Montag, 28. Oktober 2013

phaeno im Film

Ein Gastbeitrag von der Kollegin Sigrid Blankenburg:

Abgesehen vom überaus spannenden Inhalt hat unser phaeno ja auch eine beeindruckende Architektur zu bieten. Das fällt nicht nur den Besuchern auf, die zum Experimentieren kommen. Oft sind auch Architekten aus vielen Teilen der Welt zu Gast, um dieses wichtige Bauwerk Zaha Hadids in Augenschein zu nehmen (laut „the guardian“ ist phaeno ja eins der zwölf bedeutendsten zeitgenössischen Bauwerke weltweit). Gerade wieder vor wenigen Tagen durfte ich zum Beispiel eine Gruppe Architekturstudenten aus Peking durch das phaeno führen.
 


Aber auch Filmschaffenden ist die ungewöhnliche, gewagte und futuristisch anmutende Ausstrahlung des phaeno Bauwerks schon ins Auge gefallen. So stellte das phaeno 2009 in dem Politthriller „The International“ von Tom Tykwer (mit Clive Owen, Naomi Watts und Armin Mueller-Stahl) ein hochmodernes Bankgebäude dar und war per Computertechnik in eine norditalienische Landschaft versetzt worden – ein toller Anblick! Link zu Cinema & Architecture: The International


Und kürzlich spielte das phaeno wieder eine wichtige Rolle in einem Film, diesmal als „Double“ für das in Wirklichkeit recht schlichte Eingangsgebäude des Kernforschungszentrums „CERN“ bei Genf in der Schweiz. Es handelte sich um die RTL-Produktion „Helden“, die am 3.10.13 erstmals ausgestrahlt wurde. Das fand ich besonders spannend, weil ich gerade selbst an einer Studienreise zum CERN teilgenommen hatte und nun vergleichen konnte. Zur Bildergalerie zum Film: phaeno ist auf Bild 12 zu sehen.

Sowohl was die Architektur betraf als auch was die Handhabung der Forschung im CERN anging, gab es in der RTL-Produktion natürlich viele „künstlerische Freiheiten“, wobei in diesem Film immerhin auch viele bekannte deutsche Schauspieler mitwirkten (Heiner Lauterbach, Hannes Jaenicke, Christiane Paul, Yvonne Catterfeld uvm).
 
Das Original CERN in der Schweiz

Hinter diesem Eingang befindet sich neben einer Rezeption und einem Vortragssaal für Besucher übrigens ein CERN-Shop sowie ein sehr interessanter kleiner, interaktiver Experimentierbereich („Mikrokosmos“) mit Bezug zur Kernforschung.

Der Film „Helden“ wurde am „Tag der Deutschen Einheit“ gleich zweimal hintereinander ausgestrahlt, und wegen des mehrfachen Auftritts des uns so vertrauten Gebäudes in dieser ungewöhnlichen Umgebung habe ich diese Sendung auch zweimal angeschaut. Natürlich war es fast schmerzlich, das von einem Schwarzen Loch „zerstörte“ phaeno Gebäude im Film zu sehen. 


Aber da wir die Filmaufnahmen in Wolfsburg vor ca. einem Jahr hatten mit verfolgen können, als hier lauter „Betonbrocken“ aus Styropor aufgestapelt wurden, als tonnenweise Sand herangeschafft worden war und künstlicher Staub aufgewirbelt wurde und als dazwischen – mit starken Scheinwerfen angestrahlt – einige prominente Schauspieler agierten, war das filmische Ergebnis nun auch irgendwie belustigend für mich anzusehen.


Allerdings hatte ich in der verbliebenen Nacht einen beunruhigenden Traum, in dem es um das kaputte phaeno ging. Da war ich dann doch sehr froh, als ich am Folgetag zur Arbeit kam und alles so schön wie immer vorfand.

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