ihnen zu bauen, wie lange würden wir dafür wohl brauchen?

Holzplättchen für Holzplättchen wurden aufeinander gestapelt.
Liebe Leserinnen und Leser, Sie sehen, wir sind schon im Fieber des Sommerprogramms, bei dem wir über 50.000 Kapla-Steine zum Bauen hierherbekommen. Für ein Fotoshooting mit Kindern wollten wir genau die Konstruktion auf dem Bild bauen. Zu fünft legten wir los. Und oh Wunder, es ging viel schneller als wir dachten und machte richtig Spaß. Es war nett, die Klötzchen quasi als Teamevent gemeinsam zu stapeln. Für die Konstruktion brauchten wir zusammen exakt 8 Minuten! Dann konnten wir das erste Kind hineinsetzen. Die Spannung des Kindes war riesengroß. Denn es wusste schon zu Beginn des Fotoshootings: Gleich darf ich die Konstruktion zum Einstürzen bringen. Die Augen leuchteten auf, als wir das Kind über die Konstruktion hineinhoben.

8 Minuten dauerte der Aufbau - in wenigen Sekunden war er dahin!
Dann wurde noch ein bisschen weitergebaut. Bis endlich der Moment kam: Von Innen wurde die Konstruktion mit viel Freude zerstört! Und sofort wieder aufgebaut. Denn was das eine Kind durfte, konnte man dem anderen natürlich nicht verwehren. Diesmal ging es sogar noch ein bisschen schneller: 7 Minuten! Und wir lernten als Erwachsene: Nicht nur das Bauen macht Spaß. Das tolle an all diesen Klötzchen von Lego bis Kapla ist, dass man das ganze umbauen, weiterbauen, tja und auch wieder zerstören kann.

Meine Kollegin und ich versuchten uns auch an einer asiatisch angehauchten Tempelkonstruktion.  Das war etwas langwieriger, da wir sie nur nach Bildern nachbauten.

Den fertigen Tempelbau kann man auf diesem Bild gut sehen.
Ein bisschen konnten wir also schon in die Faszination Kapla-Steine reinschnuppern, die uns den ganzen Sommer über beschäftigen wird. Erstes Fazit: Es gibt genug Herausforderung für große und kleine Baumeister. Davon können Sie sich auch jetzt schon in unserer Ausstellung überzeugen. Vor dem Krater wird ein kleiner Bausatz Holzplättchen bereits ausgelegt, als kleiner Warm-Up vor dem großem Bauen im Sommer!

Weitere Informationen zum Sommerprogramm erhalten Sie unter http://www.phaeno.de/sommer2016/.

Dienstag, 17. Mai 2016

Liebe Besucherinnen und Besucher… der Feuertornado!

"Liebe Besucherinnen und Besucher… der Feuertornado", dabei wird das Wort Feuertornado beinahe flüsternd und besonders ehrfürchtig gesprochen. Zu jeder vollen Stunde kündigt ein pwm (ein Kollege oder eine Kollegin auf der Ausstellungsfläche) den bekannten Feuertornado an. Der über 6 Meter hohe Feuertornado im phaeno ist der größte künstlich erzeugte in Europa. Und unter uns gesprochen auch ziemlich beliebt bei den Besuchern. Als Besucher braucht man noch nicht einmal auf die Uhr zu schauen, denn wie von Zauberhand verschwinden die Menschen peu à peu von der Ausstellungsfläche und versammeln sich rund um den Bereich des Feuertornados. Die meisten Besucher schauen sich das Phänomen von oben an, die restlichen verteilen sich auf der Treppe, um noch einen möglichst guten Blick zu erhaschen, alle anderen versammeln sich direkt davor.

Die Besucher betrachten am liebsten das Phänomen von oben.
Von oben ist auch meine Lieblingssicht: Ganz langsam steigt das Feuer nach oben, Wirbel für Wirbel, bis der Tornado seine komplette Höhe erreicht hat. Bei voller Höhe hat der Feuertornado eine Furcht einflößende und gleichzeitig fesselnde Wirkung auf mich.

Der Feuertornado erreicht in seiner vollen Höhe an die 6 Meter und ist damit der größte künstlich erzeugte Feuertornado in ganz Europa.
Der Feuertornado wird von einem pwm gezündet. Dafür wird Paraffin, ein flüssiger Brennstoff, auf der schwarzen Kupferplatte erhitzt. Ihr Flammpunkt liegt bei 80 °C. Es dauert insgesamt drei bis vier Minuten bis das Feuer entfacht. Für einen Tornado wird ein Luftwirbel um die Flamme herum benötigt. Hier kommen die vier Säulen um die Kupferplatte herum ins Spiel. In diesen befinden sich viele Löcher. Daraus strömt Luft, um den Wirbel zu erzeugen. Die Luft strömt dabei tangential zur Mitte, damit ein Wirbel entsteht. Oben dreht sich noch ein Ventilator und erzeugt einen zusätzlichen Sog.

pwm Katja startet den Feuertornado.
Die Idee für den künstlich erzeugten Feuertornado stammt vom amerikanischen Künstler Ned Kahn. Sein Grundgedanke ist die Abbildung von Naturphänomenen unter kontrollierten Bedingungen. phaeno Exponate wie der Rain Table oder der Nebeltornado stammen ebenfalls von ihm.

Zu einem Feuertornado kann es auch in der freien Natur kommen, insbesondere in Trockengebieten Nordamerikas oder Australiens. Durch das Feuer steigt die heiße Luft auf. In Kombination mit geeigneten Windströmungen kann sich eine Drehung mit dem typischen Tornado-Aussehen ausbilden. Es ist allerdings ein sehr seltenes Naturereignis.

Der Nebeltornado ist vom Aufbau analog zum Feuertornado. Greift mit der Hand durch. Was spürt ihr?
Zum Schluss noch ein Tipp für das nächste Mal: Am Ende des Feuertornados bildet sich ein Nebeltornado. Achten Sie hierrauf! Oder schauen Sie sich das Exponat Nebeltornado an. Diesen können Sie auch anfassen! Einfach ausprobieren!

Montag, 9. Mai 2016

Ein kleiner Strohhalmtrick

Was wären viele Getränke ohne Strohhalm? Ohne den Strohhalm, der uns hilft die Zeit des Genießens noch etwas zu verlängern und noch genüsslich in kleinen Eisstückchen rumzumatschen. Um hinter das Geheimnis von Strohhalmen zu kommen, hilft vielleicht dieses Experiment. Dazu braucht man zwei Strohhalme und ein Glas mit Wasser. Dann nimmt man einen Strohhalm und taucht das eine Ende in die Flüssigkeit, den anderen stellt man neben das Glas. Beide Enden nimmt man in den Mund und saugt dann die Luft gleichzeitig an. Was passiert? Kann man so noch trinken?

Ob auf diese Weise das Trinken schwerer fällt?
Des Rätsels Lösung ist, dass man so viel schwerer trinken kann. Zuerst wird nur noch Luft angesaugt. Warum ist das so? Dazu muss man wissen, wie ein Strohhalm normalerweise funktioniert. Durch das Ausdehnen des Brustkorbs erzeugt man im Mund – und damit auch im Strohhalm- einen Unterdruck. Der umgebende höhere Luftdruck bewirkt dann, dass die Flüssigkeit aus dem Glas in den Strohhalm gedrückt wird und schließlich in den Mund gelangt. Geübte können eine Strohalmwassersäule bis etwa 1,6 m erzeugen. Benützt man nun zwei Strohhalme wie oben beschrieben sieht das System ganz anders aus: Der eine Strohhalm hängt frei in der Luft. So wird der Unterdruck im Mund durch diesen Strohhalm wieder ausgeglichen. Man muss nun viel stärker Luft einsaugen, damit ein Unterdruck im Strohhalm entsteht, der im Wasser steckt und die Flüssigkeit noch nach oben steigen kann. Wenn man ganz stark saugt, kann die Luft nicht schnell genug durch den "freien" Strohhalm nachströmen. Probiert man diesen Versuch mit sechs oder sieben dicken Strohhalmen - Einer ragt ins Wasser, die anderen daneben – wird das Trinken unmöglich und es sieht auch noch ziemlich komisch aus!

Montag, 2. Mai 2016

Zukunftstag: Sich stark fühlen und Geheimnisse der Berufswelt entdecken!

Pizza backen, geheimnisvolle Türen öffnen, Blogbeiträge fürs Internet schreiben - Insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler warfen am Zukunftstag einen Blick hinter die Kulissen des phaeno und bekommen einen Einblick, was alles nötig ist, um den Besuchern einen schönen Ausflug ins phaeno zu ermöglichen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus unterschiedlichen Berufsgruppen standen den Schülerinnen und Schüler für Fragen zur Verfügung und gewährten einen Einblick in ihren Tagesablauf.
Die Schülerinnen und Schüler begleiteteten Techniker, waren im Service-Center zu Gast, wurden in der Gastro in die Geheimnisse von Pizza und Co. eingeweiht und vieles mehr.

"Das phaeno ist der Hammer, ich kann mir gut vorstellen hier zu arbeiten", erklärte Sophie bei einer kleinen Pause im phaeno. Und Megan meinte: "Sachen auszuprobieren ist toll, aber bestimmt kann man dies hier nicht jeden Tag machen."


Sophie und Megan probierten gerne die Exponate aus - hier geben sie gerade Gas an der Station "Disco".
In der Kommunikation sollten die beiden Schülerinnen und Schüler einen Blogbeitrag schreiben und ihre Lieblingsexponate beschreiben. Und das fiel den Schülerinnen leicht. Sofort starteten sie los.

Die quirligen Mädchen Sophie und Megan suchten sich als erstes die große Kugelbahn aus. "Die sieht mega cool und anspruchsvoll aus. Außerdem machte es Spaß die Kugeln zu beobachten, wie sie langsam durch das Loch oben wieder runterfallen".


Die große Kugelbahn - das Foto stammt von der Nachwunchsreporterin Sophie selbst. ;)
Ganz außer Atem kamen dann die beiden als sie den Golf "hochheben" wollten. Sie wollten ihre Kraft beweisen, was den Mädels auch eindrucksvoll gelang. Mit Hilfe von Flaschenzügen gelang es ihnen fast ohne Mühe den Wagen zum Schweben zu bringen. "Wir haben uns stark gefühlt", meinte Megan.


Ziemlich cool, aber auch sehr anstrengend! Doch die beiden haben es geschafft, den Golf anzuheben!
Melvin, Nicklas, Benedikt und Nino durften hingegen bei der Gastrochefin Gina, den Gehemnissen von Pizza und Co. auf die Spur kommen. Sie packten tatkräftig mit an und wogen über 7 kg Mehl ab.
Nino war dabei in seinem Element, da seine Eltern mal eine Pizzeria betrieben haben. Er möchte einmal Computerspezialist werden.
In voller Montur halfen die Jungen beim Teigherstellen. Super gemacht!
Zu Hause möchte er aber mal wieder eine Pizza backen. Auch Melvin fand es super, also genau abzumessen. "Gina war sehr nett, sie hat uns einen tollen Einblick gegeben. Ich möchte aber eher Ingenieur werden."
Unser Bäcker Kai erklärt gerade die Kunst des Ciabatta Machens.
Lina und Lena durften mit Tischler Hans-Werner hinter geheime Türen des phaeno blicken. "Der Rundgang war echt cool" meinten die beiden.


Der Cone in der Tiefgerage bietet den Betrachtern einen außergewöhnlichen Blick nach oben.
Am Zukunftstag durften sie sogar mit bis mit aufs Dach "steigen" und vorsichtig einen Ausblick wagen. So viele Räume vollgestopft mit Technik von der Klima- bis zur Sprenkleranlage hatten die beiden gar nicht erwartet. Was die beiden einmal werden wollten, haben sie noch nicht herausgefunden.


Einen Blick über Wolfsburg genossen die Vier vom phaeno Dach.
Nach diesen Rundgängen durften die Schülerinnen noch in einem Workshop ein Jo-Jo selbst bauen.

Ein spannender Tag für die Schülerinnen und die MitarbeiterInnen des phaeno!