Montag, 25. August 2014

Der Van de Graaff Generator – ein haarsträubendes Exponat

Unsere Praktikantin Steffi hat sich getraut und ließ ihre Haare zu Berge stehen!

Haarsträubende Exponate haben wir im phaeno ja einige – aber nur eines bei dem einem tatsächlich alle Haare zu Berge stehen. Die Rede ist von unserem „Van de Graaff Generator“, der auch „Bandgenerator“ genannt wird. Ein Exponat bei dem sich alles um elektrische Ladungen und Energie dreht. Hört sich erst mal nicht so spannend an, oder? Aber wenn man in die Nähe des Generators kommt, sieht man schon eine lange Warteschlange und hört lautes Gekicher. "Sehr vielversprechend", finde ich und reihe mich in die Warteschlange ein.
 

Ich muss zugeben, ganz geheuer ist mir das Ding noch nicht!
Dann ist es soweit. Ich stelle mich auf die gekennzeichnete Stelle und berühre die silberne Kugel mit der flachen Hand. Ein kurzes Kribbeln durchfährt mich. Dann tritt der phaenomen auf einen kleinen Schalter auf dem Boden und die Kugel beginnt sich elektrisch aufzuladen. Meine Haare beginnen langsam in alle Richtungen abzustehen und um den Effekt noch zu verstärken schüttle ich mein Haar ein wenig. 
 
Und so sieht das Ganze bei mir aus.
Im Vergleich zu anderen stehen meine Haare aber wenig zu Berge! Wahrscheinlich sind sie durch ihre Länge einfach zu schwer. Also, ab zum Friseur!?


Und so funktioniert’s: Durch Reibung und mit Hilfe einer Spannungsquelle werden elektrische Ladungen auf ein drehendes Gummiband gebracht. Von dem Gummiband werden die Ladungen auf der silbernen Hohlkugel abgestreift, sodass sie sich bis zu einer sehr hohen Spannung elektrisch auflädt. Die Ladung verteilt sich auf der Kugel und auch auf der Versuchsperson. Weil gleichnamige Ladungen sich abstoßen, stehen einem dann die Haare zu Berge.
 

Probiert’s doch auch mal aus! Vielleicht funktioniert es bei euch ja noch besser als bei mir. Kleiner Tipp: frisch gewaschene Haare funktionieren am besten und eine Bürste zum Durchkämmen mitnehmen.
 

Danke liebe Steffi!

Montag, 18. August 2014

Architektierisch viel zu tun! - Ein Blick auf die Sonderausstellung „Architektierisch“ aus der Sicht von zwei phaenomen

Bauen, bauen, bauen – und hinterher aufräumen! Die beiden phaeno Mitarbeiter Swen und Kevin beschäftigen sich viel mit der Sonderausstellung „Architektierisch“. Sie haben mal ein paar Erfahrungen und Eindrücke aus ihrer Sicht zusammengefasst.

In einer Sonderausstellung in der man mit Wollknäueln metergroße Spinnennetze weben kann, kleine Baumhäuser in Astgabeln konstruiert, Brücken aus Papier, Strohhalmen, Gummibändern, Fäden und Holzstäbchen aufbaut, kleine Boote aus Untersetzern, Korken, Holzplättchen und Ästen herstellt, „schwimmende“ Häuser kreiert, Holz mit Feilen auf seine Härte testet, ein Iglu aus riesigen Teilen zusammensetzt, eine Kuppel aus Metallstreben zusammenschraubt und riesige Türme aus Holz- und Schaumstoffklötzen bauen kann, muss man natürlich als phaenoman noch viel mehr aufräumen als sonst! (Und das ist nur ein Teil von dem, was Besucher in dieser Ausstellung bauen und erleben!)
 
Wolle, Wolle, überall Wolle. Da hat Swen sich schnell mal den Besen geschnappt.
Seit guten zwei Wochen haben wir unsere neue Sonderausstellung „Architektierisch“, die wir vom Grazer Kindermuseum FRida&freD geliehen haben, im phaeno. Die Ausstellung selbst bietet viele kleine Informationsstationen sowie reichlich Möglichkeiten selber zu basteln und auszuprobieren.

All diese Dinge und noch einiges mehr müssen natürlich in Schuss gehalten werden, und das ist eine Mammutaufgabe. Deswegen sind wir als Mitarbeiter immer zu zweit in diesem Bereich, füllen Materialien auf, räumen Sachen weg, spielen mit den Gästen oder unterstützen die kleinen Besucher bei ihren Entdeckungen ins Tierreich.

 
Nachdem die Besucher die Kuppel zusammengebaut haben, darf Swen sie wieder auseinanderschrauben. Für die nächsten Baumeister.
Kevin versinkt im Nachfüllmaterial für den Basteltisch.
Wir haben uns an einem Nachmittag mal an Familie Wiese gehangen und unsere beiden kleinen Gäste Corvin und Loris, sowie ihre Mutter Constanze durch die Ausstellung begleitet.
 

Hier haben wir für euch eine kleine Auswahl an Fotos zusammengestellt um euch einen Einblick in die Sonderausstellung „Architektierisch“ zu ermöglichen. Besucht uns doch auch mal! Die Ausstellung läuft übrigens noch bis zum 12. Oktober 2014.

Liebe Grüße, diesmal nicht aus dem Außeneinsatz, sondern aus dem phaeno selbst,
von Swen und Kevin.



 
Corvin und Loris erkundeten mit Swen und Kevin die Ausstellung. An den Hörstationen erfuhren sie die Aufgaben.
Was hier wohl entstehen soll? Swen hilft.
Klar, ein Iglu!
Corvins Bauziel: „Drei Türme, größer als ich.“ Das haben wir an diesem Tag leider zeitlich nicht mehr geschafft.
In der Zwischenzeit baute Loris an seiner Brücke.
Mit der Feile rückte Corvin dann dem Holz zu Leibe, inspiriert von Bibern.
Ob sich im rechten Netz die Spinne wirklich wohlfühlen würde? Dann wohl doch eher links.
Am Basteltisch entstehen Pfahlbauten und Boote.
Ob alle Pfahlbauten so stabil sind?
Kevin probiert sich auch mal an einer Brücke. Sieht doch schon ganz gut aus.
So sehen übrigens die coolen Baumhäuser nach Vorbild der Orang-Utans aus.
Corvin fand’s spitze!
Und Loris auch.
Lieben Dank an Corvin und Loris, und auch an Swen und Kevin.

Montag, 11. August 2014

Seinen Augen kann man nicht immer trauen!

Unsere Praktikantin Steffi stellt heute ihr Lieblingsexponat vor. Verblüffend.
 

Hallo, ich bin Stefanie Eckert (20) und Praktikantin im Eventbereich im phaeno. Ich bin Studentin im Studiengang Tourism & Eventmanagement in Stuttgart und unterstütze die Kollegen im phaeno in diesem Sommer.

Daumen hoch für mein Lieblingsexponat!
Bei meinem Lieblingsexponat „täuschend echt“ kann man wortwörtlich „seinen eigenen Augen nicht trauen“! Man sieht nämlich etwas, das in Wirklichkeit gar nicht da ist!?
 

In der Mitte eines großen Würfels befindet sich eine kleine Spiralfeder, die scheinbar zum Greifen nah ist.
 

Zurzeit ist für ein Gewinnspiel in der Feder ein kleiner Biber versteckt.
Als ich jedoch meine Hand danach ausstreckte, griff ich einfach ins Leere. Ich konnte es kaum glauben und war erst mal ziemlich sprachlos. Die Feder sieht so echt aus und ich war mir zu 100% sicher, dass ich sie berühren könnte. Tja da hab ich mich ganz schön getäuscht!
 

Der Griff ins Leere.
Es handelt sich bei der Spiralfeder nämlich nur um eine dreidimensionale Spiegelung, die durch einen sogenannten Hohlspiegel erzeugt wird. Die echte Feder befindet sich direkt unter der Spiegelung. Nicht zu glauben oder? Konnte ich auch nicht und deswegen griff ich in die kleine Öffnung, in der sich die gespiegelte Feder befindet, um der Sache auf den Grund zu gehen. Und tatsächlich ich konnte die echte Feder sogar mit meinen Fingern ertasten. Ganz schön verrückt!
 

Doch das war noch nicht alles ... es kommt noch besser! Zu dem Exponat gehört nämlich auch noch eine kleine Taschenlampe, mit der man die gespiegelte Spiralfeder anleuchten soll. Als ich dieser Anweisung folgte, entstand ein Schatten an der Rückseite der Öffnung. Erst mal war mir gar nicht bewusst, was das heißt. Doch dann überlegte ich mir: „Wie kann etwas einen Schatten werfen, das in Wirklichkeit gar nicht da ist?“ Ausprobieren und Nachdenken! Ein kleiner Tipp: Das Licht der Taschenlampe wird auch gespiegelt.
 

Für mich war das auf den ersten Blick trotzdem einfach unerklärlich, unvorstellbar und unheimlich faszinierend! Und genau deshalb, weil für mich dieses Exponat so unerklärlich ist, mag ich es so besonders gerne. Man muss es einfach mit eigenen Augen gesehen haben!
 

Übrigens hat mich der nette phænomen Timo auf die Spur des Geheimnisses gebracht! Vielen Dank!

Vielen Dank auch an Steffi für den spannenden Text.

Montag, 4. August 2014

Erstes Erlebniswochenende „Fliegen und Luft“ – Vom schwebenden Pinguin und einem nassen Raketenstart

Ein bionischer Air-Pinguin schwebt mäjestisch durch die Luft. „Oh, wie schön“ raunen einige Besucher und dem kann ich mich nur anschließen. Ich sitze in der Festo-Show im Wissenschaftstheater. Mein perfekter Start in das Erlebniswochenende „Fliegen und Luft“. Hier kann ich mich erstmal entspannen und auf die Wesen einlassen, die eine Mischung aus Technik und Naturschönheiten sind.

Air-Pinguin fliegt im Wissenschaftstheater über die Köpfe hinweg.
Etwas hektischer tänzelt die bionische Libelle in der Show durch die Luft und sie wirkt auch viel technischer. Ich bin froh, dass ich etwas weiter am Rand sitze, denn der ein oder andere Besucher muss den Kopf einziehen. Ein Film zeigt die Entwicklung des sogenannten BionicOpters, dieser bionischen Libelle. Ich fand es sehr amüsant, dass die Entwicklung der Libelle im Labor mit Netz und Heliumballon begann. Alles fängt eben mal klein an.  

Gleich startet die bionische Libelle.
Nach der Show steige ich in die Mitmachaktionen in der Ausstellung ein. Ich gucke mir nun die Libellenflügel mal genauer unter dem Mikroskop an. Es ist schon faszinierend wie feingliedrig und unterschiedlich die verschiedenen Flügelformen sein können.

Eine Libelle mit ihren fligranen Flügeln unterm Mikroskop.
Gleich am Nachbartisch können Samen mikroskopiert werden und ich versuche auch gleich meine eigenen Modelle zu basteln. Ich muss schon sagen, sie sind mir ganz gut gelungen und fliegen tun sie auch und das, obwohl ich zwar gerne bastele, aber selten die Geduld dazu aufbringe.

Selbst gebaut! Ahorn- und Löwenzahnsamen als Vorbilder.
Zwischenzeitlich hat der Aero-Club Wolfsburg e.V. aufgebaut und fliegt verschiedene Modellflugobjekte im Krater. Ich bewundere die verschiedenen Modelle, überlasse die technischen Diskussionen aber den Liebhabern.  

… aber was ist das? Eine kleine Ausgabe des Pinguins scheint durch die Ausstellung zu schweben. Ich werde eines besseren belehrt, es ist ein Luftschiff der studentischen Gruppe Windreiter. Auch hier bin ich wieder fasziniert, wie wendig und elegant das silbrig schimmernde Luftschiff durch die Ausstellung gleitet.
Ein großes Luftschiff fährt inmitten der Ausstellung durch die Lüfte.
Draußen erscheint es windstill und ich begleite die beiden Studierenden mit ihrem Luftschiff auf den Vorplatz, allerdings merkt man dort, dass selbst ein kleines Lüftchen enorme Auswirkungen auf das mit heliumgefüllte Luftschiff hat. Schön ist es trotzdem, oder?

Da ich ja nun schon draußen bin, besuche ich noch meine Kollegin Corinna, die gerade den Stand für das Mitmachlabor „Wasserrakete“ aufgebaut hat. Ich setze mich zu den Jungs und Mädchen und höre mir die Bauanleitung an und versuche mein Glück. Am Ende bin ich ganz zufrieden mit meiner Rakete und auch der Start klappt einwandfrei.

Anschließend habe ich die Rakete mit nach Hause genommen und habe den Versuch mit meinen beiden Töchtern nochmals gemacht. Die sind ganz begeistert durch den Garten gesprungen.

Meine Wasserrakete, die auch meine Kinder toll finden.
Tipp: Am zweiten Erlebniswochenende am 30./31. August werden, wenn das Wetter schön ist,  wieder Raketen gebaut. Und es gibt auch wieder ein umfangreiches Programm!