Montag, 20. Februar 2017

Kleine und große Artisten im phaeno beim Akrobatikwochenende

Applaus für die Nachwuchsartisten!

Gespannt und trotzdem entspannt konnte ich am Sonntag das Akrobatikwochenende aus Besuchersicht genießen. Drei Kinder hatte ich mit dabei und wir haben „alles“ mitgenommen, was es so Neues zu entdecken gab.
Es fing schon am Eingang mit einem Besen an, der an einer Infotafel lehnte. Und schon hier war Gleichgewicht gefragt. Zumindest das Gleichgewicht des Besens.
Dann zog meine jüngste Tochter ab zum Mitmachworkshop und ich ging mit den anderen Kindern zur Kreisel- und Ringeshow. Einen Ausschnitt hatte ich ja schon in der Pressevorführung gesehen. Aber das, was Jochen Schell besonders bei den Kreiseln geboten hat, war schon etwas ganz Einmaliges. Der absolute Höhepunkt für mich, als ein Kreisel auf der Spitze eines Schwertes balancierte.
Danach guckte ich mir zweimal die Show des Zirkus Dobbelino an. In der ersten Show machten die Workshopteilnehmer mit. Sie erzählten eine kleine Geschichte über einen Einbruch in ein Museum. Meine Tochter ließ sich als Diebin in den Krater abseilen.

Als sie so in schwindliger Höhe ganz cool über dem Krater schwebte, war ich doch sehr aufgeregt. Viele Eltern guckten zu, als alle Teilnehmer nacheinander über ein Seil balancierten. Respekt! Und Diamanten haben sie auch erfolgreich geklaut.

Mir wird nicht schwindlig!


Das klappt! Auf dem Seil balancieren!

Besonders schön auch die weiteren Vorführungen vom Zirkus Dobbelino:
Die kleinen Nachwuchsartisten konnten schon auf einer großen Kugel balancieren. Die Profis zeigten coole Diabolotricks und Akrobatik mit dem Vertikaltuch. Der Krater wurde zu einer richtigen Manege.



Und hier die großen Artisten am Vertikaltuch!
Mit großer Körperbeherrschung und Balance!

Vor und nach den Vorstellungen durften die Besucher selbst ihr Glück probieren. Wie jongliert man mit drei Bällen und wie läuft es sich auf einer großen Kugel? Immer mit Rat und Tat zur Seite: Die Artisten und Nachwuchsartisten vom Zirkus, die auch die Gelegenheit nutzten, um durch das ganze phaeno mit dem Einrad zu kurven. Erst um kurz vor 18 Uhr konnten wir uns nach einem aufregendem Tag von dem Trubel lösen. Zur Erinnerung dreht nun immer wieder ein kleiner Kreisel seine Runden durch die Wohnung, der in der Technikwerkstatt aus Bügelperlen entstand.
Und mit einer schwungvollen Diabolo-Show


Tipp: Das nächste Sonderwochenende findet am 11./12.3 statt. Diesmal geht es um Physikspaß aus dem Smartphone. Was macht das Handy in der Salatschleuder? Ausprobieren! Mehr dazu hier

Alle Fotos: Matthias Leitzke

Montag, 23. Januar 2017

Wer baut die schönste Wirbelsäule? Erzieherinnen-Fortbildung im phaeno

Wie viel Luft atme ich aus? Einfach für Kinder umgesetzt.
Die Fortbildung „Unser Körper zum Staunen und Entdecken“ , die die phaeno Expertinnen Olivia und Gisela betreuen, ist restlos ausgebucht. Als ich in die Fortbildung hineinplatze sind schon alle eifrig am Experimentieren:
„Das klappt. Das klappt“. Bei dem Experiment zum Luftausatmen sind sich die Erzieherinnen sofort alle einig. Dieses Experiment ist super für Kinder geeignet, einfach umsetzbar und macht Spaß! Man braucht dazu nur ein Flasche, ein Wasserbecken und einen Strohhalm. Und schon geht’s los. Und auch bei den Erzieherinnen ist die Begeisterung groß. Dieses Experiment wird also bald öfter in der Umgebung in den Kindergärten auftauchen. Etwas schwieriger ist es offensichtlich, das gleiche Experiment mit einem Messzylinder zu machen. Eher etwas für die älteren Kinder. Die gesamte Fortbildung dreht sich passend zu der aktuellen Sonderausstellung Manometer! um den Körper.

Was leiste mein Herz? Kann ich da mithalten...

Bei der nächsten Station probieren die Erzieherinnen aus, wie viel Leistung ein Herz pro Minute erbringt.  Eine Minute lang sollen sie in zwei Eimer mit einem kleinen Messbecher (dieser entspricht etwa dem Schlagvolumen eines Kinderherzens) „Blut“ schöpfen. Das Blut bestand aus mit Lebensmittelfarbe gefärbtem Wasser.  Auch dieser Versuch kam sehr gut an. Das  Ergebnis: Die Leistung des Herzens wurde nicht annähernd erreicht!
So einzigartig ist mein Fingerabdruck....

Danach sollen Fingerabdrücke hergestellt werden. Bei der Bewertung gehen die Meinungen auseinander. Einig war man sich darüber, dass Kinder dies sicher gerne machen. Wie man die Fingerabdrücke besser unterscheidbar macht, wurde noch diskutiert. Die Fingerabdrücke herstellen können sicherlich die meisten Kinder. Untersuchen kann man sie dann entweder mit einer Lupe oder mit einem Luftballon. Toll, wie gut man die Fingerabdrücke mit der Lupe sehen kann. Danach drücken die Erzieherinnen einen geschwärzten Finger auf einen wenig aufgeblasenen Luftballon. Nach dem Aufblasen des Luftballons soll man den Fingerabdruck jetzt vergrößert sehen.  Klingt interessant, klappte aber nicht gut!

Danach begleite ich die Erzieherinnen zusammen mit Olivia und Gisela noch in die Sonderausstellung Manometer, die unglaubliche Ausstellung über den Körper. Die Ausstellung fesselt die Teilnehmerinnen sofort. „Eine Stunde wird bestimmt dafür zu kurz sein…“, denke ich mir, als ich die Erzieherinnen nach einer kurzen Einführung alleine lasse.


Wie groß bin ich und wie lang sind meine Arme? Ein berühmtes Experiment....
Nach einer Pause wird weiter experimentiert:


Eindrucksvoll für Kinder: Kann ich mich ohne Gelenk am Kopf kratzen
Noch zahlreiche, weitere Experimentierideen probieren die Erzieherinnen sichtlich konzentriert aus: Vom Knochenpuzzle, über Wirbelsäulenbastelstationen bis zum Händebasteln. Voll Bewunderung staune ich über die sehr schnell und mit großer Konzentration hergestellten Wirbelsäulen.


Hier sind eindeutig Profis am Werk: Ganz schnell entstehen Wirbelsäulen aus einfachen Materialien. Respekt!
Respekt, liebe Erzieherinnen, diese Bastelaktion ist eindeutig ein Heimspiel!





Lustig müssen Experimente für Kinder auch sein. Und ein wenig gruselig...


Die Fortbildung „Unser Körper – zum Staunen und Entdecken“ wird im Herbst noch einmal angeboten. Außerdem ist diese Fortbildung als Studientag exklusiv ab 10 Personen buchbar. 





Montag, 12. Dezember 2016

Mein Lieblingsexponat "Der Nebeltornado"

Die FSJlerin im phaeno Alexandra stellt ihr Lieblingsexponat den Nebeltornado vor.

Mein Lieblingsexponat der Nebeltornado

Im phaeno gibt es viele tolle Exponate, weshalb es sehr schwierig ist, tatsächlich ein Lieblingsexponat zu wählen. Es ist nicht nur schwierig, weil es so viele interessante Exponate gibt, sondern auch, weil  immer wieder neue phänomenale Exponate dazukommen.

Der Feuertornado. Foto Nina Stiller

Deshalb habe ich mir einmal überlegt, wie es war, als ich zum ersten Mal im phaeno war. Das Exponat, von dem ich Fotos und auch Videos gemacht habe und sie danach meiner Familie gezeigt habe, war natürlich der Feuertornado. Er ist ja auch immerhin das Aushängeschild vom phaeno und wirklich spektakulär.

Der Nebeltornado: Nicht nur beobachten, sondern auch anfassen! Foto: Nina Stiller

Als ich dann anfing im phaeno zu arbeiten und Besuchern den Feuertornado bildlich erklären sollte, fiel mir auf, dass ich es zwar nach einigen langen Erklärungen so halbwegs verstanden hatte, mir das Ganze aber nur vorstellen konnte. Dabei kam auf, dass es ein Exponat gibt, bei dem man gefahrlos, ohne sich zu verbrennen, fühlen kann, wie der Feuertornado funktioniert: beim Nebeltornado.
Das war nicht nur für mich eine große Hilfe beim Verstehen und Erklären, sondern auch ein unglaubliches Erlebnis. Dieses Exponat bringt nämlich, obwohl es weder so groß noch so spektakulär ist wie der Feuertornado, etwas zu Stande, dass der Feuertornado nicht schafft: Es lässt einen fühlen, und damit noch einmal auf einer ganz anderen Ebene verstehen, wie der Feuertornado funktioniert.

Die Funktionsweise des Nebeltornados ist der des Feuertornados tatsächlich sehr ähnlich. Außen sind vier Röhren mit Löchern drin, durch die Luft an dem Tornado immer an einer Seite vobeigepustet wird, wodurch die Luft immer im Kreis herum gelenkt wird. Durch die Wärme steigt der Feuertornado auf.  Der Nebeltornado benötigt einen Abzug zum Aufsteigen. Von unten kommt die Essenz des jeweiligen Tornados: Einmal Feuer, einmal ein feiner Wassernebel. Und das war es auch fast schon: Dann heißt es nur noch beobachten und staunen.

Es gibt im phaeno auch noch andere Exponate von dem Künstler Ned Kahn, der auch für den Nebeltornado verantwortlich ist und die Idee für den Feuertornado hatte. Um nur ein paar Beispiele zu nennen, sind das: Äolische Landschaft, Rauchwolkenringe und Regenmacher.

Sehen wie Sanddünen entstehen. Aölische Landschaft ein Kunstwerk von Ned Kahn.
Mehr ein Exponat zum Hören und Lauschen von Ned Kahn: der Regenmacher.

Ein weiteres Exponat von Ned Kahn: Wolkenringe! Gleich geht`s los!
Ich empfehle jedem, der ins phaeno kommt und den Feuertornado toll findet, auch das Exponat Nebeltornado, eines meiner Lieblingsexponate, anzuschauen und auszuprobieren.Und natürlich noch die vielen weiteren wunderschönen Kunstwerke von Ned Kahn.

Montag, 5. Dezember 2016

Neue Show: Dein Körper kann`s!

10 lustige Showmaster beim Sortieren!
Denn 10 Showmaster kreieren selbst ihr Plakat zur Show
 
10 hochmotivierte, spannungsgeladene Showmaster treffen sich mit Show-Organisator Davy Champion im Wissenschaftstheater. Das kann nur eines bedeuten. Die neue Show "Dein Körper kann´s!" wird geprobt! Was man auch an dem Bild (oben) sieht, mit dem auf die neue Show aufmerksam gemacht werden soll. Das Foto erinnert mit viel Spaß an das berühmte Leonardo da Vinci Bild.

Simon sucht den richtigen Dreh, um dieses Experiment zu präsentieren

Mitten in den Proben ging es jedoch sehr ernst zu: Denn jedes Detail wurde eifrig durchdiskutiert.
Als ich den Probenraum betrete, um mal einen exklusiven Blick hinter die Kulissen zu werfen, wird gerade ein Wasserexponat vorgeführt. Das kenne ich gar nicht. Und ich frage mich, was dies mit "Dein Körper" zu tun hat. Simon lässt fast andächtig Murmeln in ein Wassergefäß fallen und bringt das Wasser durch Bewegung zum Rotieren. Hält man das Glas an, rotieren die Murmeln noch schön ein paar Sekunden bis Minuten weiter. "Damit soll der Vorgang im Innenohr - das Gleichgewichtsorgan des Menschen - dargestellt werden, der zum Schwindel-Gefühl zum Beispiel nach einer Karussellfahrt führt", erklärt mir Davy.  Das Experiment ist eindrücklich finde ich. Es muss nur noch so gezeigt werden, dass es alle im Wissenschaftstheater sehen können.  "Die Show wird für den Showmaster eine Herausforderung", meint Davy zu den anderen. Denn die Versuche sollen nicht nur erklärt werden, sondern auch Spaß machen. Der nächste Versuch hat viel intuitiver etwas mit dem Körper zu tun. Marcel besteigt ein Fahrrad. Dessen Hinterrad ist mit dem Computer verbunden. Der gut durchtrainierte Marcel bringt das Fahrrad ohne Mühe auf 40 km/h. Respekt! Und obwohl man schon oft gelesen oder selbst erfahren hat, wie schwer es ist, Pfunde wieder loszuwerden, überrascht mich der Versuch doch. Parallel zu seiner rasanten Fahrt wird Marcel angezeigt, was er nach einer Stunde temporeicher Fahrt alles essen dürfte. Marcel strahlt zumindest: Er dürfte eine Currywurst mit Pommes essen!
Für Marcel weniger hart als für die meisten: Gewicht abstrampeln!
In der ca. 30-minütigen Show wird es noch viele weitere spannende Versuche zum Thema Körper mit Publikumsbeteiligung geben. Der Hörsinn, Gleichgewichtssinn, Reaktionszeit und Lungenvolumen sind Themen, die gezeigt werden.

Der arme Luftballon: Wird er gleich die Reaktionszeit von Gunnar "überleben"?
Am besten gefällt mir der Versuch zur Reaktionszeit. Ein Showgast wird mithilfe seiner Reaktionszeit versuchen, einen Luftballon vor dem Platzen zu bewahren. Ob es ihm gelingt: Mitmachen und über die eigenen Körperfähigkeiten staunen!
Tipp: Die Showtermine findet Sie hier!