Montag, 29. Juli 2013

Mit dem Linienbus nach Wolfsburg?

Wie in jedem Jahr waren meine Kollegin Sandra und ich auf dem  RDA-Workshop in Köln, der weltweit größten Fachmesse für Bus- und Gruppentouristik, um bestehende Kontakte zu Reiseveranstaltern zu pflegen und neu zu knüpfen. Besonders spannend fanden wir dieses Mal die eintägige Sondershow „Fernlinienbusverkehr“, weil die Liberalisierung dieses Marktes seit Januar 2013 nicht nur für Busunternehmen und Reiseveranstalter, sondern auch für Städte und touristische Einrichtungen neue Möglichkeiten bietet.
Mehrere Anbieter haben inzwischen Busliniennetze über ganz Deutschland gespannt – nur Wolfsburg wird immer noch nicht angefahren. Wir hatten, teilweise auch mit anderen Wolfsburger Einrichtungen, die Möglichkeit unsere Stadt mit ihren vielen Attraktionen wie Kunstmuseum, Autostadt und phaeno als Haltepunkt ins Gespräch zu bringen. Das wäre doch eine tolle Alternative zur Bahn, oder? Haben Sie schon einmal einen Fernlinienbus genutzt und können Sie sich vorstellen, damit nach Wolfsburg zu fahren?
Originell fanden wir den Werbeaufkleber eines Busunternehmens.


Montag, 22. Juli 2013

Schiffe versenken beim Fotoshooting oder wie man erwachsene Frauen mit Playmobil-Männchen begeistert

Regelmäßig organisieren wir Fotoshootings im phaeno, um unsere Bilddatenbank zu erweitern. In der Regel betreut diese meine Kollegin Andrea und der eine oder andere der Kollegen wird als Modell rekrutiert.

Zuletzt stand ein Shooting für den KiTa-Fachtag-Flyer an. Ziel: Zeigt eine Seminarsituation, in der eine phaenowomen zwei Erzieherinnen ein Experiment zum Thema Wasser erklärt. Der Versuchsaufbau lautete wie folgt: ein Aquarium, ein Papierboot, eine Schüssel Murmeln und eine Schüssel mit Playmobil-Männchen.

Gisela erzählte, dass KiTa-Kinder sich in der Regel sehr viele Gedanken darüber machen, welches Männchen sie sich aussuchen. Dafür bräuchten sie immer viel Zeit in den Workshops. Mein Lieblingsmännchen war schnell gefunden, ein Mädchen mit lila T-Shirt und braunen Haaren.

Nun wurde das Boot zu Wasser gelassen und währen der Fotograf Matthias ununterbrochen auf den Auslöser drückte, beluden wir das Boot mit Männchen und Murmeln. Gaaaaanz vorsichtig, das Boot sollte schließlich nicht kentern. Und da war es doch geschehen.

Nina, Alexandra und Gisela beim Fotoshooting
Wir wiederholten diesen Versuch mehrmals und kamen zu folgendem Ergebnis: Unser Papierboot trägt maximal vier Playmobil-Männchen, beim fünften ist es jedes Mal untergegangen. Und wir hatten viel Spaß!

Montag, 15. Juli 2013

Kindheitserinnerungen beim Musikinstrumentebau

Als Hobbymusikerin (Ich spiele Akkordeon und hole auch ab und zu die Gitarre raus) freute ich mich natürlich besonders auf die Angebote in diesem Sommer. Neben den „Klingenden Zahlen“ konnte ich es kaum erwarten, meine erste eigene Gitarre im offenen Besucherlabor "Musikinstrumentebau" zu basteln. Auch die anderen Instrumente waren reizvoll, aber die Gitarre hatte es mir besonders angetan.

Endlich war es soweit … Ich hatte mir einen Tag ausgesucht, an dem im Besucherlabor nicht so viel wie sonst los war, so konnte ich nebenher auch noch ein bisschen meine Kolleginnen Nora und Verena interviewen: „An diesem Tag waren nicht so viele Gäste wie an anderen Tagen zum Instrumentebauen gekommen, schließlich sind noch viele Schulklassen im Haus und das Angebot ist an Familien gerichtet. Kinder müssen in Begleitung eines Erwachsenen sein.“

Nora erklärte mir bei jedem einzelnen Schritt, was ich machen musste: Sägen, abschleifen, bohren, kleben, …


Besonders beim Schmirgeln fühlte ich mich an meine Kindheit erinnert. Gemeinsam mit meinem Vater verbrachte ich oft Stunden im Bastelkeller an der Werkbank. Meistens baute ich Boote, die ich anschließend stolz in der Badewanne zu Wasser ließ.

Die Küchenschüssel für meine Gitarre erhitzte Nora mit dem Heißluftfön und steckte die Stange hindurch. Dies erfordert Übung, das müssen immer die Kollegen machen.


Beeindruckend fand ich die große Sägekonstruktion zum Zerschneiden der Teppichrohre für die Trommeln. Eindeutig das richtige Werkzeug für kleine und große Jungs.


Dann war die Gitarre fast fertig. So ganz passten die Einzelteile aber doch noch nicht zusammen. „Kein Problem“, sagte Nora. Ich baute also einige Teile wieder auseinander und setzte sie neu zusammen. Jetzt ging’s.


Fertig. Beim Probespielen war ich dann in meinem Element!


Die offenen Besucherlabore finden übrigens immer an den Wochenenden, in den Ferien auch täglich, statt. Was würden Sie gern mal basteln? Unsere Kollegen freuen sich über Anregungen.

Montag, 8. Juli 2013

Fotosession in der neuen Ausstellung "Klingende Zahlen"

Vier Kinder haben sich in der neuen Ausstellung „Kingende Zahlen“ mit Michael Bradke vom MobilenMusikMuseum fotografieren lassen. Die Fotos werden wir z. B. für unser Internet und weitere Ankündigungen brauchen. 


Die eigene Stimme hören und zusammen singen bei Stimmenwunder
Die Kinder hatten sichtlich Spaß, besonders bei den Aktionen, die sie alle zusammen machen konnten. Und da bietet die neue Ausstellung Einiges. Besonders lustig war „Stimmenwunder“. Hier wurde intensiv über die merkwürdig verzerrten Stimmen gelacht. Weiter ging es zur Strohhalmsirene, die die Kinder sofort professionell beherrschten und mit dem Strohhalm die schönsten Sirenentöne erzeugten. Sie erklärten mir auch gleich, warum die Löcher, die für den „zerhackten“ Ton verantwortlich sind,  unmöglich auf dem Foto drauf sein konnten: „Dann hört man doch nichts mehr, wenn man so langsam dreht!“ 

Beim Erdxylophon stieg dann Michael Bradke in die Fotosession mit ein. Was besonders auffiel, war die Begeisterung, die der Musikpädagoge, der die Ausstellung konzipierte, sofort ausstrahlte. Sobald er seine Experimente berührte wurde viel schneller aus Chaos Musik. 

Musik macht Spaß am Erdxylophon mit Michael Bradke
Mit einfachen Ideen und Rhythmen motivierte er die Kinder dazu, lange an den Stationen zu bleiben und sie intensiv auszuprobieren. Die Kinder sollten am Erdxylophon nacheinander spielen. Schon entstand in wenigen Sekunden ein kleines Stück. „Zuhören und miteinander spielen, das ist Musik“, erklärte Bradke.

Montag, 1. Juli 2013

Mittendrin und mit dabei - Festwochenende zum Stadtjubiläum

Wolfsburg ist 75 Jahre alt. Die ganze Stadt feierte an diesem Wochenende, ich liebe diese Veranstaltungen. Als eine Woche vorher die Programmbroschüren ins phaeno geliefert wurden, kam Vorfreude auf. Sie stieg noch mehr, als der Aufbau an verschiedenen Orten in der Fußgängerzone am Montag begann. Am Mittwoch konnte man schon das Riesenrad gegenüber vom phaeno erkennen und Freitagmittag ging es dann los mit der Feierei.


Die Sonderaktionen am phaeno starteten Samstag früh. Ich hatte mir einen Plan gemacht, um auch selbst von allem etwas zu sehen. 11 Uhr Architekturführung, 12.30 Uhr mit dem Fotoapparat möglichst viele Eindrücke festhalten, 13.30 Uhr Show der Physikanten, danach zum Segelflieger basteln, selbst noch ein bisschen durch die Stadt bummeln und anschließend zum Auftritt mit meiner Tanzgruppe auf dem Hollerplatz.

Dieser Plan funktionierte natürlich nicht. Er scheiterte schon daran, dass ich nicht pünktlich zu Hause los kam und somit erst um halb 12 am phaeno war. Ich holte schnell die Kamera aus dem Büro und ging zuerst eine Runde durch die Ausstellung, dann zu den Aktionen unter dem phaeno und schließlich zu der Show der Physikanten im Wissenschaftstheater.

Ich hatte die Physikanten noch nicht gesehen. Die Kollegen hatten sie jedoch bisher nur gelobt und so waren meine Erwartungen hoch. Und sie wurden erfüllt. Es war zum Totlachen komisch und gleichzeitig lehrreich. Mit einem Laserstrahl machten sie Musik, sie ließen Wasser fliegen und schickten Ihren Luftballonhund auf Reisen. Das Publikum machte begeistert bei allen Aktionen mit und wir alle waren gefesselt. Hut ab. Und immer wieder.
 

Ich begutachtete anschließend die ersten selbstgebauten Segelflieger. Da packte es mich und ich musste auch einen basteln.  Zuerst mussten die Einzelteile des Flugzeugs bemalt werden. Im Hintergrund bekam ich mit, wie meine Kolleginnen mit den anderen Kindern bereits die Flieger zusammen klebten. Es war so toll, wie sie mit ihnen umgingen. Schließlich war auch ich fertig mit malen und kleben. Dann folgte der Flugtest. Und er flog. Nicht weit, aber immerhin...


Ganz besonders schön fand ich auch die Stelzenläufer, die am und unter dem phaeno unterwegs waren. Wie sagte mein Kollege Davy so schön: „Die Stelzenläufer sind toll. Ihre organischen Formen und leuchtenden Farben bieten einen wunderbaren Kontrast zum phaeno.“


Natürlich war auch um das phaeno herum viel los. Auf meinem Weg zum phaeno hin war ich schon beeindruckt davon, wie voll es in der ganzen Fußgängerzone war. Und das, obwohl es regnete. Und am Nachmittag wurde es noch etwas voller. Die vielen Stände und vor allen Dingen die Bühnen lockten die Besucher. Es war toll, dass sich so viele Vereinigungen mit so vielen unterschiedlichen Darbietungen auf dem Fest präsentieren konnten. Auch der Auftritt mit meiner Tanzgruppe machte viel Spaß und erntete Applaus. Es war eine gelungene Veranstaltung.