Montag, 31. März 2014

Wie entsteht eine phaeno Show?

Die Staubsaugerkanone wird für die neue Show getestet.
Stickstoffbrunnen brodeln, Wolkenringe fliegen, Staubsauger schießen – nein kein neuer Harry Potter Roman, sondern die neue Gas Show wird von Davy, dem Showorganisator im phaeno, vorbereitet.

Dies sieht man schon Wochen vorher Davys Arbeitsumgebung an.

Ideen für die neue Show werden auch mal im Büro getestet.
Seltsame Utensilien wie Erlenmeyerkolben, Glasröhren, Milchtüten, Eimer und vieles mehr werden auf dem Tisch gelagert und auch immer wieder Gelegenheiten gesucht, um Neues auszuprobieren. Ideen treffen bei ihm per E-Mail ein oder er wird auch einfach mal so auf etwas Neues angesprochen. Und dann ist die Stunde der ersten Proben mit den p(w)m (Ausstellungsmitarbeiter im phaeno) da.

Nina hat die erste Probe begleitet und die Fotos geschossen. Ich habe Davy anschließend ausgefragt, wie er eine solche Show vorbereitet und wie er selbst die Probe erlebt hat.

14 p(w)m nahmen an dem Training teil. Davy wollte zunächst die Show einmal so durchführen, wie er sie sich vorstellte. Zumindest war dies sein Plan. Die findigen p(w)m hatten aber schon währenddessen viele Ideen.

Alles blau?
Simon stellte sofort zu Beginn fest: „Das kann doch kein Zufall sein. Dies ist die „Luffffft-Show“ und Davy hat blaue Schuhe, eine blaue Hose, ein blaues Hemd, blaue Handschuhe und einen blauen Luftballon.“ Ist Luft also blau und Strom gelb?

Die Gas Show ist eine Show, deren Grundgerüst schon lange im phaeno angeboten wird. Manche „alten Hasen“ haben diese schon oft gemacht. Sie soll nun an die neue Luftausstellung angepasst werden. Dabei fallen einige alte Showteile weg und neue kommen hinzu. „Die Stimmung bei der Probe war super, vieles wurde auch detailliert analysiert“, erklärt mir Davy. Die Show soll aus zwei Teilen bestehen, erste Experimente veranschaulichen, dass Luft nicht Nichts ist und weitere, woraus sie besteht.

Eines der Lieblingsexperimente der Show von Davy ist Brett „Pitt“. „Ich mag es so gerne, da es ein total einfaches Experiment mit verblüffender Wirkung ist“, erläutert Davy.

So einfach kann Physik sein, mit dem Brett „Pitt“.
Ein Brett wird erst einfach so vom Boden mit einem Faden hoch gezogen. Das funktioniert ganz leicht. Dann wird auf das Brett eine Zeitung gelegt. Nun reißt der Faden beim Versuch! Warum? Das wird nur in der Show verraten. Bei der Probe funktionierte das Brett „Pitt“ zuerst nicht gut. Das Band riss zweimal hintereinander, auch ohne die Zeitung. Alle fragten sich warum? Faden zu dünn? Luftdruck heute höher? Boden schlecht geputzt? Oder lag es daran, dass der Faden „gebraucht“ war. Also bat Davy die p(w)m: „Verwendet bitte immer einen neuen Faden. Dann wird es schon klappen.“ Wie gut, dass es für solche Probleme die Proben gibt.

Viele phaeno Showmaster möchten den Gästen auch Tipps zum Experimentieren zu Hause mitgeben. „Da ist Brett ‚Pitt‘ natürlich super für geeignet“, meint Davy.

Ein weiteres neues Experiment ist die Stickstofffontäne. Ein richtiger Hingucker in der Vorstellung. Nicht das Experiment selbst war hier Stoff für viele Diskussionen. Mit Stickstoff scheint jeder gerne zu experimentieren. Es macht einfach Spaß. Nur wie kann man den Effekt am besten zur Geltung bringen: Rotes Licht, violettes Licht oder? Davy lässt den Vorführern viel Freiraum. Jeder kann beispielsweise seine Lieblingsfarbe benutzen und auch selbst entscheiden, woher das Licht kommt. 

Die p(w)m testeten verschiedene Lichtstimmungen.
Wird es am Ende wohl doch normales Licht sein?

Die p(w)m bringen bei der Probe immer wieder eigene Ideen ein. Davy bietet an, diese zu testen. Z. B. könnte man zwei Gäste aus dem Publikum um die Wette Kerzen durch Schlagen auf eine Flasche auspusten lassen.

Kann man Kerzen mit einer Flasche ausschlagen?
Jan-Ingo wünscht sich zusätzlich ein Experiment mit Bezug zu dem Luftbestandteil Sauerstoff:  Eine Kerze löschen, indem man ein Glas Kohlendioxid drüber auskippt. Und Marmeladengläser mit Kohlendioxid könnten als Gag als Feuerlöscher für zu Hause zum Verkauf angeboten werden.

Davy lässt viel Raum für Neues. „Ich liebe dieses Brainstorming. Ich muss nur dafür sorgen, dass es im Rahmen bleibt und nicht ausufert“.  Mal sehen, was davon am Ende in der Show übrig bleibt. Das jedoch entscheiden auch die Zuschauer mit. Was nicht gut ankommt, wird aussortiert.

Ein weiteres neues Experiment wurde ausgiebig getestet: Wolkenringe, die über die Köpfe der Zuschauer hinweg fliegen sollen.  Es folgte eine Diskussion darüber, wie man die Wolkenringe am besten sichtbar machen könnte. Der Verfolgerspot wurde kurzerhand abgebaut und auf der Bühne wieder aufgebaut.

Der Verfolgerspot musste umziehen.
Im richtigen Licht wirken die Nebelringe super.
Am Ende klappt das Experiment richtig toll und Davy ist sehr zufrieden.

Insgesamt ist Davy für ein gutes Grundgerüst der Show: Experimente und Ablauf bleiben im Prinzip gleich, aber Details darf jeder Showman und jede Showwoman selbst  in einem gewissen Rahmen variieren. Für Shows, besonders die, die lange laufen, ist ihm eines besonders wichtig: „Der Prozess der Optimierung ist nie abgeschlossen!“ Er ist kein Fan von Shows, die total auswendig gelernt werden. „Etwas Freiheit muss sein“, betont er.

Die Variationen halten die Show lebendig. So darf Simon – ein alter Hase im phaeno Show-Geschäft - sogar seine Idee für den Anfang der Show erst mal umsetzen.  Er dachte sich Folgendes aus: Viele Experimente in der Show werden mit Haushaltsutensilien realisiert: Zeitung, Milchtüte, Staubsauger, Kaffeekanne, Mülleimer, Kerzen. Warum also nicht „zu Hause“ einsteigen. Also auf dem Sofa sitzen, eine Zeitung lesen und dann loslegen?

Simon demonstriert schauspielerisch seine Idee.
„Für Show-Anfänger könnte so Einstieg noch zu schwer sein. Sie sollen sich erst mal auf die Experimente und die Erklärungen konzentrieren. Die müssen auf jeden Fall sitzen.“, so Davy.  Eins hat aber die Probe auf jeden Fall schon mal gezeigt:  Bei den p(w)m kam die neue Show gut an und Davy weiß: „Was hier schon einmal gut ankommt, klappt meist auch in der Show vor Publikum!“

Am Ende durften alle alles selbst ausprobieren. Dabei teilten die „alten Hasen“ ihre Erfahrungen mit den Neuen und gaben jede Menge Tipps, z. B.: „Achte auf deine Körperhaltung und zeige nicht zu lange dem Publikum den Rücken oder macht ein bisschen mehr Show: Sagt nicht, dass das nur heißes Wasser ist was auf den Stickstoff trifft, sondern sagt Zauberflüssigkeit.“

Aus Zauberflüssigkeit und Trockeneis zaubern die p(w)m Nebel.
Aber psst, nicht alles verraten.

Vielen Dank Davy für die Einblicke und toi toi toi für die Show! Die Showtermine gibt es hier.

Montag, 24. März 2014

Der Künstler Daniel Wurtzel sprach im phaeno über seinen Federbrunnen



Performances mit Luftskulpturen von Daniel Wurtzel waren bei großen Shows wie bei den Olympischen Winterspielen, beim Cirque du Soleil oder beim Supertalent 2011 zu sehen. Außerdem stellt der New Yorker Künstler in Museen und Science Centern aus. Daniel Wurtzel baute im phaeno seinen „Federbrunnen“ selbst auf.

Zum ersten Mal traf ich den sympathischen Künstler bzw. er mich auf der Suche nach einer Tasse Kaffee. Ich begleitete ihn zum Kaffeautomaten. Apropos Kaffee: Latte Macchiato scheint es in Brooklyn nicht zu geben. Beim ersten Versuch wollte sich Daniel Wurtzel in einer Espresso-Tasse einen Latte Macchiato holen. Das wäre fast schief gegangen. Als ich ihn nun zu einer zweiten Tasse Kaffee ins Restaurant zum Interview einlud, wünschte er sich einen Cappuccino: „Den kenne ich, da kann nichts passieren“, sagte er schmunzelnd. Nachdem wir uns zwei Tassen gefahrlos gesichert hatten, begannen wir mit dem Interview:

Daniel Wurtzel erklärt mir seinen Federbrunen

Wie sind Sie auf die Idee des Federbrunnens gekommen?

Ich war als Künstler gerade in einer Phase, wo ich mich fragte, was soll als Nächstes kommen. Etwas Neues, total Unterschiedliches wie vorher. Da sah ich, wie ein Ahornblatt mitten auf dem Gehsteig tanzte. Es wirbelte um seinen Stiel herum, über einem Abzugschacht der U-Bahn. Ich starrte fasziniert auf dieses Blatt. Ich war überrascht. Einige Zeit später realisierte ich, was ich da gesehen hatte und kam zurück. Ich wollte DAS Ahornblatt finden. Was mir natürlich nicht gelang. Aber ich wusste, dass ich in dieser Art etwas machen wollte. Die Idee des „Federbrunnens“ war geboren. An dem Federbrunnen habe ich dann acht Monate gearbeitet und viel über Luftströmungen gelernt.

Daniel Wurtzel mit seinem Federbrunnen im phaeno - Foto: Matthias Leitzke

Was waren die Schwierigkeiten?

Zuerst machte ich ein Loch wie bei einem Brunnen in der Mitte des Exponats. Das hat überhaupt nicht funktioniert. Die Federn blieben einfach hängen. Dann machte ich das Loch zu und probierte viele verschiedene Formen über dem „ehemaligen Loch aus“.

Federbrunnen: die Entwicklung des Exponats in der Skizze
Die Halbkugel ist nun die perfekte Form. So bleiben die Federn nicht hängen und sammeln sich nur, um aufzusteigen. Auf die Anordnung der Gebläse kam ich im Traum. Ich hatte mich so damit beschäftigt, dass ich genau von dieser kreisförmigen Anordnung träumte.

Was wollen Sie mit Ihrem Kunstwerk bei den Zuschauern bewirken?

Ich möchte eine Art hypnotische Wirkung erzeugen. Man kann die Federn in vielen verschiedenen Arten betrachten: Ihre Schatten, ihre Spiegelung, sogar ihren Klang. Die Symbolkraft dahinter kann jeder selbst für sich entdecken. Es ist für mich eine Verbindung zwischen Himmel und Erde – ein Himmelszelt.

Auch Engel haben Federn...Es  ist wichtig, dass die Federn weiß sind. Der Betrachter soll durch eine Farbe wie pink oder schwarz nicht von der Wirkung des Federbrunnens abgelenkt werden.

Für mich ist auch das Medium Luft wichtig. Luft ist unsichtbar. Man kann sich erstmal nur vorstellen was passiert. Es bleibt mysteriös.

Sie stellen im phaeno aus. Haben Sie schon ein Lieblingsexponat entdeckt?

Oh es sind so viele. Ich liebe die Kunstwerke von Ned Kahn. Er ist fantastisch. Aber auch die Spiegelexponate haben es mir angetan. Das will ich vielleicht mal in meine Arbeit einbauen.

Daniel Wurtzel fasziniert von Ned Kahns Sturmexponat "Abyssal storm"

Was sagen Sie über den Ort ihres Exponats?

Ich finde es im Krater absolut perfekt. Ich liebe die Architektur des phaeno. Sie ist für mich ein „complete statement“.  Denn auch unter dem phaeno ist es toll. Ich habe schon gerne die Skater unter dem phaeno beobachtet.

Ich konnte in der Zeit, die ich da bin, beobachten wie toll das phaeno von Kindern und Erwachsenen angenommen wird. Ich freue mich, mit meinem Exponat zu der Ausstellung beitragen zu dürfen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Anmerkung: Das Gespräch habe ich in Englisch geführt und dann übersetzt. Nur für „complete statement“ habe ich leider keine passende Übersetzung gefunden.

Montag, 17. März 2014

Kevin und Swen auf der ITB

Wolfsburg präsentierte sich auf der ITB in Berlin und phaeno war dabei. Swen und Kevin betreuten unseren Stand von Freitag bis Sonntag und haben ihre Erlebnisse in Bild und Text festgehalten:

Der Abend davor.

Die Vorbereitungen laufen, die Rätsel für die Gäste liegen ausgebreitet auf dem Wohnzimmertisch. Wir lassen uns unsere bevorstehenden Tage schonmal durch den Kopf gehen und planen unseren Berlin-Aufenthalt auf der ITB-Messe.


Tag 1. Auf dem Weg nach Berlin.

5:55 Uhr, der Wecker klingelt. (Wahre Geschichte.) Wir erwachen nach einer erholsamen Nacht und treffen uns auf einen Kaffee in der Küche. (Unwahre Geschichte, Swen mag keinen Kaffee.)

Die letzten Vorbereitungen werden getroffen, die Taschen und Tickets noch einmal überprüft und nach einem kurzen Frühstück und Frischmachen geht es um Punkt 7 Uhr runter zum Bahnhof Fallersleben. Der Dank geändertem Zugplan maßlos überfüllte Zug hatte gerade noch so zwei Stehplätze für uns mutige Phaenoman über. Nun warten wir gespannt auf unseren Zug zur Hauptstadt!

Swen checkt nochmal die Lage!
Tag 1. Viele Länder, viele Leute.

Wir sind nach einer sehr entspannten Zugfahrt in Berlin angekommen. Und tatsächlich ist unser Stand, bzw. das Deutschland-Areal sehr leicht zu finden. Einfach in den Südeingang, Treppe hoch und immer gerade aus!

Angekommen.
Wir erwarten die Besucher mit einem sehr fotogenen Exponat, den Slow Bubbles, und vielen vielen Rätseln!

Ein maximal souveränes Team.

Unsere “Slow Bubbles”. Das Experimentieren und Rätseln kann starten!

Tag 1. Erster Zwischenbericht.

Knapp 6 Stunden sind vergangen und die Zeit verging tatsächlich fast wie im Flug. Heute ist Fachbesuchertag, das bedeutet hauptsächlich Kontakt mit Geschäftspersonen, Kommunikations- und Marketingleitern verschiedenster Länder, Organisationen und Firmen. Doch selbst die steif wirkenden Schlipsträger können wir fesseln, mit dem einfachsten phaeno Trick überhaupt: Anstatt Gäste an das Exponat zu stellen und zu sagen “Mach mal!” probieren wir einfach selber aus. Swen stellt sich also an die Slow Bubbles und fängt an die Pumpe zu betätigen. Langsam bahnen sich die riesigen Luftblasen ihren mühseligen Weg durch das zähflüssige Öl der Säule… Wachsame Augen beobachten das Geschehen und schon juckt es den herum stehenden Menschen in den Fingern… Auftrag ausgeführt. Sofort beginnen die Leute selber zu pumpen und zu experimentieren. Große Bläschen, kleine Bläschen, Wettrennen, Blasen die andere Blasen fressen (wie es ein kleines Mädchen nannte) und so noch größere Blasen bilden.

Währenddessen hat Kevin ein paar kleine Rätsel ausgelegt und probiert sie selber noch einmal aus. Als Icebreaker Rätsel sind die “2 Jockeys auf den Pferden” extrem beliebt und laden zum weiteren Rätselspaß ein!

Die Jockeys und eine Metallknobelei.
Unsere Einstellung zu Beginn der Messe war: Wir vertreten das phaeno. Schnell wurde uns aber bewusst, wir sind nicht nur das Betonraumschiff der Wissenschaft, sondern wir sind Wolfsburg, wir sind Niedersachsen, wir sind Deutschland. Wir sind Gastgeber.

Tag 1. Weg von der Messe, Ankunft Hotel.

Der erste Messetag ist geschafft. Die Fachbesucher sind abgearbeitet. Kurz nach 18 Uhr packen wir unsere Sachen und machen uns auf den Weg Richtung Spandau … entgegen des Messestroms.

Tschüss, mexikanisches buntes Pegasus-Einhorn! Bis morgen!

Nach einer kurzen S-Bahnfahrt und einem kleinen Fußmarsch finden wir unser Hotel.

Hallo Hotel Benn!
Das Hotel Benn, welches sich in zwei alten Fachwerkhäusern der Ritterstraße befindet hat 3 Sterne. Aber ganz ehrlich, allein für die Freundlichkeit und die Zuvorkommenheit des Personals geben wir persönliche 5 Sterne. Das Hotel ist nicht luxuriös aber dafür gemütlich, urig, sauber und man hat in der Seitenstraße seine Ruhe.

Die Rezeptionistin überreicht uns unsere Schlüssel nach unkompliziertem Einchecken und siehe da: ein kleines Stück phaeno in Berlin! Das gleiche Schlüssellayout wie im “Raumschiff der Wissenschaft”!

Das Schlüsselsystem ist uns bekannt.
Review Tag 1.

Der erste Messetag ist geschafft!
Wir ebenfalls!
Sehr aufregend alles gewesen und es ist tatsächlich atemberaubend. Nur wenige Schritte und man ist plötzlich in einem ganz anderen Land! Wir haben uns zwischendurch einmal kurz auf die Pirsch gewagt und nach kurzer Zeit befanden wir uns plötzlich zwischen Sri Lanka und Neuseeland, es roch nach Curry, und Mongolen in beeindruckenden Roben drückten uns kleine Postkarten in die Hand.

Noch eben ist man in Niedersachsen …
… und schon ist man in Asien.
Was uns allerdings ein wenig verwirrt hat: Unzählige Dialekte, vom gestochen scharfen Hochdeutsch übers Bayrische bis hin zum Friesenplatt, indisch-englische Variationen, unverständliche asiatische Sprachen und exotischste Laute… Jedoch nirgends eine Berliner Schnauze! Vielleicht ändert sich das ja, wenn die Tore der ITB morgen für Privatpersonen und Familien geöffnet werden! Wir sind extrem gespannt! (Auch auf das bereits mehrfach angepriesene Frühstück in unserem Hotel!) In dem Sinne: “Bingo, Flamingo, Terminator!”

Auch beim Abendessen behielten wir das interkulturelle Flair mit krosser Ente im chinesischen Restaurant um die Ecke.
Tag 2. Tagesanbruch.

Unfassbar weiche Betten im Hotel und ein in der Tat wahnsinnig gutes Frühstück sind der Hauptbestandteil unseres Morgens. Gut genächtigt geht’s um halb 8 unter die Dusche und um 8 runter zum Frühstücksbuffet. Draußen an der Hauswand erwartet einen ein Auszeichnungsschild “Best Breakfast” und auch die Erzählungen unserer Kollegen ließen auf so etwas schließen. Und ja, es war extrem lecker, frische Brötchen und Croissants, Wurst, Käse, Marmeladen und andere Aufschnitte waren zu finden. Joghurts, frisches Obst und knackiges Biomüsli. (Honig-Mandel war sehr sehr lecker!)

Das Frühstücksbuffet hat fast alles was man für ‘nen guten Start in den Tag benötigt.
Jetzt gibt’s noch ein Glas O-Saft hinterher und dann machen wir uns wieder auf den Weg zur Messe. Bis später!

Guten Morgen Berlin!
Tag 2. Früh auf der Messe.

Kurz vor 9 haben wir das Hotel verlassen und kommen um 20 nach an der Messe an. Überraschenderweise stehen schon eine ganze Menge Leute vor dem Eingang und im Foyer. Am Stand angekommen überprüfen wir nochmal unsere Flyer und holen uns noch eine kleine Erfrischung an der Cateringtheke. Gleich geht’s los!

Die Informationsflyer sind bereit für die nächsten Gäste!
Tag 2. Privat > Business.

Ein Ansturm von Menschenmengen war direkt nach Öffnung der Tore zu vernehmen. Tausende Menschen strömen in die Hallen und blitzschnell ist auch ganz Niedersachsen voll. Die Flyer werden mit vielen Zusatzinfos in Tüten verpackt und an Interessierte weitergegeben, wir hatten nach nur zwei Stunden schon Gäste aus aller Welt.

Volles Haus in Niedersachsen.
Wir hatten Leute aus China, Südafrika, Texas, Indien, Portugal und Australien am Stand und das ist nur ein winziger Auszug. Swen hat mit den Leuten gerätselt wie ein Berserker, während Kevin die Leute zum Pumpen an der Acrylsäule der Slow Bubbles animierte. Ein Viertel des heutigen Tages ist schon so anstrengend aber auch spaßig wie der ganze Tag gestern! Weiter geht’s!

Tag 2. Kurzes Update, keine Zeit.

So voll! Wir sind im permanenten Gespräch und Stress! Neben uns gingen die fancy “Lucky Friday”-Taschen des designer outlets besser weg als Currywurst in Berlin.

Der Renner auf der Messe: Gespickt mit Flyern vom phaeno, den designer outlets, dem paläon und Wolfsburg allgemein gingen heute rund 600 Taschen in nicht mal drei Stunden in die Hände der Gäste über!
Wir haben’s mal ausgerechnet, an dem Tag ging alle 15 Sekunden eine Tüte weg. Das war schon wirklich krass. Da müssen wir uns gegenseitig unterstützen. Wir verweisen zum Gewinnspiel der designer outlets, das paläon schickt Leute, welche sich weniger für Historisches interessieren zu uns und so weiter. Im Grunde ist es immer: “Hey, hier können sie wunderbar shoppen, und wenige Meter daneben steht gleich das phaeno! Da können sie auch einen schönen Nachmittag mit der Familie verbringen.” Oder: “Ja, wenn sie unter der Woche bei uns sind und um 17 Uhr das phaeno schließt, können sie ja noch zwei Stündchen in die designer outlets! Sie stolpern quasi direkt aus dem Gebäude und sehen auf der anderen Straßenseite links schon die ersten Stores!”

Das Team ist großartig, an dieser Stelle bereits: immer wieder gern!

Tag 2. Viel erlebt und überlebt!

Also die Messe war unglaublich voll und wir sind extrem erschöpft! Aber wir haben unfassbar viele interessante Leute getroffen! Hauptsächlich hatten wir wie erwartet viele Familien! Wir gehen jetzt erstmal treu dem Messepartnerland beim Mexikaner essen! Saludos!

Unser Abendbrot! Ayayayay! Enchilada Burrito!
Review Tag 2.

Wieder ein ganz kurzer kleiner Review:
Heute war‘s extrem krass! Endlos viele Besucher, man kann ganz sicher sagen Tausende von Leute, die an unserem Stand hielten und mit uns experimentierten.

Es wird ordentlich experimentiert!
Die Synergie unseres kleinen Wolfsburg-Stands war ganz eindeutig. Die Ladys von den designer outlets haben die Gäste mit ihren extrem stylischen Taschen angelockt und wir haben einen großen Teil mit Rätseln intellektuell und spaßmäßig gefesselt! Auch die Slow Bubbles haben die Besucher sofort visuell angeregt und zum Ausprobieren eingeladen.

Nachdem der mächtige Tag überstanden war, dachten wir uns: Verdammt nochmal, wir sind in Berlin! Eigentlich müssten wir nochmal losziehen. Und das ist das Tolle am Messedienst. Man sieht einfach extrem viel! Zum einen natürlich die erschlagende Vielfalt der Messe selbst, zum anderen kann man aber nach getaner Arbeit noch die Stadt erkunden. Und das haben wir dann auch gemacht. Wir waren unterwegs in Charlottenburg, Wedding, Kreuzberg, am Kurfürstendamm, in Friedrichshain, sind auf’m Heimweg am Brandenburger Tor und dem Berliner Reichstag vorbei und gehen nun zufrieden und glücklichen schlafen.

Wir sind extrem gespannt auf morgen, unser letzter Tag auf der Messe wird sicher wieder sehr interessant!

Tag 3. Ein letztes Mal volle Power!

Das Wetter ist atemberaubend schön und wir sind taufrisch wie zwei Lotusblüten. Los geht‘s zum dritten und letzten Messetag. Um 9:30 Uhr ist die Halle noch leer und ruhig… Doch wahrscheinlich ändert sich das wieder schlagartig ab 10! Wir sind gespannt und haben nochmal richtig Bock!

Die letzte Fahrt zur Messe, das Abreisegepäck ist schon bereit ;(
Tag 3. Ruhiger und intensiver.

Ob es das schöne Wetter ist oder der Sonntag an sich, wissen wir nicht. Fest steht aber: heute ist es deutlich ruhiger auf der Messe. Was aber nicht weniger Arbeit bedeutet. Der Umgang mit den Gästen ist intensiver und persönlicher, man verharrt länger in gemeinsamen Gesprächen und drückt nicht nur Input entgegen. Es entstehen viel mehr kleine Geschwätze und man kann alles viel genauer erklären und schmackhaft machen. Auch uns wird einiges geboten. Aussteller aus anderen Ländern kommen zu uns und wir präsentieren uns gegenseitig unser Repertoire. Eine sehr interessante und angenehme Erfahrung.

Kurzer Zusatz: als Kevin gerade mit einem Ehepaar ein paar Streichholzrätsel probierte, fiel uns plötzlich ein dauernd grinsender Herr auf. Er tänzelte um unseren Stand, lächelte immer mehr bei jedem Kommentar bezüglich der Rätsel und kam dann immer näher. Und irgendwie hatten wir das Gesicht schonmal gesehen… Und zwar bei uns im Gemeinschaftsraum im phaeno! Der Herr hieß Mario und hatte selber vor einigen Jahren 2 Jahre im phaeno gearbeitet und liebte den Rätselwagen! Liebe Grüße an alle unsere alten Hasen! Wen man nicht so alles trifft!

Tag 3. Ende.

Die Messe ist zu Ende, die Hallen leeren sich und die Slow Bubbles und restlichen Flyer sind verpackt und gesichert. Wir begeben uns um kurz vor 7 zum Bahnhof Spandau und treten die Heimreise an. Ein äußerst gelungenes Wochenende liegt hinter uns! Es war spaßig und anstrengend!

Vielen Dank an unsere Wolfsburg-Countercrew von den designer outlets, der WMG, dem paläon und dem Allerpark! Es war sehr lustig mit euch und die Motivation haben wir gegenseitig oben gehalten!

Wolfsburg! (Offiziell besser als der Oscar Selfie!)
Darauf ein Rinjehaun!
Wir hoffen es hat euch gefallen! Uns auf jeden Fall!
Das war die Internationale Tourismus Börse in Berlin, aus der Sicht von Swen Unglaube und Kevin Keller für das phaeno in Wolfsburg!
Kommt uns mal besuchen!

Danke Jungs!

Montag, 10. März 2014

Wir testen die ersten Luffffft-Exponate

Die Spannung ist in der Ausstellung zu spüren. Die ersten Exponate für die neue Sonderausstellung „Luffffft – federleicht und tonnenschwer“ treffen im phaeno ein, werden aufgebaut und ausgiebig von den Kolleginnen und Kollegen getestet. Ich habe auch schon ein paar neue „Lieblinge“ gewonnen.
 

Vieles fliegt.
Zu meinen neuen Lieblingsexponaten gehört das Kunstexponat „Fluttering Silk“ von Ned Kahn.
 


Ich mag die Farbe, aber natürlich auch die geschmeidigen Bewegungen des Stoffs. Die Stärke des Luftstroms kann ich hier selbst regulieren. Mir gefällt es am besten, wenn er nicht so stark ist und der Stoff richtig „tanzt“.
 

Viele der neuen Exponate fliegen und flattern, denn der Schwerpunkt der Sonderausstellung liegt auf den physikalischen Eigenschaften von Luft, wie zum Beispiel der Luftströmung und dem Luftdruck, wie kraftvoll Luft ist, und in diesem Zusammenhang auch dem Bernoulli Effekt.
 

So können auch diese Bälle in einem Luftstrom fliegen.
 


Dieser Effekt ist vielen sicher bereits aus unserem alten Exponat „Schwebender Ball“ bekannt. Das besondere an dem neuen Exponat ist, dass es auch mit zwei Bällen funktioniert, und dass man die Bälle hineinwerfen kann. Dies erfordert jedoch Übung. Ich schaffe es bisher nur mit einem Ball, noch nicht mit beiden. Aber ich gebe nicht auf.

Die Kollegen von unserer Werkstatt sind besonders stolz auf die „Küssenden Kugeln“.
 

Im phaeno hängen jetzt Fender. Wozu wohl?
Denn sie haben dieses Exponat komplett selbst gebaut! Es sieht relativ einfach aus, aber die Tücke steckt im Detail: Wie baut man eine Aufhängung für die Fender, die in eine Richtung starr, in die andere jedoch sehr leicht beweglich ist? Nun, es ist geglückt.
 

Die Aufhängung war das komplizierteste Teil in der Herstellung des Exponats „Küssende Kugeln“.
Man soll übrigens zwischen die Fender pusten. Was passiert? Das wird hier nicht verraten. Wer jedoch den Bernoulli-Effekt verstanden hat, wird es sich denken können. (Ein Fender ist übrigens eine Art Schutzsack, der die Seiten von Schiffen vor Beschädigungen schützt.)
 

Eines der höchsten Exponate in der Sonderausstellung ist der „Vakuumaufzug“.
 

Ausstellungskurator Dr. Christof Börner sitzt für unsere interne Foto-Dokumentation im Vakuumaufzug zur Probe.
Kollegin Kathrin zu Christof, der gerade den Vakuumaufzug testete: „Du siehst aus, als würdest du auf einem Gerät im Fitnessstudio sitzen. Passives Fitnesstraining für den aktiven phaeno Mitarbeiter?“ Dazu muss man sagen, dass man, wenn man einmal sitzt, nur auf einen Knopf drücken muss. Alles andere macht der Vakuumaufzug von allein: Ein Staubsauger erzeugt im Zylinder links einen Unterdruck und bewegt dadurch einen Kolben, wodurch man über eine Umlenkung hochgezogen wird. Spaß macht es auch ohne Muskelkraft.

Auf dem Weg in den Feierabend konnte auch unsere neue Kollegin Diana nicht widerstehen und fuhr mit dem Vakuumaufzug, der inzwischen nochmal gedreht wurde, in die Höhe.

Sehr beliebt bei Kindern werden bestimmt die Fallschirmspringer. Da sind wir uns alle einig.

  Vorsicht, Fallschirmspringer setzt zur Landung an.
Hier werden Fallschirme zusammengefaltet in ein Rohr gesteckt und in einem Luftstrom nach oben geschossen. Die Fallschirme entfalten sich dann und das kleine Plastikmännchen segelt sicher an seinem Fallschirm zu Boden und kann wieder aufgefangen werden. Ein Spaß, der kaum im Foto festzuhalten ist. Deswegen wieder ein Video.


Der Aufbau des Propellerfahrrads war bisher am kompliziertesten. Fünf Kolleginnen und Kollegen waren nötig, um die Aufhängung des Fahrrads zu verbinden.
 

Gemeinsam wurde noch jedes Exponat erfolgreich aufgebaut.
Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Das Propellerfahrrad läuft jetzt super und bereitet allen viel Spaß. Auf der fahrradähnlichen Konstruktion betreibt man durch Treten einen Propeller, der einen starken Gegenwind erzeugt. Langsam beschleunigt man so und dreht seine Runden. Kaum ein Kollege schafft es, an dem Fahrrad vorbei zu gehen, ohne sich kurz drauf zu setzen und in die Pedale zu treten.
 


Das wohl tückischste Ausstellungsstück ist meiner Meinung nach der Bernoulli Brunnen. Es ist nämlich gar nicht so leicht, die Bälle durch die Röhre zu locken.
 


Der staubsaugerähnliche Schlauch, aus dem ein Luftstrom fließt, muss in einem ganz bestimmten Winkel und in einer ganz bestimmten Höhe an die Plastikröhre gehalten werden, damit die Bälle nach oben „gesaugt“  und über den Tisch geschossen werden. Dies erfordert ein bisschen Übung, Geduld und Fingerspitzengefühl. Ich finde es auch sehr verblüffend, wie dies funktioniert, denn ich würde erwarten, dass die Bälle in der Röhre nach unten gedrückt werden. Aber der Luftstrom über der Röhre zieht die Luft in ihr mit, es entsteht ein Unterdruck und die Bälle werden in der nachströmenden Luft hochgezogen.
 

Es treffen fast täglich weitere Exponate ein. Ich freue mich drauf. Besonders warte ich noch auf die großen Mobiles und den Federbrunnen. 

Die Sonderausstellung „Luffffft – federleicht und tonnenschwer“ läuft vom 22. März 2014 bis zum 08. Februar 2015. Weitere Informationen gibt es unter www.phaeno.de/luffffftwww.phaeno.de/luffffft.

Montag, 3. März 2014

Mein Lieblingsexponat - Spielereien mit Licht und Farben

Wieder ein Gastbeitrag. Unser FSJler wurde gebeten, sein Lieblingsexponat vorzustellen:

Mein eines Lieblingsexponat im phaeno gibt es nicht, weil ich mich zwischen zwei nicht entscheiden kann. Das eine, „Recollections“, ist ein Kunstexponat von Ed Tannenbaum. Die Umrisse der aufgenommenen Gegenstände oder Personen und deren Bewegungen werden dabei auf einer Leinwand bunt gefärbt abgebildet.

Recollections von Ed Tannenbaum
Mir gefällt dabei, dass Bewegungen in vielen einzelnen Bildern dargestellt werden, die alle unterschiedliche Farben haben, wodurch man sein eigenes „Kunstwerk“ im Nachhinein nur kurz betrachten kann, bevor es wieder verschwindet und für den nächsten Versuch Platz macht. Ich finde es toll, zu beobachten, wie die verschiedenen Farben die Bewegungen hintereinander einfärben, wodurch es so wirkt, als ob die Bewegung weiterhin stattfinden würde.

Das zweite Exponat sind die JuJu Bees. Kleine Glühlämpchen, eben die „JuJu Bees“, die in einer Plasmaschale liegen. Sobald man sie berührt, fangen sie an orange zu leuchten, sonst sehen sie denkbar unspektakulär aus. 

Juju Bees von Cork Marcheschi
Aber cooler als diese Lämpchen finde ich die Leuchtstoffröhre daneben. Auch diese Lampe muss man berühren, damit sie leuchtet. Sie braucht dabei keinen Kontakt zur Schale. Es reicht schon, wenn man sie dicht daneben hält, damit sie leuchtet. 


Dann kann man bei der Leuchtstoffröhre das Licht „steuern“. Indem man an verschiedenen Stellen an der Lampe anfasst, hört das Licht am Ende auf, sodass nicht immer die gesamte Lampe leuchtet.

Dieses Exponat ist allerdings nur mit einem phaeno Mitarbeiter zugänglich. Sprechen Sie sie einfach an, wenn Sie es auch mal ausprobieren möchten. Es lohnt sich!

 

Danke Mathis!