Montag, 23. Dezember 2013

Weihnachtsbäckerei mal anders: ein Blick in die Zutaten

Die „Weihnachtsbäckerei“ läuft ja eigentlich nur am Wochenende oder an Ferientagen. Um diese jedoch auch einmal in Ruhe ausprobieren zu können, haben mir die lieben Kolleginnen den Aufbau letzte Woche bis Montag stehen gelassen. Und ich freue mich schon sehr darauf. Zuerst stürze ich mich auf das Binokular, das die bereitgelegten Gewürze vergrößert.


Wunderschön sieht der Sternanis darunter aus. Wie der Name schon sagt sternförmig, passt zu Weihnachten. Ebenso toll finde ich die Gewürznelken. Die getrockneten Blütenknospen erinnern mich entfernt an den WM-Pokal. Also mal reingucken in das Binokular, liebe Fußballfans. Auch die anderen Gewürze sind noch recht leicht zu erkennen. Bei Kardamon muss ich allerdings passen, obwohl ich Spekulatius, der dieses Gewürz z. B. enthält, recht gerne esse. 

Was riecht hier wie? Auch etwas für die heimische Küche...
Nun geht es weiter zum Riechen der Gewürze. Dabei fällt mir auf, dass die Vanille nicht so schön duftet, wie man sich das so vorstellt. Eher muffig. Deswegen habe ich sie auch nicht erkannt. Und auch beim Kardamon muss ich wieder passen. Schon zweimal daneben. Macht aber sehr viel Spaß. Da ich viele Gewürze zu Hause habe, werde ich das auch noch einmal am heimischen Gewürzregal ausprobieren. 

Auch das Fühlen von Hasel- bis zur Kokosnuss ist lustig. Nachher muss man diese noch den Bildern der Pflanzen zuordnen. Das ist schon viel schwerer. Totalausfall bei mir: die Mandel. Die habe ich eben nicht mit Schale zu Hause.
 
Chemie mit Spaßfaktor: Hirschhornsalz "braten"
Bei den folgenden Stationen wird es dann sehr exotisch. Hirschhornsalz!  Ein Backtriebmittel für Spekulatius. Beim Erhitzen entsteht Kohlendioxid und leider auch Ammoniak. Ich verbrutzel gleich mehrere Spatel voll. Meine Kollegin schnuppert und spürt nur einen leichten Stechreiz in der Nase. Ich finde, dass es richtig nach Pferdestall riecht. Aber nicht sehr unangenehm. Beim fertigen Gebäck riecht man dies natürlich nicht mehr.
Es klappt und schäumt...
Ansonsten kann man noch Natron, Pottasche und Backpulver zum Schäumen bringen. Das ist wieder richtig etwas für mich. Spannend ist auch Safran und Kurkuma zu unterscheiden. Billigeres Kurkuma kann man durch Zugabe von Soda entlarven. Die Lösung des Rätsels: Kurkuma färbt sich rot. 

Ein Experiment konnte ich leider nicht mehr angucken. Verschiedene Muffins werden vor Ort täglich frisch gebacken. Nur einer von ihnen mit richtigem Rezept. Bei den anderen wird dann jeweils eine Zutat weggelassen. Also ohne Mehl oder Backpulver gebacken. Die armen Muffins. Die Besucher dürfen dann raten, welche Zutat fehlt. 

Fazit: Ein Besucherlabor für die Sinne. Spannend! Außerdem habe ich mir fest vorgenommen mal mit den Zutaten zu backen.

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