Montag, 10. März 2014

Wir testen die ersten Luffffft-Exponate

Die Spannung ist in der Ausstellung zu spüren. Die ersten Exponate für die neue Sonderausstellung „Luffffft – federleicht und tonnenschwer“ treffen im phaeno ein, werden aufgebaut und ausgiebig von den Kolleginnen und Kollegen getestet. Ich habe auch schon ein paar neue „Lieblinge“ gewonnen.
 

Vieles fliegt.
Zu meinen neuen Lieblingsexponaten gehört das Kunstexponat „Fluttering Silk“ von Ned Kahn.
 

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Ich mag die Farbe, aber natürlich auch die geschmeidigen Bewegungen des Stoffs. Die Stärke des Luftstroms kann ich hier selbst regulieren. Mir gefällt es am besten, wenn er nicht so stark ist und der Stoff richtig „tanzt“.
 

Viele der neuen Exponate fliegen und flattern, denn der Schwerpunkt der Sonderausstellung liegt auf den physikalischen Eigenschaften von Luft, wie zum Beispiel der Luftströmung und dem Luftdruck, wie kraftvoll Luft ist, und in diesem Zusammenhang auch dem Bernoulli Effekt.
 

So können auch diese Bälle in einem Luftstrom fliegen.
 

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Dieser Effekt ist vielen sicher bereits aus unserem alten Exponat „Schwebender Ball“ bekannt. Das besondere an dem neuen Exponat ist, dass es auch mit zwei Bällen funktioniert, und dass man die Bälle hineinwerfen kann. Dies erfordert jedoch Übung. Ich schaffe es bisher nur mit einem Ball, noch nicht mit beiden. Aber ich gebe nicht auf.

Die Kollegen von unserer Werkstatt sind besonders stolz auf die „Küssenden Kugeln“.
 

Im phaeno hängen jetzt Fender. Wozu wohl?
Denn sie haben dieses Exponat komplett selbst gebaut! Es sieht relativ einfach aus, aber die Tücke steckt im Detail: Wie baut man eine Aufhängung für die Fender, die in eine Richtung starr, in die andere jedoch sehr leicht beweglich ist? Nun, es ist geglückt.
 

Die Aufhängung war das komplizierteste Teil in der Herstellung des Exponats „Küssende Kugeln“.
Man soll übrigens zwischen die Fender pusten. Was passiert? Das wird hier nicht verraten. Wer jedoch den Bernoulli-Effekt verstanden hat, wird es sich denken können. (Ein Fender ist übrigens eine Art Schutzsack, der die Seiten von Schiffen vor Beschädigungen schützt.)
 

Eines der höchsten Exponate in der Sonderausstellung ist der „Vakuumaufzug“.
 

Ausstellungskurator Dr. Christof Börner sitzt für unsere interne Foto-Dokumentation im Vakuumaufzug zur Probe.
Kollegin Kathrin zu Christof, der gerade den Vakuumaufzug testete: „Du siehst aus, als würdest du auf einem Gerät im Fitnessstudio sitzen. Passives Fitnesstraining für den aktiven phaeno Mitarbeiter?“ Dazu muss man sagen, dass man, wenn man einmal sitzt, nur auf einen Knopf drücken muss. Alles andere macht der Vakuumaufzug von allein: Ein Staubsauger erzeugt im Zylinder links einen Unterdruck und bewegt dadurch einen Kolben, wodurch man über eine Umlenkung hochgezogen wird. Spaß macht es auch ohne Muskelkraft.

Auf dem Weg in den Feierabend konnte auch unsere neue Kollegin Diana nicht widerstehen und fuhr mit dem Vakuumaufzug, der inzwischen nochmal gedreht wurde, in die Höhe.

Sehr beliebt bei Kindern werden bestimmt die Fallschirmspringer. Da sind wir uns alle einig.

  Vorsicht, Fallschirmspringer setzt zur Landung an.
Hier werden Fallschirme zusammengefaltet in ein Rohr gesteckt und in einem Luftstrom nach oben geschossen. Die Fallschirme entfalten sich dann und das kleine Plastikmännchen segelt sicher an seinem Fallschirm zu Boden und kann wieder aufgefangen werden. Ein Spaß, der kaum im Foto festzuhalten ist. Deswegen wieder ein Video.

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Der Aufbau des Propellerfahrrads war bisher am kompliziertesten. Fünf Kolleginnen und Kollegen waren nötig, um die Aufhängung des Fahrrads zu verbinden.
 

Gemeinsam wurde noch jedes Exponat erfolgreich aufgebaut.
Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Das Propellerfahrrad läuft jetzt super und bereitet allen viel Spaß. Auf der fahrradähnlichen Konstruktion betreibt man durch Treten einen Propeller, der einen starken Gegenwind erzeugt. Langsam beschleunigt man so und dreht seine Runden. Kaum ein Kollege schafft es, an dem Fahrrad vorbei zu gehen, ohne sich kurz drauf zu setzen und in die Pedale zu treten.
 

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Das wohl tückischste Ausstellungsstück ist meiner Meinung nach der Bernoulli Brunnen. Es ist nämlich gar nicht so leicht, die Bälle durch die Röhre zu locken.
 

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Der staubsaugerähnliche Schlauch, aus dem ein Luftstrom fließt, muss in einem ganz bestimmten Winkel und in einer ganz bestimmten Höhe an die Plastikröhre gehalten werden, damit die Bälle nach oben „gesaugt“  und über den Tisch geschossen werden. Dies erfordert ein bisschen Übung, Geduld und Fingerspitzengefühl. Ich finde es auch sehr verblüffend, wie dies funktioniert, denn ich würde erwarten, dass die Bälle in der Röhre nach unten gedrückt werden. Aber der Luftstrom über der Röhre zieht die Luft in ihr mit, es entsteht ein Unterdruck und die Bälle werden in der nachströmenden Luft hochgezogen.
 

Es treffen fast täglich weitere Exponate ein. Ich freue mich drauf. Besonders warte ich noch auf die großen Mobiles und den Federbrunnen. 

Die Sonderausstellung „Luffffft – federleicht und tonnenschwer“ läuft vom 22. März 2014 bis zum 08. Februar 2015. Weitere Informationen gibt es unter www.phaeno.de/luffffftwww.phaeno.de/luffffft.

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