Montag, 1. September 2014

Modellflieger eroberten am Erlebniswochenende das phaeno

Eines späten Nachmittags im Winter, es war schon dunkel draußen und regnete, verkündete mein Vater, dass er jetzt Modellfliegen ginge. Ich hielt ihn fast für verrückt, aber er ergänzte „Indoorfliegen, in der Ballsporthalle in Mörse.“ Gut, konnte ich mir auch nicht vorstellen, aber wenn er es sagte, wird es wohl funktionieren.

Jetzt haben er und seine Vereinskollegen vom Aero-Club Wolfsburg e.V. auch beim Erlebniswochenende "Fliegen und Luft" im phaeno bewiesen, dass man in Gebäuden Modellfliegen kann:
 

Mein Vater dreht mit seinem Flugzeug im phaeno Krater ein paar Runden.
Beim Erlebniswochenende stand mein Vater mir dann Rede und Antwort: Die Flugzeuge sind sehr leicht, je nach Größe ca. 100 bis 200 Gramm schwer, und werden aus Depron, das ist eine Art Styropor, hergestellt. Sie haben einen bürstenlosen Elektromotor (die Techniker unter den Lesern werden sicher verstehen, was das ist) mit Lithium-Polymer-Akkus und Funkfernsteuerung. Diese basiert übrigens auf der aktuellen Handyfunktechnik. „Sehr zuverlässig“, meinte mein Vater noch.
 

Das Indoorfliegen mit diesen kleinen, leichten Flugzeugen wurde durch die moderne Technik übrigens erst möglich. So kleine Empfänger, leichte Antriebe und auch Batterien gibt es noch nicht sehr lange. Vor 20 Jahren wäre dies noch nicht möglich gewesen.
 

Schon einige Wochen vor der Veranstaltung im phaeno diskutierten mein Vater und ich beim Kaffeetrinken, ob man denn die Modellflugzeuge im Krater vernünftig landen könnte. Starten kann man die kleinen Flieger aus der Hand, zum Landen benötigen sie eigentlich eine kleine Landebahn. „Warum fangt ihr sie nicht einfach?“, fragte ich ihn. Er probierte es und es klappte. Der Krater erwies sich aber auch als groß genug, so konnte er seine Flieger im phaeno „normal“ landen.

Gestartet werden die Flugzeuge hochkant aus der Hand. Die ersten Meter fliegen sie so im Grunde wie ein Hubschrauber in der Luft hängend.
Die kleinen Flugzeuge konnten problemlos im phaeno Krater landen.
Die Flugzeuge kann man übrigens als Bauteilsatz im Modellbaufachhandel kaufen. Antrieb und Steuerung kauft man separat, und dann wird alles zusammengebaut. Die Hubschrauber kommen übrigens schon fertig zusammengebaut aus dem Karton. Da hat man es noch einfacher.
 

Hier einige Modelle, die im phaeno zum Einsatz kamen:
 

Diese Modelle (bis auf den großen gelb-blauen) flogen im phaeno.
Mein Vater präsentierte auch seinen kleinen Hubschrauber. Sein Vereinskollege erklärte die Technik.
Wer sich für den Aero-Club Wolfsburg e. V. interessiert und vielleicht selbst die Fliegerei mal ausprobieren möchte, findet alle Infos und Ansprechpartner hier: http://www.aeroclub-wolfsburg.com/modellflug.html
 

Vielen Dank an meinen Vater und seine Vereinskollegen, dass sie beim Erlebniswochenende dabei waren.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen