Montag, 28. Juli 2014

phaeno im Zoo Hannover

Abenteuerland Zoo: Wie findet man die Eisbären, wie viel Abenteuer gibt es wo? Ein Teamausflug führte uns in den Zoo Hannover. Wir schauen gern mal, was die anderen so machen und  tauschen uns regelmäßig mit Kollegen aus anderen Einrichtungen aus. Die Zookollegen werden uns auch bald mal besuchen.
 

Meine Kolleginnen und Kollege kannten den Zoo schon, ich war jedoch noch nie dort. Generell war ich schon lange nicht mehr im Zoo. Umso gespannter war ich, wie ein „moderner“ Zoo heute so aussieht.
 

Zum Ankommen und Kennenlernen sollten wir erst mal ein bisschen den Zoo erkunden. Und so ging es zuerst zur Bootsfahrt auf dem „Sambesi“.
 

An dem Schild konnten wir zum Glück vorbei gehen. Wir waren sehr früh da und warteten nur ein paar Minütchen. Ansonsten ist das Anstehen aber geschickt gemacht. Man kann Tiere beobachten und Popcorn kaufen.

Entschleunigung geglückt. Super Fahrt mit Blick ohne Zäune auf die Tiere.

Vom Boot aus ist es eine ganz andere Perspektive.

Auge in Auge mit den Tieren.

Das obligatorische Beweisfoto, dass wir da waren, darf natürlich nicht fehlen.

Leider haben wir keine Info gesehen, wann das Foto gemacht wird. Plötzlich blitzte es. Und so ist die Hälfte von uns nicht drauf, die andere guckt schräg. Schade.

Die Bootsfahrt war ein voller Erfolg. Sie ist sehr entspannend und ruhig und ein wunderschöner Einstieg in jeden Zoobesuch.

Weiter ging es dann zu Fuß.
 

Thematisiert bis zu den Toiletten, das macht’s sympatisch. Hier Ölfässer als Waschbecken am Sambesi.

Und so war es auch in allen Shops. Durchgestylt über die Lampe und die Schilder bis zu den Mitarbeitern.
Die Weltreise geht weiter nach Amerika zur Yukon Bay. Die verschiedenen Bereiche machen es sehr spannend, den Zoo zu erkunden. Nur ein paar Ecken weiter taucht man immer wieder in eine ganz andere Welt ein.
 

Titus und Nadine waren da!

Sie gehören auch zu den Stars unserer neuen Sonderausstellung „Architektierisch“. Die Präriehunde zeigen im Zoo Hannover live ihr Können. Ich hatte sie mir irgendwie größer vorgestellt, aber so waren sie nur umso niedlicher. Und buddeln dürfen die hier was das Zeug hält. Sogar unter der Straße hindurch.

phaeno im Zoo: Optische Täuschung bei den Eisbären durch Verzerrung dank Glas und Wasser.
Das Restaurant „Market Hall“ in der Yukon Bay nutzten wir für unsere Besprechung mit den Zoo-Kolleginnen und Kollegen. Dies war eine echte Herausforderung. - es duftete nach leckerem Essen, mmmh.
 

Danach ging es auf nach Indien, wo wir uns den Prunksaal, der für Veranstaltungen mietbar ist, anschauten. Fast schon ein bisschen kitschig, aber mir gefällt’s.
 

Im Prunksaal ist man dann in Indien angekommen. Ein Raum für Veranstaltungen mit vielen Personen, und das Beste: Der Tiger guckt zu!

Wohl die Lieblingstiere der meisten Zoobesucher, zumindest die Kleinen. Süß – die Elefantenbabys!

Und schon wieder eine ganz andere Welt: Bauernhofleben in Deutschland.
 

Mit Blick auf Kühe, Schafe und Esel ging es in die Mittagspause. Das Essen auf Meyer’s Hof war lecker, man sitzt sehr gemütlich. Passend zur Jahreszeit gab es eine leichte Sommersonderkarte. Das Restaurant kann man auch noch nach Zooschließung besuchen. Das muss ich mir mal merken.

Hier einer der Großen. Aber es gibt auch viele „wegebegleitende“ kleine Spielplätze. Das sind Spielmöglichkeiten, die im ganzen Zoo verstreut sind, damit die Kinder sich nicht langweilen, wenn die Großen mal länger schauen. Gute Erfindung!

Kleine Stärkung vor der Heimfahrt: Abschließende Besprechung bei sehr leckerem hausgemachten Eis.

Das Abschiedskommando steht schon bereit. Bis zum nächsten Mal.

Fazit: Zoo ist vielmehr als Tiere. Viel Gastronomie, Shops und Events wie den Winterzoo bescheren den Besuchern einen schönen Tag.
 

Wir freuen uns jetzt auf den Gegenbesuch der Zookollegen im phaeno.

Montag, 21. Juli 2014

Wie kommt man auf die Idee, eine Ausstellung über tierische Architekten zu machen?

Ich habe sie sofort erkannt. In dem Video über Architektierisch, das wir uns zur Information angeschaut hatten, spielte sie die Hauptrolle. Die Ausstellungsleiterin des Grazer Kindermuseums FRida & freD Bettina Deutsch-Dabernig besuchte vor kurzem das phaeno. Da ihre Ausstellung bald zu uns kommt, habe ich sie gleich zu „Architektierisch“ interviewt:
 

Wie würden Sie Architektierisch in wenigen Worten beschreiben?
 

Es ist eine Ausstellung über Architektur und Baukultur. Sie soll Kindern vermitteln, wie Tiere und auch Menschen bauen und zeigt Analogien zwischen den Bauweisen. Dabei geht es nicht darum, was wir voneinander abschauen.
 

Für mich ist diese Ausstellung die witzigste bzw. verblüffendste, die ich je betreut habe. Während der  Vorbereitungen dachte ich immer wieder, „wirklich, das machen die Tiere so? Das ist wirklich skurril, was sie da tun.“
 

Skurriler Baumeister: der Präriehund, hier im Zoo Hannover.
Die Ausstellung war in unserem Museum ein Jahr lang zu sehen. Und wir freuen uns sehr, dass sie jetzt auf Wanderschaft geht. Die erste Station wird das phaeno sein, anschließend geht sie zur DASA nach Dortmund.
 

Wie ist die Idee zu Architektierisch entstanden?
 

Die Idee zu einer Ausstellung über Architektur und Baukultur wurde anlässlich des 10jährigen Geburtstags des Kindermuseums in 2013 geboren. So wie das phaeno befindet sich auch unser Museum in einem für seine besondere Architektur ausgezeichneten Gebäude, das von den Architekten Fasch & Fuchs speziell für uns im Grazer Augarten gebaut wurde.
 

So wie das phaeno befindet sich auch das Grazer Kindermuseum FRida & freD  in einem für seine besondere Architektur ausgezeichneten Gebäude. Foto: FRida & freD / Hannes Loske
Diese Architektur sollte zum Geburtstag in einer Ausstellung besonders gewürdigt werden. Während der ersten Recherchen ergab sich dann, dass auch Baukultur inhaltlich in einer Architekturausstellung berücksichtigt sein muss. Dadurch ergab sich eine Fülle an Themen. Denn vom Wäscheständer, über den ein Kind eine Decke stülpt, um sich ein Zelt zu bauen, bis zur anspruchsvollsten Physik fällt alles in diesen Bereich.
 

Wir entschieden uns, dass Tiere stellvertretend für einzelne Aspekte von Architektur und Baukultur Pate stehen sollten. Tiere sprechen Kinder besonders an. Welches Kind hat kein Kuscheltier? So entstand nach und nach die Ausstellung.
 

Welches Kind hat kein Kuscheltier?
Welches ist Ihr Lieblingstier in der Ausstellung?
 

Sicher haben alle Tiere etwas für sich, denn sie bauen alle so unterschiedlich: mit Holz, im Wasser, … Besonders beeindruckend fand ich jedoch die Tatsache, dass der Faden einer Spinne 4mal belastbarer ist als Stahl es in derselben Stärke wäre. Das ist kaum zu glauben.
 

Ein Spinnennetz – ein bemerkenswertes Bauwerk.
Die kleinen Kinder erfreuen sich in der Ausstellung besonders daran, selbst ein Spinnennetz aus Wolle herzustellen. Die Größeren lieben die Herausforderung, eine Brücke aus Materialien, die man zu Hause finden kann (z. B. Strohhalme, Papier, Klebeband, …), zu bauen.
 

Wie gefällt Ihnen phaeno?
 

Ich war schon mal vor fünf Jahren hier, und als ich vorhin einen kleinen Rundgang machte, habe ich mich an viele Sachen von damals erinnert. Ich war wieder beeindruckt von der Größe der Ausstellungsfläche.
 

Heute interessierte ich mich besonders für die Sonderausstellung „Luffffft – federleicht und tonnenschwer“. Hier habe ich zwei Lieblingsexponate: Die Flatternde Seide von Ned Kahn, weil es mich ästhetisch sehr anspricht, und die Luftzustellung. Diese ist so witzig und einfach gemacht, aber mit großem Effekt. Es war schön zu sehen, wie ein kleiner Junge ganz vertieft ein Tuch und einen Ball nach dem anderen hinein steckte und sie lossausten. Ich musste lange warten, bis ich dann auch mal durfte. Es ist so schön, wie die Tücher am Ausgang langsam zu Boden schweben.
 

Die Ausstellungsleiterin des Grazer Kindermuseums FRida & freD  Bettina Deutsch-Dabernig an ihrem Lieblingsexponat in „Luffffft – federleicht und tonnenschwer“.
Die Ausstellung „Architektierisch“ ist vom 26. Juli bis zum 12. Oktober 2014 im phaeno zu sehen.
Wir bedanken uns bei der Ausstellungsleiterin Bettina Deutsch-Dabernig für das nette Interview.

Montag, 14. Juli 2014

Bauen wie die Tiere – das Spinnennetz für zu Hause

„Kannst du ein Spinnennetz bauen?“ Über diese Fragen meiner Kollegin Andrea wundere ich mich nicht mehr. Raketen basteln, statische Aufladung an Luftballons testen, … , viel haben wir schon ausprobiert, damit sie Texte für die regionale Zeitung und den Blog schreiben kann.
 

Und passend zur kommenden Sonderausstellung „Architektierisch“ sollte es nun also ein Spinnennetz werden. – Herausforderung angenommen!
 

Und so habe ich das Spinnennetz gebastelt.
 

Das benötigte Material.
Das braucht man:
  • Ein Stück nicht zu hartes Holz.
  • Runde Gefäße in verschiedenen Größen, ein rundes Geldstück.
  • Eine Feile und Schmirgelpapier.
  • Hammer, Schere und Bleistift.
  • Bunte Wolle oder Garn.
  • Ganz viele Nägel.

Ich entschied mich für ein sehr kleines Spinnennetz. Entsprechend klein mussten Nägel und Hammer sein und ich benutzte Stopfgarn. Wenn man ein größeres Spinnennetz machen möchte, benötigt man entsprechend ein größeres Stück Holz, größere Nägel und dickere Wolle.
 

Als erstes schleifte ich die Kanten des Brettes ein bisschen ab. (Leider konnte ich hiervon kein Foto machen, da ich alleine war.) Wer will, kann das Brett dann auch noch anmalen.
 

Dann zeichnete ich mit den Gefäßen Kreise auf das Brett.
 

Mein größter Kreis war die Tasse…
… dann kamen die verschiedenen Gläser und zum Schluss die Münze.
Anschließend zeichnete ich Querlinien ein. In die Schnittpunkte kommen dann die Nägel. Hier hätte man auch ein Lineal nutzen können, ich hatte aber keines. Ein Kreuzchen kommt in die Mitte.
 

Eine Art Zielscheibe dient als Vorlage für die Nägel.
Wer möchte, kann die Nägel auch frei setzen, ohne etwas einzuzeichnen. Dann wird’s etwas ungleichmäßiger, was aber auch sehr charmant sein kann. Ich hab’s halt lieber ordentlich.
 

Und dann kamen die Nägel.
 

Auf jedes Kreuzchen ein Nagel.
Man sollte dabei darauf achten, zuerst die inneren Nägel zu setzen, damit man auch an alle Kreuze ran kommt. Insbesondere, wenn man ein so kleiner Netz bastelt, wie ich. Dieser Teil dauert übrigens am längsten. Und mit den Mininägeln bin ich fast verzweifelt. Habe mir aber nur zweimal auf den Damen gehauen.
 

Ich habe mich dann noch entschieden, einen Kreis weniger Nägel zu setzen. Ich hatte nicht genügend Nägel. Sie reichten ganz genau für vier Runden.
 

Endlich fertig.
Und dann ging es los mit den Fäden. Zuerst machte ich einen Stern. Die Anfänge der Fäden knotete ich einfach ein einen der Nägel, das kurze Ende habe ich dann abgeschnitten.
 

Faden  anknoten, Ende kürzen und los geht’s.
Immer im Zickzack um die Nägel, so entsteht ein Stern.
Das Ende habe ich dann in einer Schlaufe dreimal um den Anfangsnagel gelegt. Hoffe, es ist auf dem Bild zu erkennen.
 

Den Faden in einer Schlaufe um den Nagel legen…
… und festziehen.
Und dann die Nägel im Kreis verbinden. Dabei den Faden jeweils einmal um die Nägel herum legen. Ich hoffe, man kann es auf den Bildern erkennen.
 

Dann die Fäden im Kreis um die Nägel legen.
Jeden Kreis in einer anderen Farbe.
Und dann ist es schon fertig.
 

Fertig!
Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine kleine Plastikspinne. Aber ob ich so eine kleine irgendwo bekomme. Mal schauen.
 

Insgesamt habe ich übrigens eineinhalb Stunden benötigt.
 

Viel Spaß beim Nachbauen!
 

Was wir von tierischen Architekten sonst noch so lernen können? In der Sonderausstellung „Architektierisch“ werden vom 26. Juli bis 12. Oktober 2014 zehn dieser Bauexperten vorgestellt. Und ganz nebenbei lernt man noch, wie sie ihre Behausungen bauen. www.phaeno.de/architektierisch  

Montag, 7. Juli 2014

Mit Kreativität zu luftigen Experimenten

Neue Experimente zum Thema Luft gesucht! Aber was machen die denn da?
 

Und nun nach unten bewegen! Gar nicht so einfach
Die Aufgabe lautete: Legt gemeinsam den Besenstiel am Boden ab, ohne dass jedoch auf dem Weg nach unten eure Finger den Besenstiel verlassen. Hat zwar nichts mit Luft zu tun, bringt aber Spaß und stärkt den Teamgeist.
 

Beim ersten Versuch ging es in die falsche Richtung, der Besenstiel wanderte nach oben. Schnell übernahm unser Kollege Christof das Kommando, so klappte es dann doch. Einfach ist es jedoch wirklich nicht. Dies kann man gerne mal mit Freunden zu Hause ausprobieren!
 

Wer kreativ bleiben will, braucht immer wieder neuen Input. Bei der Kreativrunde am letzten Dienstag zur Erarbeitung neuer Experimente für Workshops und Mitmachlabore kam dieser Input von Marco, seines Zeichens Astrophysiker und im Technorama in der Schweiz für die Entwicklung neuer Workshops zuständig. Er hatte ein paar Experimentierideen mitgebracht:
 

Marcos Ball schwebt im Luftstrom. Kann man damit einen Hindernisparcours überwinden?
Man kann!

Zwei zusammengeklebte Flaschenverschlüsse und zwei unterschiedlich stark aufgepustete Luftballons. Was passiert, wenn die Flaschenverschlüsse geöffnet werden?
Der kleine Ballon verliert fast seine gesamte Luft, der große wird noch größer. Wer’s nicht glaubt, ausprobieren!


video
Wie bewegt sich ein Tischtennisball in einem Glasrohr?
 
Was passiert mit einem Schaumkuss, wenn in der Schale ein Vakuum erzeugt wird?
Mal kurz nachdenken, die Auflösung gibt’s unten.

Am Ende gab es noch eine Aufgabe von unserer Bastel-Kreativ-Fee Corinna: Wie können wir in den Sommerferien im Mitmachlabor einen kleinen Hubschrauber mit den Familien basteln?
 

Da überschlugen wir uns mit Ideen. Hier meine:
 

Propeller am Stiel. Ob der fliegt?
Leider flog meine Kreation nicht, sie drehte sich nur.
 

Am besten flog am Ende dieses Bastelset. Im Sommer im phaeno Mitmachlabor kann dann vielleicht ein ähnlicher Hubschrauber gebastelt werden. Der natürlich fliegen wird! Außerdem wird es noch einen Luftkissengleiter, eine Rakete und einen Fallschirmspringer geben.
 

Der Hubschrauber aus dem Bastelset flog bisher am besten.
Ob und wie die getesteten Experimente im Workshop oder vielleicht auch im Mitmachlabor im phaeno oder auch im Technorama landen, steht jetzt noch nicht fest. Klar ist aber, dass sie Schülerinnen und Schülern sowie Familien garantiert genauso viel Spaß bringen werden wie uns.
 

Nachmachen zu Hause ist natürlich ausdrücklich erwünscht!
 

Und zum Schluss die Auflösung des Experiments mit dem Schaumkuss:
 

Er bläht sich auf!