Montag, 30. September 2013

Hinter den Kulissen im phaeno

Heute haben wir einen Beitrag einer Gastautorin. Danke, liebe Angelina.

Mein Name ist Angelina und ich bin eine Studentin aus Münster. Ich habe für 4 Wochen ein Praktikum im phaeno Wolfsburg gemacht. Vielleicht gilt ein Praktikum an einem so naturwissenschaftlichen Ort als eher unüblich für eine Sport- und Französisch-Studentin, aber da ich diese beiden Fächer auf Lehramt studiere, wollte ich die Chance nutzen und Eindrücke von der Arbeit an einem außerschulischen Lernort bekommen. Und ich habe wirklich viele Eindrücke hinter den Kulissen im phaeno gesammelt!



Beim Videodreh experimentierte ich mit Paul und Benedict.
Auch wenn ich kein naturwissenschaftliches Fach studiere, hat mich das in keinem Fall eingeschränkt, passende Aufgaben für meinen Praktikumsaufenthalt zu finden. Es geht ja im phaeno um das Experimentieren und das konnte ich in vielerlei Hinsicht umsetzen!

Ich habe mit Schulklassen in Workshops experimentiert, ich habe die Entdeckertouren und die neue phaeno Box für Schüler und Schülerinnen ausprobiert und ich habe letztendlich so ausführlich mit gewissen Exponaten gearbeitet, dass ich neue Aufgaben für Schulklassen vorschlagen konnte. An dieser Stelle konnte ich auch bemerken wie viel Arbeit hinter all den Angeboten im phaeno steckt!

Die Struktur eines außerschulischen Lernortes ist sehr komplex und die Organisation, die hinter all den Aufgaben steckt, ist noch viel komplexer! ;) Ich fand es wirklich interessant zu erfahren wie kleinschrittig vieles geplant werden muss und wie durchdacht auch alles ist, was mir als normale Besucherin nie wirklich aufgefallen ist. Das kann aber auch nur als positiv gewertet werden, denn wenn man mit dem Ergebnis zufrieden ist, hinterfragt man nicht was dahinter steckt! ;) Und alles in allem kann ich sagen, dass ich mit meinem Praktikum rundum zufrieden bin.

Ich habe spannende 4 Wochen im phaeno verbracht, in denen ich viel zu tun hatte, selbstständig arbeiten konnte und gleichzeitig gefordert wurde. Die Zeit verging wie im Flug! Das Kollegium und meine Betreuung waren super nett und herzlich und ich möchte immer wieder gern ins phaeno zurückkommen!

Ich denke, dass mich das Praktikum auch für meine berufliche Zukunft als Lehrerin weitergebracht hat, da ich den Besuch von außerschulischen Lernorten wirklich als Unterrichtsergänzung schätzen werde. Ich bin außerdem sehr begeistert von dem Konzept, dass Lehrkräfte als Teilabordnungen an solchen Lernorten praktizieren und mitwirken können und könnte mir so etwas auch durchaus für meine Zukunft vorstellen.  … viele Jahre später werde ich mich ganz stark für eine sportwissenschaftliche Sonderausstellung einsetzen! ;)

Vielen Dank für das tolle Praktikum, macht weiter so liebes phaeno Team!

- Eure Angelina

Montag, 23. September 2013

Es duftet nach Weihnachten im phaeno

Wieso nur riecht es im phaeno mitten im September nach Weihnachten? Ich war verwirrt. Die Antwort musste ich finden. Also machte ich mich auf die Suche… Fündig wurde ich im TechLab:
 

 

Im phaeno fand an diesem Tag der KiTa-Fachtag zu den 4 Elementen und Nachhaltigkeit statt, an dem rund 100 Erzieherinnen und Erzieher sich weiterbildeten. Im TechLab experimentierten sie mit dem Element Feuer und testeten unter anderem die Brenneigenschaften verschiedener Hölzer sowie von Äpfeln und weiteren Stoffen. Daher der Duft.

Ich begab mich weiter auf Erkundungstour und schaute auch bei den anderen Stationen vorbei. Im BioLab roch es nach Kresse, denn hier war Erde eines der Hauptthemen…
 


…  und auf der Bankettebene wurde fleißig gebastelt. So entstanden Wasserräder und Boote. Da wurde auch der eine oder andere Ärmel nass. Alle hatten so viel Spaß, am liebsten hätte ich mal wieder mitgemacht.




Und ganz nach dem Motto der spannenden Vorträge zum Thema „Nachhaltiges Lernen“ am Vormittag: „Was Spaß macht“, daran erinnert man sich besser.

Dienstag, 17. September 2013

Knotenexperimente: Wie löst man den Knoten im Gehirn?

Knotenknobeleien, wann löst sich der Knoten im Gehirn?
Es gibt so Zeiten, da geht man Dinge mal wieder an, die man sonst nicht so mag. Letzte Woche war es so weit. Die Experimentierstation „Knoten“ gehört nicht zu meinen Favoriten. Da liegen mehrere Knotenknobeleinen herum, die man voneinander lösen muss. Ich kann das einfach nicht. Solche Knobelexperimente machen mich nervös.
Bis letzten Donnerstag. Da kam ich an der Station vorbei. Gerade in der oben genannten Stimmung. Zwei Frauen versuchten sich an den Knotenexperimenten. Das hat mich zusätzlich motiviert. Ganz ehrlich. Das erste gleich wieder weggelegt. Frustriert zum zweiten gegangen. Auch aufgegeben. Dann allen Willen zusammen genommen. Das dritte ausprobiert. Und dann war es da. Dieses Gefühl das kann ich auch. Ein Knoten löste sich im Gehirn (wirklich), ich habe um die Ecke gedacht und es ganz stolz rausgekriegt.
Habe ich natürlich gleich ungefragt den anderen beiden Frauen mitgeteilt, die noch an den (vermutlich schwereren Stationen) knobelten. Ganz brav habe ich es dann sogar geschafft, das Experiment in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Ein super Gefühl. Für die schwereren Experimente reichte die Motivation aber (noch) nicht.

Montag, 9. September 2013

Origami falten am Bildschirm

Origami finde ich gerade auch für meine Kinder toll. Leider bin ich fast immer an den Papieranleitungen gescheitet. Deswegen habe ich mir in der Mathe-Ausstellung vorgenommen, Origami auszuprobieren. Und zwar gibt es da eine Computer-Station mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und verschieden schweren Modellen. Herausforderung angenommen. Ich wähle den Schmetterling (Stufe schwer!).

An einer normalen Papieranleitung wäre ich bald gescheitert.


Sie würde ungefähr so lauten:

Falten Sie das Origami-Faltblatt zweimal zu einem Dreieck. In der Mitte sehen sie jetzt ein Faltkreuz. Drehen Sie das Quadrat um und falten Sie die eine Hälfte des Blattes auf die andere zu einem Rechteck. Öffnen Sie nun das Blatt wieder. Die eben gemachten Faltlinien des Rechtecks liegen vor Ihnen. Nehmen Sie nun diese zur Hand und klappen Sie sie nach innen-unten. Dadurch faltet sich das Papier fast von selbst zu einem Dreieck zusammen. Nein, das tut es nicht.

Mit YouTube (einfach den Namen der gewünschten Modelle eingeben) oder wie gesagt an der Station geht alles viel besser. Nur zu empfehlen. Und tatsächlich habe ich meine bisher schwerste Origami-Faltung bis zum Ende geschafft. Schön ist, dass man sich alles wiederholt anschauen kann und auch genau sieht, wie die Hände gehalten werden.

Wie lange braucht man wohl für diesen Schmetterling?




Montag, 2. September 2013

phaeno besitzt die Lizenz zum Schlange stehen – IdeenExpo 2013 in Hannover

IdeenExpo in Hannover – da darf phaeno nicht fehlen. Denn die Messe begeistert Kinder und Jugendliche, und insbesondere Mädchen, für Naturwissenschaft und Technik und soll ihr Interesse an entsprechenden Ausbildungen und Berufen wecken. Und so präsentierten wir unsere Best-of-Exponate im Bereich Energie.



Nachdem ich mir am ersten Tag einen eigenen Eindruck von der Messe, den Mitausstellern und den Besuchern machen konnte, hielt mich mein Kollege Simon regelmäßig auf dem Laufenden. Die Supernachricht: Wir hatten offiziell die Lizenz zum Schlange stehen!

Die Besucher bildeten an allen Tagen vor allem an der Wärmebildkamera und der Bowlingballcanon große Trauben. Meine Kollegen ermunterten die Besucher zu einem kleinen Wettkampf, bei wem fliegt der Tennisball am höchsten. An der Wärmebildkamera wurden die Besucher dann doch freizügig: es wurden Brillen ab- und wieder aufgesetzt oder auch mal das T-Shirt angehoben. Außerdem wollten meine Kollegen wissen, wer die kälteste Nase hat. 

Die Wärmebildkamera begeistert.
Der Drehtisch und der Brückenbogen weckten bei einigen großen und kleinen Entdeckern den Ergeiz Scheiben schnell und elegant drehen zu lassen oder den schönsten und haltbarsten Bogen zu errichten.

Am Drehtisch experimentieren Groß und Klein

Am Donnerstag war ich nochmals auf der Messe und wunderte mich. Unser Stand war umgeräumt. Aber meine Kollegen meinten nur, dass sie Platz machen mussten! Die Scouts der IdeenExpo nutzten unseren Stand auf ihren Übersichtsführungen – und standen dann gerne mal mit den Schulklassen Schlange am Prickler, um gemeinsm zu erleben, wie sich Strom anfühlt.


Es prickelt!
Auch an den Nachbarständen gab es spannende Aktionen: die Besucher konnten einen eigenen Produktionsablauf möglichst effizient, umwelt- und kostenfreundlich und in der richtigen Reihenfolge gestalten und dabei die Technik eines 3D-Druckers kennenlernen.

Ähnlich unserem Robo trieb am Stand von NiedersachsenMetall der über zwei Meter große Roboter NOX sein Unwesen und kommunizierte mit den großen und kleinen Besuchern, die begeistert die Smartphones oder Fotoapparate zückten. Er lässt unseren Robo grüßen. 

Der Roboter NOX
Die Autostadt lud die Besucher zu einem leckeren Schokoladen-Workshop ein, bei ExxonMobil gab es Duelle an der Reaktionswand und bei der Leibnitz Universität konnten Fahrräder aus Draht gelötet werden. Am Stand von Hüttenes-Albertus lernten die Besucher die verschiedenen Arbeitsschritte einer Gießerei kennen und stellten eigene kleine Gussstücke her.

Uns hat die IdeenExpo viel Spass gemacht und wir können eine positive Besucherbilanz für unseren Stand ziehen. Jetzt freuen wir uns auf zahlreiche Gäste, die wir für einen Besuch im phaeno (wieder-)gewinnen konnten.

Und in zwei Jahren sind wir wieder bei der IdeenExpo dabei – und ihr?