Montag, 26. August 2013

Energiegeladen: Probe vom Tanzenden Theater für den After Dark-Abend

Wörter rasen mir durch den Kopf wie den Künstlern des Tanzenden Theaters Wolfsburg die Ideen für ihre Performance beim After Dark-Abend. Ich durfte bei einer der ersten Proben im phaeno dabei sein. Das hat seinen ganz besonderen Reiz. Die Stimmung ist energiegeladen, obwohl das phaeno leer ist. Es wird außerhalb der Besuchszeiten geprobt. Die drei Tänzer Daniel Martins, Bettina Paletta und Cinzia Rizzo setzen ihre Ideen sofort in Bewegung um. Gleichzeitig  lichtet der Fotograf Mauro Garziano das Trio ab. 

Die Expanding sphere inspiriert die Tänzer des Tanzenden Theaters
Das Ziel der drei Tänzer: Sie wollen unter und mit der Expanding Sphere tanzen und die sich rhythmisch öffnende Kugel mit der Farbe Orange verbinden. Denn Orange ist das Thema des After Dark-Abends. Die entstehende Choreografie zeigt deutlich, wie sehr die Tänzer diese außergewöhnliche atmende Riesenkugel inspiriert.

Eine Hauptidee scheint es zu sein, die Energie der Kugel aufzunehmen und weiter an die Erde zu leiten. Sie übernehmen die runden Bewegung der Kugel und verknüpfen sie mit dem Rhythmus der begleitenden Jazzmusik. Fast ehrfürchtig wirkt es, wenn Sie diese Verbindung zur Kugel hergestellt haben und diese zärtlich berühren. Auch das Wort mystisch geht mir durch den Kopf. So könnte man sich auch eine Art Sonnentanz vorstellen. Man darf gespannt sein, was aus diesen ersten Ideen wird.  


Mit der atmenden Riesenkugel tanzen

Am After Dark Abend am 29.08.2013 ist die Performance zu sehen. Eines ist schon jetzt sicher: Daniel Martins, Bettina Paletta und Cinzia Rizzo passen zu der Expanding Sphere. Es ist fast so, als hätte dem Kunstwerk ohne diese Tanzeinlage etwas gefehlt.
 
Kreativität zum Mitnehmen: Aufnahme der Expanding Sphere

Montag, 19. August 2013

Das Verrückte Haus im Tierpark Gettorf

Nach einem dreiwöchigen Kuraufenthalt in Schleswig-Holstein bin ich wieder zurück an meinem Arbeitsplatz im phaeno.

Aber auch während dieser Zeit konnte ich es nicht lassen, mir interessante Orte anzuschauen. So war ich mit meinen beiden Mädchen einen Tag im Tierpark in Gettorf und dort hat neben den Tieren natürlich das „Verrückte Haus“ unsere Neugier geweckt, das dort seit 2010 besucht werden kann.


Außenansicht "Verrücktes Haus"


In dem Haus wird man ein wenig an unser „Hexenhaus“ aus dem Ausstellungsbereich „Spürsinn“ erinnert.

Hexenhaus im phaeno
Der Unterschied besteht allerdings darin, dass sich unser Hexenhaus um den sitzenden Besucher dreht und dieser das Gefühl hat sich mit zu drehen - das Verrückte Haus in Gettorf ist wirklich ein Haus, das auf dem Dach steht und alle Alltagsgegenstände, die man von zuhause her kennt (Bett, Schrank, Toilette, Tassen etc.), hängen an der Decke.
 
Silja und Svea im Verrückten Haus

Um den Sinnen einen weiteren Streich zu spielen sind die Böden geneigt, weshalb vor allem der Gleichgewichtssinn ganz schön auf die Probe gestellt wird. Spiegel in den Ecken ermöglichen dem Besucher sich selber an der „Decke“ hängend zu sehen.

Meine große Tochter war fasziniert, dass sogar auf der Terrasse ein Kinderwagen und ein Roller stehen und versuchte mit den Puppen an der Decke in Kontakt zu treten. Meine kleine Tochter stand gerne in den Fenstern und freute sich, dass sie ausnahmsweise mal die Gardinen verschieben konnte.


Wir hatten auf jeden Fall einen schönen Tag im Tierpark Gettorf mit seinen Vogelvolieren, den verschiedenen Affenarten und dem Verrückten Haus, allerdings sollte beachtet werden, dass für das Haus zusätzlich Eintritt erhoben wird.

Montag, 12. August 2013

Mein Lieblingsexponat – Verrückter Salon = Schiefes Haus

Ich tue mich schwer mit der Benennung meines Lieblingsexponats, da mir so viele gut gefallen. In letzter Zeit ist mir jedoch der Verrückte Salon ans Herz gewachsen.


Mein Magen hält eigentlich nichts aus und auch meine ersten Besuche im schiefen Haus überstand ich eher schlecht als recht. Aber ich muss zugeben, man kann sich an diese Schieflage gewöhnen. Inzwischen habe ich richtig Spaß daran, die Besucher im Verrückten Salon zu beobachten. Alle haben immer unglaublich viel Spaß.

Ich war auch schon mal in einem echten schiefen Haus. Bzw. eigentlich schon in zweien. In Wernigerode steht ein schiefes Fachwerkhaus, dessen eine Ecke aufgrund eines ehemaligen Mühlenbaches abgesackt ist. In diesem Haus habe ich mal ein Praktikum gemacht. Und obwohl die Bürofußböden inzwischen begradigt wurden, die Treppe ist es nicht. Und so stieß ich beim Hoch- und Runtergehen immer wieder an die eine Seitenwand.

Außerdem kenn ich noch einen Bunker, der im Krieg gesprengt wurde. Er flog ein paar wenige Meter durch die Luft und landete fast unversehrt wieder, allerdings auf schiefem Untergrund. Heute ist er ein beliebtes Ziel für Touristen. Man erkennt sogar noch die ehemaligen Toiletten. Er steht übrigens bei dem Städtchen Modane in den französischen Alpen.

Wer kennt noch mehr schiefe Häuser? Wo stehen sie? Wie fühlen Sie sich in diesen bzw. in unserem Verrückten Salon?

Montag, 5. August 2013

Seifenfilme helfen beim Konstruieren von Bauwerken

Seifenfilme können noch mehr, als schöne Seifenblasen erzeugen. Das habe ich neulich in der Mathe-Show  „Mathe macht glücklich“ festgestellt. Klar, Seifenblasen sind an sich schon wunderschön. Sie können aber auch helfen, Bauwerke zu optimieren.
Mathe-Show: Können Seifenblasen noch mehr?
Geholfen haben solche Seifenfilme z. B. beim Münchner Olympiastadion, das auch fast so aussieht, als hätte man es nur in Seifenlauge getaucht Ein wunderschöner Bau, meiner Meinung nach. Dazu baute man die Dachkonstruktion mit Draht nach. Der Seifenfilm findet dann ganz von allein die optimalste Fläche. Cool oder?
Ja. Seifenfilme können den besten Weg finden!
Heutzutage macht man diese Konstruktionen fast nur noch am Computer. Eigentlich schade. Meint auch Kollegin Christina, die Architektur studiert hat. Früher hat man viel mit Seidenstrümpfen und ähnlichem konstruiert, erzählt sie mir.
Heute gibt es z. B. ein hochmodernes Zentrum an der TU Braunschweig, um Modelle zu bauen. Und die 3-D Konstruktionen werden „ausgedruckt“. Manchmal hat das selber bauen aber auch Vorteile: Man traut sich noch mehr umzubauen!