Montag, 14. Juli 2014

Bauen wie die Tiere – das Spinnennetz für zu Hause

„Kannst du ein Spinnennetz bauen?“ Über diese Fragen meiner Kollegin Andrea wundere ich mich nicht mehr. Raketen basteln, statische Aufladung an Luftballons testen, … , viel haben wir schon ausprobiert, damit sie Texte für die regionale Zeitung und den Blog schreiben kann.
 

Und passend zur kommenden Sonderausstellung „Architektierisch“ sollte es nun also ein Spinnennetz werden. – Herausforderung angenommen!
 

Und so habe ich das Spinnennetz gebastelt.
 

Das benötigte Material.
Das braucht man:
  • Ein Stück nicht zu hartes Holz.
  • Runde Gefäße in verschiedenen Größen, ein rundes Geldstück.
  • Eine Feile und Schmirgelpapier.
  • Hammer, Schere und Bleistift.
  • Bunte Wolle oder Garn.
  • Ganz viele Nägel.

Ich entschied mich für ein sehr kleines Spinnennetz. Entsprechend klein mussten Nägel und Hammer sein und ich benutzte Stopfgarn. Wenn man ein größeres Spinnennetz machen möchte, benötigt man entsprechend ein größeres Stück Holz, größere Nägel und dickere Wolle.
 

Als erstes schleifte ich die Kanten des Brettes ein bisschen ab. (Leider konnte ich hiervon kein Foto machen, da ich alleine war.) Wer will, kann das Brett dann auch noch anmalen.
 

Dann zeichnete ich mit den Gefäßen Kreise auf das Brett.
 

Mein größter Kreis war die Tasse…
… dann kamen die verschiedenen Gläser und zum Schluss die Münze.
Anschließend zeichnete ich Querlinien ein. In die Schnittpunkte kommen dann die Nägel. Hier hätte man auch ein Lineal nutzen können, ich hatte aber keines. Ein Kreuzchen kommt in die Mitte.
 

Eine Art Zielscheibe dient als Vorlage für die Nägel.
Wer möchte, kann die Nägel auch frei setzen, ohne etwas einzuzeichnen. Dann wird’s etwas ungleichmäßiger, was aber auch sehr charmant sein kann. Ich hab’s halt lieber ordentlich.
 

Und dann kamen die Nägel.
 

Auf jedes Kreuzchen ein Nagel.
Man sollte dabei darauf achten, zuerst die inneren Nägel zu setzen, damit man auch an alle Kreuze ran kommt. Insbesondere, wenn man ein so kleiner Netz bastelt, wie ich. Dieser Teil dauert übrigens am längsten. Und mit den Mininägeln bin ich fast verzweifelt. Habe mir aber nur zweimal auf den Damen gehauen.
 

Ich habe mich dann noch entschieden, einen Kreis weniger Nägel zu setzen. Ich hatte nicht genügend Nägel. Sie reichten ganz genau für vier Runden.
 

Endlich fertig.
Und dann ging es los mit den Fäden. Zuerst machte ich einen Stern. Die Anfänge der Fäden knotete ich einfach ein einen der Nägel, das kurze Ende habe ich dann abgeschnitten.
 

Faden  anknoten, Ende kürzen und los geht’s.
Immer im Zickzack um die Nägel, so entsteht ein Stern.
Das Ende habe ich dann in einer Schlaufe dreimal um den Anfangsnagel gelegt. Hoffe, es ist auf dem Bild zu erkennen.
 

Den Faden in einer Schlaufe um den Nagel legen…
… und festziehen.
Und dann die Nägel im Kreis verbinden. Dabei den Faden jeweils einmal um die Nägel herum legen. Ich hoffe, man kann es auf den Bildern erkennen.
 

Dann die Fäden im Kreis um die Nägel legen.
Jeden Kreis in einer anderen Farbe.
Und dann ist es schon fertig.
 

Fertig!
Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine kleine Plastikspinne. Aber ob ich so eine kleine irgendwo bekomme. Mal schauen.
 

Insgesamt habe ich übrigens eineinhalb Stunden benötigt.
 

Viel Spaß beim Nachbauen!
 

Was wir von tierischen Architekten sonst noch so lernen können? In der Sonderausstellung „Architektierisch“ werden vom 26. Juli bis 12. Oktober 2014 zehn dieser Bauexperten vorgestellt. Und ganz nebenbei lernt man noch, wie sie ihre Behausungen bauen. www.phaeno.de/architektierisch  

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