Montag, 29. September 2014

Ich bin „unendlich“.

Wir haben seit Anfang September eine neue FSJlerin, die Katharina. Als erfahrene Bloggerin hat sie sich sofort an einen Text über ihr Lieblingsexponat gemacht:

Im phaeno kann man unendlich viel entdecken, zum Beispiel den sogenannten Unendlichkeitswürfel. Am Anfang sieht man erstmal nur einen komischen blauen Klotz bei dem die Ecken fehlen. Aber wenn man näher rangeht und durch diese Ecken mal reinguckt, sieht man, dass die sechs Innenwände aus Spiegeln bestehen!

Durch die Perspektive von schräg oben sieht man nicht viel Spektakuläres, aber ich werde natürlich sofort neugierig, wie es aussieht, wenn man innen drin ist, also klettere ich auch gleich durch eine der unteren Öffnungen rein. Drinnen fehlen mir erstmal die Worte – wow, 1000 Katharinas aus vielen verschiedenen Perspektiven rund um mich herum, alle bewegen sich genau gleichzeitig. So führt schon eine kleine Bewegung meiner Hand zu Bewegungen überall.  Interessant, so sehe ich also von rechts, links und sogar von hinten aus!
 

Nach einer Weile in dem Unendlichkeitswürfel verliere ich mein Zeitgefühl, während sich interessante neue Formen bilden - aus meinem Körper, den Ecken und den ganzen Spiegelbildern, die sich in der grünlichen Unendlichkeit verlieren. Ich entspanne mich und blende die Geräusche von außerhalb komplett aus, bis ich Schritte höre und in den Spiegeln ein Paar Füße kommen sehe – nur von wo? Die Füße spiegeln sich überall und ich bin verwirrt, ob sie nun von rechts, links oder vielleicht sogar von hinten kommen. Das reicht, denke ich mir, und krabble aus dem Würfel wieder hinaus. Die Schritte kamen von rechts, aber ich bin abgelenkt von der Helligkeit, den Geräuschen und den Farben rund um mich, die plötzlich wieder auf mich einstürzen.


Ein letztes Experiment fällt mir noch ein – was passiert wohl, wenn ich die Kamera in den Würfel stelle und sie mit Selbstauslöser ein Foto schießen lasse? 


Lieben Dank!

Montag, 22. September 2014

Wir schlagen eine Brücke… Oder gleich mehrere.

Flammendrot stehen die Würfel des Riesenbrückenbogens im Eingangsbereich des phaeno. Sie locken viele Besucher, ihren Tag bei uns mit dem Bau dieser „Brücke“ zu beginnen. In Teamarbeit stapeln sie die Würfel einen nach dem anderen aufeinander, sozusagen nach dem Prinzip „Bauen nach Zahlen“.


Der Riesenbrückenbogen ist auch sehr beliebt als Fotostation fürs Gruppenfoto. Foto: Matthias Leitzke
Der Riesenbrückenbogen ist jedoch nur einer von drei Brückenexponaten, die wir im phaeno haben: der mittelgroße „Brückenbau“, der kleine „Kettenbogen“ und besagter „Riesenbrückenbogen“. Alle drei sind bei mir, den Kollegen und auch den Besuchern sehr beliebt, der große rote ist aber verständlicherweise am beliebtesten.


Brückenbau: Kindergartenkinder vertrauen ihrer Brücke. Foto: Matthias Leitzke
Tüftler mögen eher den kleinen Kettenbogen, an dem man auch die Form der Brücke mit der von zwei Ketten vergleichen kann.
Die beiden großen Brücken kann man nur in Teamarbeit bauen. Ich genieße es immer wieder, wenn ich durch die Ausstellung gehe und ein Grüppchen sehe, das sich an dem „Riesenbrückenbogen“ versucht. Wenn sie zu wenige sind, oder die Kinder noch nicht groß genug, um die Seiten des Bogens zu halten, so helfe ich nur zu gerne mit. Wie sehr die Kinderaugen immer leuchten, wenn sie es dann geschafft haben und der Bogen von alleine hält.


Der Bau des „Riesenbrückenbogens“ erfordert Teamarbeit von mindestens drei größeren Besuchern. Foto: Lars Landmann
Was sollen unsere Brückenbögen den Besuchern zeigen? Sie zeigen, wie Bögen ohne jegliche feste Verbindung halten können, wenn die Einzelteile die richtige Form haben. Sie zeigen auch, wie diese optimale Form aussieht. Und wir verstehen dann (hoffentlich), wieso Fensterbögen und Brückenpfeiler so gebaut wurden.

Und so hört sich das Ganze dann mal etwas wissenschaftlicher an:

„Die Bögen sind selbsttragend. In der Bauphase ist alles noch sehr instabil. Mit dem Schlussstein werden die Kräfte gleichmäßig verteilt: Die Steine drücken gegeneinander und stabilisieren sich so gut, dass der Bogen sogar alleine stehen kann. Diese ideale Bogenform nennt man Cosinushyperbolicus oder Kettenlinie.“ Aha.

Dieses Prinzip wird und wurde auch so bzw. so ähnlich in der Architektur genutzt. Wer kennt sie nicht? Die Steinbrücken und die barocken Fenster alter Gebäude sind wohl die typischsten Beispiele hierfür. Wobei diese Bogenkonstruktionen fast immer halbkreisförmig sind. Sie könnten nicht von alleine stehen und müssen zusätzlich durch ihr Mauerwerk stabilisiert werden.


Die Alte Brücke in Heidelberg.
Die Kaiserpfalz in Goslar.
Unsere drei Brückenexponate im phaeno sind wirklich ein Spaß für die ganze Familie. Und doch so vergänglich.

Denn dann gehen sie wieder dahin:


Der größte Spaß ist das Umschmeißen? Für mich definitiv, ja.
Schnell wieder in die Einzelteile zerlegt.
Und plumps. Bis zum nächsten Mal…

Montag, 15. September 2014

phaeno für Blinde und Sehbehinderte

Unsere Kollegin Sigrid Blankenburg begleitete vor einiger Zeit eine Gruppe Blinder und Sehbehinderter durch das phaeno. Von ihren besonderen Erfahrungen hat sie uns für den Blog berichtet.
 
phaeno bietet eindrucksvolle Erlebnisse für viele Sinne. Das gilt auch für Besucher, denen ein wichtiger Sinn nicht zur Verfügung steht: für Sehbehinderte!

Anfang 2011 sprach ich mit einer blinden Nachbarin – Frau Barnstorf – über meine Arbeit im phaeno. Sie ist Leiterin der Kreisgruppe Wolfenbüttel im Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V., und in diesem Gespräch entstand die Idee, mit einer Gruppe ihres Vereins einmal das phaeno zu besuchen.

Daraufhin hat sich Frau Barnstorf – zusammen mit ihrem ebenfalls sehbehinderten Ehemann – gemeinsam mit mir im Rahmen eines privaten Besuchs vorab schon einmal probehalber auf dieses Abenteuer eingelassen. Dabei war ich erstaunt, wie gut das klappte und wie beeindruckend geschickt sich meine sehbehinderten Begleiter auf dem Weg zum phaeno – mit öffentlichen Verkehrsmitteln – und auch vor Ort orientieren konnten. Gut 50 Experimente wurden ausfindig gemacht, die auch nichtsehenden Menschen interessante Erfahrungen vermitteln können. Dabei ging es vor allem um die Themen Körpergleichgewicht, Tasten, Hören und Temperaturempfinden.

Nach diesem erfolgreichen Test stand fest, dass bald schon ein Termin für den Besuch des Blinden-Vereins vereinbart werden sollte.

Auf so eine besondere Gruppenführung mussten wir uns auch seitens des phaeno gut vorbereiten. Gilt es doch, sich einfühlsam in die durchaus spannende Welt von Menschen einzulassen, die die Umgebung mit einem anderen Sinnesspektrum wahrnehmen als die meisten von uns.

Ich begrüßte die Gruppe, die aus 25 Blinden und Sehbehinderten sowie 25 sehenden Begleitern bestand, bei Kaffee und Kuchen im phaeno Bistro. Schon eine einleitende kurze Schilderung des besonderen Gebäudes konnte die Teilnehmer der Gruppe, die ja über eine ausgesprochen gut entwickelte Vorstellungskraft verfügen, durchaus beeindrucken. Und das anschließende Ertasten der schrägen Cone-Wände mit dem fühlbaren Muster der ursprünglichen Holzverschalung, mit Spuren der Maserung und der Nagelabdrücke, war ein sinnliches Erleben.
 
Das Ertasten der schrägen Cone-Wände mit dem fühlbaren Muster der ursprünglichen Holzverschalung, mit Spuren der Maserung und der Nagelabdrücke, war ein sinnliches Erleben.
Die Gruppe wurde aufgeteilt auf insgesamt 4 Kollegen, und wir erkundeten nun in kleinen Gruppen einige vorbereitete Exponate. 

Wie bei anderen Besuchergruppen auch gab es an vielen Stationen überraschte, erstaunte und auch lustige Momente:


Bei „Heiß und Kalt“, weiß man im ersten Moment nicht, welche Temperatur zu erfühlen ist – kühl oder warm? – und man zieht zunächst reflexartig die Hand zurück.
Bei „Weniger ist mehr“ staunt man über die Täuschung bezüglich des „verschwundenen“ Gewichtes.
An der „Echoröhre“ kann man mit einem guten Gehör Erkenntnisse zur Laufzeit von Schall gewinnen.
Und auch das „Luftdruckwunder“ verblüfft zuverlässig alle Besucher.
Die Zeit verging im Nu, denn wir gingen den Experimenten besonders intensiv auf den Grund. Jeder einzelne musste das jeweilige Experiment ausprobieren, da man es ja nicht einfach durch Zusehen miterleben konnte. Zum Schluss besuchte ein Teil der Teilnehmer noch ein Exponat, das für die Blinden-Gruppe ein „Heimspiel“ darstellte: Den Dunkelraum, in dem man sich in kompletter Dunkelheit seinen Weg ertastet. Unsere Gäste an diesem Tag meisterten ihn natürlich viel souveräner als die normalsehenden Besucher. Nach einem bemerkenswert raschen Durchgang durch diesen haben sich einige von ihnen amüsiert, dass das eine besondere Herausforderung für die sehenden Besucher sein soll.

Bei der Verabschiedung nach etwa einer Stunde verteilten wir noch eine Liste weiterer Exponate, die wir vorher ausgesucht hatten. So konnten alle selbstständig – mit den jeweiligen sehenden Begleitpersonen -  noch weiter das phaeno erkunden.

Besonders erfreulich war dann nach diesem speziellen Besuch auch die Rückmeldung von Frau Barnstorf:
 

 „ … im Namen unserer großen Gruppe möchte ich mich für die gelungene Führung im phaeno bedanken. Wir waren alle begeistert. Besonders möchte ich mich aber bei Frau Blankenburg bedanken. Sie hat uns das Gebäude anschaulich geschildert und die Liste der für unseren Personenkreis geeigneten Exponate mit großer Begeisterung ausgesucht.“

Und auch in einem Artikel in einer Blindenzeitung wurde der Besuch der Gruppe sehr nett beschrieben: http://www.blindenverband.org/wir-aktuell/bvn-magazin/archiv-2011/artikelansicht?entry=516

Aus dieser Erfahrung haben sich für uns folgende Empfehlungen für phaeno Besuche von Blinden und Sehbehinderten ergeben:

  • Gruppen von Interessenten werden vorab intensiv beraten.
  • Für den Besuch sollte ein Tag ausgewählt werden, an dem es im phaeno vorhersehbar nicht so voll sein wird.
  • Die blinden Besucher müssen auf die baulichen Besonderheiten hingewiesen werden: z.B. Stufen, schräge Wände und ungewöhnliche Türformen.
  • In kleinen Gruppen führen.
  • Jeder sehbehinderte Besucher muss eine sehende Vertrauensperson mitbringen, um die Wege durch die Ausstellung sicher abgehen zu können und um ggf. weitere Informationen vermittelt zu bekommen, z.B. um die Anleitungen der Exponate vertiefend zu ergründen.
Bei Berücksichtigung dieser Punkte wird so eine Unternehmung dann ein spannendes und erfreuliches Erlebnis – für alle Beteiligten!

Vielen herzlichen Dank an Sigrid, dass sie ihre Erfahrungen mit uns geteilt hat.

Montag, 8. September 2014

Ein Besuch im Universeum, dem Science-Center in Göteborg in Schweden

Ein Blickfang steht vor dem Universeum: Ein Dinosaurier in Lebensgröße!
 

Ein lebensgroßer Dinosaurier lockt die Besucher ins Universeum.
Den haben wir schon am Vortag gesehen, als wir dran vorbei fuhren, um die Göteborger Innenstadt zu erkunden. Jetzt wollten wir, das sind mein Freund Heiko und ich, auch reingehen.
 

Der Eintritt für Erwachsene kostet 230 Kronen, also ca. 23 €. Nicht gerade billig, aber auch nicht teurer als einige Einrichtungen in Deutschland. Wir hatten uns eine GöteborgCard gekauft, da war dieser Eintritt und auch der zu vielen anderen Museen inklusive. Also rein.
 

An der Kasse bekamen wir einen Plan:

Schöner bunter Plan mit Querschnitt durchs Gebäude.
Schick, schön bunt, ich freu mich drauf.

Los ging’s mit einer Fahrt in der Zahnradbahn zum obersten Stockwerk. Spannend, ich hatte noch nie eine Zahnradbahn in bzw. an einem Gebäude gesehen.
 

Blick aus der Kabine der Zahnradbahn nach oben.
Vom Ausgang der Zahnradbahn wurden wir direkt weiter gelotst, in die Wasserwelten:
 

Ein Spaziergang am Bach entlang entspannt.
Wir schlenderten an einem Wasserlauf entlang, der die verschiedenen Stationen des Wassers von der Quelle im Gebirge bis zur Mündung ins Meer darstellt. Dabei floss er von Becken zu Becken, in denen die verschiedenen Fische, die in ihm leben, schwammen. Und zwischendrin gab es auch Terrarien und Volieren mit weiteren Tieren. Ich hatte ein richtiges „Zoogefühl“.  Und das im sechsten (!) Stockwerk des Gebäudes.
 

Insgesamt vier Bereiche mit Tieren gibt es im Universeum: die Wasserwelten, die Aquarienhalle, die Unterwelt und der Regenwald. Auch wenn alle diese nicht groß waren, fand ich sie gut.
 

Hier nur ein Beispiel für die vielen dort lebenden Tiere:
 

Zwei Schlangen „kuscheln“ in ihrem Terrarium.
Wegweiser und Schilder hängen überall in Schwedisch und Englisch. Das fand ich gut.
 

Verschiedene Farben und Symbole weisen die Wege.
Im Regenwald begrüßten uns dann diese beiden kunterbunten Piepmätze auf ihrem Futtertrog. Niedlich.
 

Das Futter lockte die Vögel ganz nah an die Besucher heran.
In der Regenwaldhalle ist es übrigens sehr warm und feucht. Man sollte also drauf achten, dass man mehrere Schichten Kleidung trägt, damit man sich dieser hier vorübergehend entledigen kann.
 

Blick in die fünf Stockwerke hohe Regenwaldhalle.
Die Tropenhalle des Regenwalds ist beeindruckend hoch, über fünf Etagen. Also langsam weitergeschlendert, immer bergab. Links und rechts begegnete uns dabei das eine oder andere Tierchen. Auf’s Foto waren sie aber schlecht zu bändigen, da die meisten sehr schnell waren und auch etwas weiter weg.
 

Raus aus der Natur, rein in die Technik, denn plötzlich standen wir zwischen Raumstationen.
 

Begehbare Teile von Raumstationen.
Die Teile der Raumstationen waren begehbar und so konnte man z. B. die Enge dieser selbst erleben. Innen gab es dann, wie in Museen üblich, lange Texte über die Geschichte und aktuelle Entwicklungen in der Raumfahrt mit ein paar Fotos und Videos untermalt. (Ich habe mir das Lesen hier gespart, die Inhalte kannte ich schon aus anderen Museen.)
 

Zwischendrin standen einige Mitmachstationen, vor denen sich lange Kinderschlangen bildeten. Ich wollte mich da jedoch nicht anstellen und lieber den Kindern ihren Spaß lassen.
 

Wir vergnügten uns ein wenig auf den Waagen, die unser Gewicht auf den verschiedenen Planeten des Sonnensystems anzeigten,…
 

Heiko würde auf dem Jupiter also 191kg wiegen.
… ich machte das obligatorische Foto an der Fotostation….
 

Steht mir der Raumanzug?
… und da im angrenzenden Bereich „Gehirn“ die meisten Stationen belegt waren, zogen wir weiter zu den „Superkräften der Natur“. Auf den Bereich hatte ich mich gefreut. Ich dachte, hier kann ich experimentieren wie im phaeno.
 

Der bunte Bereich „Superkräfte der Natur“.
Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Der Bereich ähnelte eher einem großen Spielplatz und die wenigen Experimentierstationen zwischendrin gingen leider im allgemeinen Gewusel unter. Wirklich schade. Wir haben uns hier nur kurz aufgehalten und uns lieber auf die Suche nach den angekündigten Dinosauriern gemacht. Hatten wir diese Riesen tatsächlich übersehen?
 

Da kam der oben erwähnte Plan zum Einsatz. Ah, die Dinos befinden sich auf dem Dach. Sind wir wohl vorhin dran vorbei gelaufen. Also in den Fahrstuhl und wieder hoch.
 

Lebensgroße Dinosaurier wohnen auf dem Dach.
Beeindruckend sind sie ja, bewegt haben sie sich auch, ein wenig. Kleine Jungs sind begeistert.
 

Nach einem kurzen Rundgang durch die Welt der Dinos wollten wir noch eine Kleinigkeit zu uns nehmen, doch den Appetit verdarb uns leider der Anblick dieser überquellenden Mülleimer im Imbisszelt.
 

Ohne Kommentar.
Schade.
 

Nach guten zwei Stunden hatten wir alles gesehen und haben das Universeum wieder verlassen.
 

Fazit: Die zoologischen Bereiche sind gut gemacht, aber nicht groß. Der technische Bereich, auf den ich so gespannt war, hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Aber alle Kinder, denen wir begegnet sind, hatten sehr viel Spaß.

Montag, 1. September 2014

Modellflieger eroberten am Erlebniswochenende das phaeno

Eines späten Nachmittags im Winter, es war schon dunkel draußen und regnete, verkündete mein Vater, dass er jetzt Modellfliegen ginge. Ich hielt ihn fast für verrückt, aber er ergänzte „Indoorfliegen, in der Ballsporthalle in Mörse.“ Gut, konnte ich mir auch nicht vorstellen, aber wenn er es sagte, wird es wohl funktionieren.

Jetzt haben er und seine Vereinskollegen vom Aero-Club Wolfsburg e.V. auch beim Erlebniswochenende "Fliegen und Luft" im phaeno bewiesen, dass man in Gebäuden Modellfliegen kann:
 

Mein Vater dreht mit seinem Flugzeug im phaeno Krater ein paar Runden.
Beim Erlebniswochenende stand mein Vater mir dann Rede und Antwort: Die Flugzeuge sind sehr leicht, je nach Größe ca. 100 bis 200 Gramm schwer, und werden aus Depron, das ist eine Art Styropor, hergestellt. Sie haben einen bürstenlosen Elektromotor (die Techniker unter den Lesern werden sicher verstehen, was das ist) mit Lithium-Polymer-Akkus und Funkfernsteuerung. Diese basiert übrigens auf der aktuellen Handyfunktechnik. „Sehr zuverlässig“, meinte mein Vater noch.
 

Das Indoorfliegen mit diesen kleinen, leichten Flugzeugen wurde durch die moderne Technik übrigens erst möglich. So kleine Empfänger, leichte Antriebe und auch Batterien gibt es noch nicht sehr lange. Vor 20 Jahren wäre dies noch nicht möglich gewesen.
 

Schon einige Wochen vor der Veranstaltung im phaeno diskutierten mein Vater und ich beim Kaffeetrinken, ob man denn die Modellflugzeuge im Krater vernünftig landen könnte. Starten kann man die kleinen Flieger aus der Hand, zum Landen benötigen sie eigentlich eine kleine Landebahn. „Warum fangt ihr sie nicht einfach?“, fragte ich ihn. Er probierte es und es klappte. Der Krater erwies sich aber auch als groß genug, so konnte er seine Flieger im phaeno „normal“ landen.

Gestartet werden die Flugzeuge hochkant aus der Hand. Die ersten Meter fliegen sie so im Grunde wie ein Hubschrauber in der Luft hängend.
Die kleinen Flugzeuge konnten problemlos im phaeno Krater landen.
Die Flugzeuge kann man übrigens als Bauteilsatz im Modellbaufachhandel kaufen. Antrieb und Steuerung kauft man separat, und dann wird alles zusammengebaut. Die Hubschrauber kommen übrigens schon fertig zusammengebaut aus dem Karton. Da hat man es noch einfacher.
 

Hier einige Modelle, die im phaeno zum Einsatz kamen:
 

Diese Modelle (bis auf den großen gelb-blauen) flogen im phaeno.
Mein Vater präsentierte auch seinen kleinen Hubschrauber. Sein Vereinskollege erklärte die Technik.
Wer sich für den Aero-Club Wolfsburg e. V. interessiert und vielleicht selbst die Fliegerei mal ausprobieren möchte, findet alle Infos und Ansprechpartner hier: http://www.aeroclub-wolfsburg.com/modellflug.html
 

Vielen Dank an meinen Vater und seine Vereinskollegen, dass sie beim Erlebniswochenende dabei waren.