Montag, 28. Dezember 2015

Highlights 2015

10 Jahre phaeno! Ein ganzes Jahr lang wurde mit Aktionen, neuen Ausstellungen und Shows gefeiert! Werft mit mir einen gemeinsamen Rückblick auf die vergangenen Monate.

Der Auftakt ins Jubiläumsjahr war sportlich. Der Freerunner BerlinJohn erkundete mit akrobatischen Elementen das Science Center. Im Anschluss hatten große und kleine BesucherInnen die Möglichkeit in Workshops ein paar seiner Moves zu üben.
Luftballonherzen, Live-Musik und Speed-Dating erwarteten die BesucherInnen am Valentinstag. Das phaeno Team war als Amor an diesem Abend unterwegs.
Eine große Plasmakugel, ein Leuchtstab mit versteckten Botschaften und viele weitere neue und überarbeitete Exponate kamen mit der Ausstellung "OPTICKS" in März dazu.
So schön sah es auf der Ausstellungsfläche zu Ostern aus! Das Jubiläumsjahr war begleitet von 10 Aktionen rund um die Zahl 10. In April wurden BesucherInnen, die 10 selbstbemalten Ostereier mitbrachten, mit freiem Eintritt belohnt.
Ein drei mal sechs Meter großer Riesenflipper, der direkt auf einer Schräge inmitten der Experimentierlandschaft installiert ist, war ein richtiger Eyecatcher der Sonderausstellung "ausgeflippt". Doch nicht nur der Riesenflipper begeisterte, auch die legendären, hostorischen und künstlerischen Flipperautomaten ließen das Herz eines jeden Flipperfans höher schlagen.
Pünktlich zum Stadtfest wurden Ende Juni die Sitzinseln auf dem phaeno Vorplatz fertiggestellt.
Die größte, höchste und schönste Sandburg, Muscheldart oder Schatzsuche. In der cone hall wurden in den Sommerferien zwei große Sandkisten aufgestellt. Neben den Aktionen und Wettbewerben wurde eine Weltkarte des Sandes aus mitgebrachten Sandproben der Gäste erstellt. Toll war's!
Zum 10-jährigen phaeno Jubiläum zeigten das Institut für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren der Universität Stuttgart (ILEK) und das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg bis Ende August die Ausstellung "leicht.weit.transparent. – Auf der Suche nach dem Bauen von morgen". Mein persönliches Highlight war die Wabenkonstruktion „3D2REAL“, die mit einem blauvioletten Licht von hinten bestrahlt wurde. Wunderschön!
Im September empfing phaeno die 2,5 millionste Besucherin – die Schülerin aus der Klasse 6e des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum Hildesheim. Neben einer eigenen Plasmakugel für die Schülerin gab es Jahreskarten für das ganze Hildesheimer Gymnasium.Vielen Dank für euren Besuch!
Der Jo-Jo Künstler Dennis Schleussner eröffnete mit einer beeindruckenden Jo-Jo Show am 3. Oktober die neue Sonderausstellung "MechanixX". Die Ausstellung ist bis zum 14. August 2016 im phaeno zu sehen. 
Auf diesen Moment haben wir das ganze Jahr lang hingefiebert: phaeno wird 10! Zwei bunte Tage der offenen Tür wurden mit insgesamt 7.300 Besuchern gefeiert. Danke für 10 Jahre phaeno, für die vielen Glückwünsche und die super Stimmung!
Was wären Weihnachtsferien ohne ein Ferienprogramm. Besuchen Sie unser Mitmachlabor "Duftlabor – Vanille, Zimt oder Zitrone?", experimentieren Sie mit ätherischen Ölen und stellen Sie einen eigenen Duft her.
Das phaeno Team wünscht allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr 2016!

Montag, 21. Dezember 2015

Tipps gegen Langeweile in den Ferien

Endlich Ferien! Doch der ersten Euphorie über das lange Ausschlafen, gemütlich auf der Couch liegen und sich einfach treiben lassen, folgt schnell auch die Ernüchterung. Man weiß plötzlich nicht, was man machen kann und schnell folgt der Satz: "Mama, mir ist sooo langweilig!". Das kenne ich noch aus meiner Kindheit. Also Schuhe an und raus um den Block laufen.

Wer seine Kinder nicht zum Laufen schicken will und stattdessen gemeinsam Zeit verbringen möchte, für den habe ich einen Tipp: das phaeno Weihnachtsferienprogramm.

Ob die Sonderausstellung "MechanixX", die Mechanik Show oder das Duftlabor, für jeden ist was dabei.

Ein einbetoniertes Zahnrad in einer Zahnradkette, dessen letztes Zahnrad sich erst in Billionen Jahren bewegen wird, ein Riesen-Jo-Jo, ein verückter Koffer, der sich in jede Richtung dreht außer in die, in die man gern möchte und und und. Diesen eher skurillen Exponaten folgen viele, die mechanische Tricks zeigen, dann Exponate an denen man seine Fähigkeiten und Fertigkeiten testen kann und auch solche, die man nur anschaut und komplett von der Ästhetik eingenommen wird.


Eine Fliege bei ihrem Flug beobachten...
... oder den verrückten Koffer ausprobieren, noch ist er ganz ruhig. ;)
Wenn man sich genug auf der Ausstellungsfläche "ausgetobt" hat und sogar hinter das Geheimnis von "Secret Life" gekommen ist, dann kann man – sofern man noch nicht in Weihnachtsstimmung ist oder diese noch weiter aufrecht erhalten möchte, in unserem "Duftlabor – Vanille, Zimt oder Zitrone?" aus verschiedenen Zutaten einen eigenen Duft herstellen. Für ein bisschen mehr "Action" kann man auch im Wettbewerb gegeneinander antreten und testen, wer die meisten Düfte und Gerüche erschnüffeln kann. Mein Favorit ist die Station mit den "Dufterinnerungen". Irgendein Lied, ein Lebensmittel oder sonstiges lässt einen immer an einen Moment im Leben denken. Mich erinnern beispielsweise Bunstiftspähne an meine Kindheit. Was ist es bei dir/euch?


Welcher Duft hier wohl ensteht?
Ein weiteres Highlight ist die Mechanik Show. Hier möchte ich nicht allzu viel verraten, mein Tipp: Karten kaufen, Platz aussuchen, hinsetzen, anlehnen, entspannen und genießen. ;)

Montag, 14. Dezember 2015

Mechanik Show mit vielen Alltagsrätseln

Im Alltag haben wir es schon als Kind gelernt, mit den geheimnisvollen mechanischen Kräften umzugehen. Schaukeln, balancieren – alles irgendwann kein Problem mehr. Die Kräfte, die dahinter stecken, bleiben uns aber oft ein Rätsel. Wie spannend diese sind, konnte ich in der neuen Mechanik Show erleben.
Was passiert, wenn sich beide auf jeweils ein Skateboard stellen und daran ziehen?
Die Show startet sofort mit einem Rätsel. Was passiert, wenn sich beide auf jeweils ein Skateboard stellen und daran ziehen? Sie treffen sich in der Mitte. Naja, das ist noch kein Wunder… Was ist aber wenn nur einer zieht? Dramaturgische Pause zum Mitdenken… Dann treffen sich beide wieder am selben Punkt, da eine Kraft immer eine Gegenkraft bewirkt. Man muss also nicht unbedingt auch ziehen.

Weiter ging es mit vielen weiteren Rätseln über eine störrische Waage, über außergewöhnliche Pendel, bis zum großen Highlightexperiment mit einem Luftballon. Dieses Rätsel wird hier allerdings nicht gelüftet. Nur so viel: Es geht um Fliehkräfte… ;)

Neugierig was hier passiert? Die Auflösung gibt es in der Show! ;)
Mein persönliches Lieblingsexperiment ist die selbsttragende Menschenkonstruktion: Vier Menschen werden dazu aufgefordert sich auf Stühle zu setzen. Sie legen sich zurück auf den Nachbarn und dann passiert etwas Unglaubliches: Die Stühle werden weggezogen und die Konstruktion hält! Nicht sehr lange, denn es ist natürlich doch anstrengend. Aber sie hält. Das Geheimnis: Das Gewicht des Nachbarn lastet ohne Stuhl auf den Beinen des Nachbarn. Die Beine müssen jedoch im rechten Winkel stehen, sonst knicken sie unter der Last ein. Allerdings muss ich zugeben, dass ich bisher zu feige war, es selbst auszuprobieren… 

Uuuuund es hält! Lust es auch mal auszuprobieren?
Fazit: Eine kurzweilige Show, die so manches Geheimnis der Mechanik lüftet und Anlass gibt, über viele Alltagsrätsel noch einmal nachzudenken.
Noch etwas zum Schluss: Die phaeno Mitarbeiterin Dakota hatte mit dieser Show auch eine Premiere. Sie führte die Show zum ersten Mal vor einem großen Publikum vor und meisterte die Show perfekt.
Hättet ihr es gemerkt? Dazu noch einmal herzlichen Glückwunsch von uns!

Gratulation zur ersten Show Dakota!

Montag, 7. Dezember 2015

"Duftlabor – Vanille, Zimt oder Zitrone?"

Oh, wie es bereits duftet, kaum dass ich den BioLab betrete! Meine Kollegin Daniela bereit schon mal alle Utensilien für den Workshop „Duftlabor – Vanille, Zimt oder Zitrone?“ vor. Päckchen für Päckchen holt sie aus dem Vorratsschrank hervor: Lavendel, Tannennadel, Zimstangen, Rosenblätter und, und, und. Anschließend kommen noch Zitrusfrüchte und Ethanol zum Vorschein. Nun geht es ans Angemachte. Zuallererst hobelt meine Kollegin ein bisschen von der Orangenschale in eine Schüssel. Sofort steigt der frische Orangenduft mir in die Nase.

Die erste Hauptzutat liegt bereits im Mörser.
Anschließend wird ein wenig Sand und ein paar Tropfen Ethanol mit der Pipette den Schalen hinzugefügt.

Das Ethanol sorgt für die Aufnahme des Parfüms auf der Hautoberfläche. Der Alkohol selbst verdampft ganz schnell. Übrig bleibt der gewünschte Duft.
Das Ganze wird nun mit dem Mörser zerstampft, damit die ätherischen Öle aus der Orangenschale heraustreten können. Es entsteht ein Gemisch aus Sand, Schale und Flüssigkeit. Um die Flüssigkeit – das Parfum – vom Rest abzutrennen wird das Gemisch in einem Papierfilter gefüllt.

Nun heißt es stampfen bis sich die ätherischen Öle gelöst haben.
Dort kann die Flüssigkeit in aller Ruhe abtropfen. Am Ende wird die Flüssigkeit in einen kleinen Behälter abgefüllt. Fertig ist das eigene Parfum.

Neben der individuellen Duftherstellung, kann man an einer anderen Station seinen Riechsinn auf die Probe stellen. Aus 20 nummerierten Behältern kann man den Inhalt erschnüffeln. Entweder man testet sich selbst oder man tritt im Wettbewerb gegen eine zweite Person an. Seid gespannt, wer zuerst den Duft zuordnen kann. Es ist gar nicht so leicht!

Meine beiden Kolleginnen Annette und Daniela tretten im Wettbewerb gegeneinander an? Wer erschnüffelt zuerst den Inhalt?
An einer weiteren Station findet man ebenfalls Behälter, die unterschiedlich befüllt sind. Der Name „Duftige Erinnerungen“ ist hierbei Programm. Die verschiedenen Gerüche sollen beim Schnuppern Erinnerungen bei einem wecken.

Zu guter Letzt kann man an der Station „Wie Düfte sich ausbreiten“ genau dieses Phänomen beobachten. Mit einer Pipette tropft man eine Farblösung auf ein Stück Würfelzucker, anschließend legt man diesen mit einer Pinzette auf einem Teller mit ein wenig Wasser ab.

Zuerst troft Annette die Farblösung auf den Würfelzucker ...
Sofort breitet sich die Farbe aus. So ähnlich verbreitet sich auch der Duft im Raum. An der Stelle an der der Duft entsteht, ist dieser besonders hochkonzentriert.

... nun beobachtet sie, wie die Farbe sich ausbreitet. So breitet sich auch der Duft im Raum aus.
Je weiter er sich im Raum verteilt, desto geringer ist seine Konzentration, bis die Konzentration im Raum so gering ist, dass man den Duft gar nicht mehr mit der Nase wahrnimmt.

Lust es auch mal auzuprobieren? Bis zum 6. Januar 2016 habt ihr hierzu die Möglichkeit. Alle Termine findet ihr im phaeno Terminkalender.

Montag, 30. November 2015

Wunderschöne und skurrile Zahnräder


Durch die neue Sonderausstellung „MechanixX“ haben sie sich deutlich im phaeno vermehrt! Wunderschöne und skurrile Zahnräder, die zum Ausprobieren und auch Nachdenken anregen!

Ein Highlight ist der Zahnradtisch, an dem sich Auszubildende mit ihren wagemutigen Maschinenkonstruktionen verewigt haben.


Meine Lieblingsmaschine erinnert mich an eine Kirchturmuhr. Und immer wieder fragt man sich: Kann dies denn funktionieren… Wie nur passt oval und rund sowie eckig und eckig zusammen?

Kinder beschäftigen sich an diesen Zahnrädern oft sehr lange. Natürlich sind auch wieder richtige Zahnrad-Kunstwerke  dabei. Wie "Phaser" von Jennifer Townley. Phaser ist eine Maschine, die ein Spirogramm  zeichnet. Der Zeichenarm besteht aus austauschbaren Zahnrädern. Bei diesem Kunstwerk macht das Beobachten des Stifts einfach Spaß. Er dreht und dreht so seine Runden, malt schöne Mandalas und findet irgendwann wie von Zauberhand wieder den Anfang. Und dann geht es ebenso wieder von vorne los…

Das Kunstwerk "Phaser" malt wunderschöne Muster.
Und auch Zahnradtricks sind dabei. Wer an dem Zahnradgetriebe die richtige Seite auswählt, darf sich als der Stärkste fühlen.  An der einen Seite treibt ein kleines Zahnrad ein sehr großes an. Auf der anderen Seite ist es umgekehrt. Ausprobieren oder ans Fahrradfahren denken!

Wo ist der Trick bei dieser Maschine?
Bei meinen Zahnradbetrachtungen dürfen natürlich auch die Kunstwerke von Arthur Ganson nicht fehlen. "Machine and Concrete" ist ein Exponat, das zu meinen Favoriten in der Ausstellung zählt. Ein starker Motor dreht zügig das erste von insgesamt 24 Zahnrädern in einer Reihe, wobei das letzte fest in Beton eingegossen ist. Hier kommt man ins Philosophieren über Zeit …. Was Zahnräder gemeinsam mit Künstler nicht alles können…

Mit dem Künstler Arthur Ganson über Zahnräder philosophieren...
Tipp: In diesem Blog wurde nur eine Auswahl an Zahnrädern beschrieben. In der Ausstellung "MechanixX", die noch bis zum 14.08.2016 zu sehen ist, gibt es noch viel mehr Zahnräder und andere erstaunliche Maschinen.

Und noch mehr Zahnräder...

Montag, 23. November 2015

Mechanik-Workshop "Wie viel Kraft hast du?"

Mechanik macht das Leben leichter! Das zeigt auch der Workshop "Wie viel Kraft hast du?", den die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule aus Wolfsburg, ausprobierten.

Und wie bei allen Workshops im phaeno steht dabei natürlich das eigene Experimentieren im Vordergrund. Gleich zu Beginn galt es eine Aufgabe des Alltags zu lösen. Die Schülerinnen und Schüler sollten eine schwere Waschmaschine durch den Raum bewegen. Dabei standen ihnen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung, die ihnen die Aufgabe erleichtern sollten. 


Welche Lösung funktioniert am Besten?
Die Lösungen waren eindrucksvoll: Die einen probierten es mit Hölzern unter der Waschmaschine, die anderen mit einem Teppich, die dritten mit verschiedenen Hebeln und Rollen. Sie alle erreichten jedoch, dass sie die Maschine leichter bewegen konnten.

Von dem Prinzip "Actio und Reactio" hatten die Schüler natürlich auch schon gehört. Gehört ja, aber schon einmal mit einem Rollbrett selbst ausprobiert noch nicht. 


Wer zieht stärker?
Auf diesen Rollbrettern war es dann doch verblüffend, dass egal ob beide zogen oder nur einer, man sich immer an derselben Stelle trifft.

Auch den guten alten Flaschenzug einmal auszuprobieren, machte Spaß. Die Wirkung konnte am Messgerät auch gleich überprüft werden.

Der Flaschenzug - ein Klassiker, um schwere Gegenstände ganz mühelos hochzuheben!
Zum Abschluss konnte man noch seine eigenen Mitschülerinnen ganz leicht hochhebeln. Fazit der Versuche: Den Schülern hat es gefallen und der Lehrerin ebenso. Eigenes Tun verfestigt nämlich die Lerninhalte. 

Es ist sieht nicht nur so leicht aus - ohne Probleme werden die beiden Schülerinnen von ihrem Mitschüler hochgehebelt.
Dass dieser Workshop gut zum Curriculum passt und zudem Spaß macht, darauf hat das phaeno Schulteam geachtet. "Der neue Workshop kommt bei den Schulen gut an und wird im kommenden Schulprogramm für das zweite Halbjahr erneut angeboten", erklärte Mareike Wilms, Leiterin des Schulbereichs. Tipp: Der Workshop ergänzt bei einem Schulausflug auch sehr gut die Experimente in der neuen Sonderausstellung "MechanixX", die noch bis zum 14.08.2016 im phaeno zu sehen ist.

Montag, 16. November 2015

Die Physik der Maschinen lügt nicht

„Oh je“, dachte ich mir, als ich die beiden Experten der Universität ETH Zürich sprechen hörte. Im schönsten „Schwiizerdütsch“ philosophierten sie gerade über das Einrichten ihres „Blind Jugglers“ im phaeno. Wenn ich jetzt bei der Erklärung so wenig verstehe, wie bei ihrer Unterhaltung, was mache ich dann nur? Aber Philipp Reist zerstreut gleich meine Bedenken. Sofort schaltet er auf verständlicheres „schweizerisch“ um und erklärt mir sein Exponat mit einfachen Worten. Der „Blind Juggler“ jongliert vier Bälle gleichzeitig. Mal im Einklang und mal total chaotisch. Die Bedienknöpfe gefallen mir sofort: Chaos, Ordnung steht da drauf. Und tatsächlich, es funktioniert! „Wenn das immer so einfach wäre“, denke ich im Stillen. Als dreifache Mama würde ich mir manchmal so einen Knopf fürs Kinderzimmer wünschen. Die Idee für dieses Exponat wurde im Team von Professor Raffaello D´Andrea an der ETH Zürich entwickelt. Das Team arbeitet gerne mit Maschinen wie dem „Blind Juggler“ erklärt mir Reist. „Die Physik der Maschinen lügt nicht wenn wir neue Algorithmen und Theorien testen“, meint er.


Erster Testdurchlauf beim Aufbau des "Blind Juggler" im phaeno.
Der Arbeitsablauf ist dabei vorgegeben. Zuerst zieht sich der Forscher, in diesem Fall Reist in sein stilles Kämmerlein zurück und rechnet und rechnet. Zum Beispiel musste die Krümmung der vier Plattensegmente genau berechnet werden. Zuerst fällt mir gar nicht auf, dass sie gekrümmt ist. Beim Abtasten spürt man es aber doch. Alle vier sind wie kleine Parabolspiegel geformt. So halten sie die kleinen Bälle auf der Platte und verhindern meist, dass sie wegspringen. Dann musste die Bewegungen der Platte gefunden werden, die zu der Ordnung oder eben dem Chaos führen. „Für diese Bälle haben wir die Ordnungs-Bewegung so berechnet, dass die verschiedenen Ballsprunghöhen automatisch stabilisiert werden, was dann eben zur Ordnung führt. Für die zweite, Chaos auslösende Bewegung haben wir geschaut, dass das resultierende Chaos die Bälle nicht zu hoch springen lässt und dass der Motor nicht überhitzt.“ Die Maschine kann eine Eigenschaft von Chaos in komplexen Systemen gut illustrieren: Wenn der Chaos-Modus aktiviert wird, springen die Bälle sehr schnell sehr unterschiedlich, weil die Bewegungen sehr empfindlich werden auf kleine Störungen oder unterschiedliche Ausgangspositionen der Bälle. Deshalb wäre es sogar mit sehr genauen Messsystemen und Supercomputern sehr schwierig, die Bewegungen der Bälle vorauszusagen. „Das ist ähnlich dazu, dass es immer noch sehr schwierig ist, das Wetter über längere Zeiträume vorauszusagen“, meint Reist.


Die beiden Ingenieure testen ob die Kugeln so springen, wie sie sollten. Ein bisschen Feinschliff ist noch nötig.
Ihren Namen hat die Maschine erhalten, weil sie keine Kameras oder andere Sensoren braucht, um die Bälle zu jonglieren. Ermöglicht wird dies durch die genau berechnete Form und Bewegung der Platte.

Sein Kollege Koch entwickelte dann in seiner Diplomarbeit den Prototyp zum Ausstellungsexponat weiter. „Das Design musste robuster werden“, erklärt er mir. Dafür stand ihnen das Technorama zur Seite. In diesem Science Center in der Schweiz konnten sie ihre Prototypen mit Besuchern testen. „Manche Besucher probieren es nur schnell aus und gehen zum nächsten Exponat. Aber einige beschäftigen sich sehr lange mit dem Blind Juggler. Und dafür hat sich die Entwicklung gelohnt“, erklärt er mir.


Der "Blind Juggler" wurde vom phaeno Freundeskreis erworben und gehört somit zur Dauerausstellung.
Beide wollen nach der ETH zurück in die Industrie wechseln. Reist wird an Flugmaschinen für Shows mitarbeiten und Koch bei einer Sensortechnikfirma. Beide fühlen sich auf ihre Arbeit durch ihr Studium und die Forschungsarbeiten gut vorbereitet.

Montag, 9. November 2015

Der Sichere Stand… Das Gleichgewicht trainieren

Ob beim Sport oder im Alltag – Gleichgewicht zu halten ist sehr wichtig. Im Alltag kann es schnell passieren, dass man die Balance verliert – mal ist man beruflich sehr eingespannt, mal privat und schon kommt man aus dem Gleichgewicht. Dasselbe gilt auch für den Sport, gerade diejenigen die surfen oder snowboarden sind auf ihren Gleichgewichtssinn angewiesen. Denn eine gute Balance verbessert nicht nur unsere Koordination, sondern lockert die Muskulatur und trägt sogar zur Entspannung bei.
 

Und Gleichgewicht kann man trainieren! In der Ausstellung ist mir neulich ein Exponat ins Auge gefallen, bei dem man sein Gleichgewicht testen kann. Beim Exponat „Der sichere Stand“ kann man seine Fähigkeiten messen.

1.13 Sekunden – solange hielt ich es bei meinen ersten Versuchen auf dem Brett aus.
Man stellt sich auf ein Wackelbrett. Während man sich ins Gleichgewicht bringt, hält man sich an der Haltestange fest. Sobald man sicher steht, lässt man diese los und die Zeit läuft. Gerät man aus dem Gleichgewicht, stoppt die Zeit sofort. Bei den ersten Versuchen bin ich nicht über 2 Sekunden hinausgekommen. 

Und so sieht es aus, wenn man versucht das Gleichgewicht zu halten. Gar nicht so einfach! Danke an unser Model! (Foto: Matthias Leitzke)
Daraufhin habe ich in weiteren Versuchen meine Haltung verbessert. Besonders habe ich darauf geachtet, dass meine beiden Füße ungefähr im gleichen Abstand zur Mitte stehen. Am Ende habe ich sogar 12 Sekunden auf dem Brett gestanden. Zum Schluss ein kleiner Tipp: Tritt man in Wettbewerb gegen jemanden an, spornt das einen zusätzlich an, seine Fähigkeiten zu verbessern.

Montag, 2. November 2015

Tanzendes Theater Wolfsburg im phaeno

phaeno wird 10! Den Auftakt zu den Feierlichkeiten macht die Produktion "Dancing Science" des Tanzenden Theaters Wolfsburg diesen Freitag und Samstag.
Am Wochenende wurde bereits die Bühne aufgebaut. Ganz schön beeindruckend wie ich finde, vor allem die Größe und die Beleuchtung. Und gestern fand die erste Probe auf der aufgebauten Bühne statt. Werft mit mir einen gemeinsamen Blick hinter die Kulissen! ;)


Die Bühne in voller Größe.
Choreographie für Choreographie ...
... werden die einzelnen Szenen geprobt.
  
Seid dabei, wenn die Geschichte um zwei Teilchen erzählt wird, die sich auf die Reise nach sich selbst begeben und dabei die faszinierdende Welt der Naturphänomene entdecken. Inszeniert wird das Stück mit beeindruckender Choreographie, Musik und Filmprojektionen.

Los geht es am 6.11. um 20 Uhr. Karten könnt ihr über Büro des Tanzenden Theater Wolfsburg unter der Telefonnummer 05361-2728129 oder tanzendestheater@hallenbad.de käuflich erwerben.

Weitere Termine: 7.11., 13.11., 14.11.2015, jeweils um 20 Uhr

Montag, 26. Oktober 2015

Kita-Workshop "So geht’s leichter – Mechanik für Minis"

Umringt von grünen Büschen und Bäumen ragt im Wald ein rotes Baumhaus auf einem Baumwipfel hervor. Nähert man sich dem Baum, kann man im Fenster Sulfur, die kleine phaeno Laborratte entdecken. Sulfur hat jetzt nämlich ein Baumhaus. Ob Sulfur gerne Besuch empfängt? Na klar! Doch da gibt es ein kleines Problem – Sulfurs Baumhaus hat keine Türklingel. Da muss schnell eine Lösung her!

Gisela zeigt den Kindern Sulfurs neues Baumhaus.
In einem neuen Workshop, der seit Oktober im phaeno läuft, können Kita-Kinder an einer Lösung für Sulfur forschen. Eine Kita-Gruppe macht den Anfang: 12 Mädchen und Jungen betreten mit zwei Erzieherinnen und zwei phaenowoman den Raum in der unteren phaeno Shop Ebene. Mit Sulfur auf dem Arm begrüßt Olivia die Kinder, die sich vorher in einem Kreis auf dem Boden versammeln.
Gleich darauf werden relativ schnellt vier Gruppen gebildet und an die zwei verschiedenen Stationen in doppelter Ausführung mit je einem Erwachsenen geschickt. Eine Station dient dazu eine Lösung für das Türklingel-Problem zu finden und die andere, wie man den Transport von schweren Sachen nach oben erleichtern kann.   


Mit Sulfur begrüßt Olivia die Kinder und erklärt ihnen ihre Aufgabe.
An der „Türklingel“-Station finden die Kinder eine Rote Magnettafel mit einem oben links befestigten schwarzen Haken vor. Rechts neben der Tafel liegen in einem Plastikbehälter unterschiedlich große Zahnräder und in dem anderen verschiedene Glocken und Schnüre. Aspan, ein sehr forscher Junge, greift sofort zu den Glocken und versucht eine an den Haken zu hängen. Leider klappt das nicht. Die Öffnung der Krone an der Glockenhaube ist zu klein. Eine andere Lösung muss her. Gleichzeitig entdeckt Melanie blaues Garn. Mit einer Schere wird ein Stück Faden zurechtgeschnitten und um die Glocke gebunden. Nun kann die Glocke am Haken aufgehängt werden. „Jetzt hat Sulfur zwar eine Klingel, aber wie können die Besucher sie läuten?“, fragt Olivia in die Gruppe. Mit einem kleinen Hinweis zu den Zahnrädern, werden diese fleißig auf der Magnettafel befestigt. Doch hier liegt der Clou. 

Mit ein klein wenig Hilfe haben die Kinder schnell die Lösung mit den Zahnrädern raus!
Die Zahnräder müssen ineinandergreifen und so angeordnet werden, dass eine Verbindung von oben nach unten entsteht. Dies wird den drei Kindern in der einen Gruppe nicht auf den ersten Moment ersichtlich. Doch mit einem kleinen Hinweis, dass die Zahnräder ineinander greifen und dadurch sich das zweite Rad automatisch mit dreht, sind sie angespornt es mit mehreren Rädern auszuprobieren und haben kurze Zeit später einen Weg gefunden. Ganz stolz, dass die Klingel funktioniert, wandert die Gruppe zur anderen Station.

Hoch motiviert betrachtet das Dreiergespann den vor ihnen aufgebauten Versuch. Zwei Holzbalken stehen mit einem halben Meter Abstand parallel zueinander. Gleich daneben liegen ein langes Seil sowie verschiedene Stäbe und Rohre aus verschiedenen Materialien. Zwischen den Holzbalken steht ein schwerbeladener Picknickkorb. Dieser soll durch eine Konstruktion nach oben transportiert werden. Doch wie? Es braucht nicht lange, bis Aspan eine Idee hat und nach einem Ast greift um es oben auf die Balken zu legen. Gleich darauf wird das Seil von den Kindern geschnappt und mit ein bisschen Hilfe von Olivia um den Picknickkorb fest gebunden. Anschließend wird es um die den Ast auf die andere Seite geworfen. Es entsteht ein einfacher Flaschenzug. Nun ziehen alle drei gemeinsam daran und der Korb bewegt sich so nach oben. 

Mit diesem einfachen Flaschezug lässt sich der Korb problemlos nach oben bewegen:
Wow, super gemacht! Wer mit beiden Versuchen durch ist, darf sich, solange die anderen noch an den Lösungen tüfteln, in der Spielecke weiter spielerisch mit dem Thema rund ums Heben beschäftigen. Zum Schluss betrachten alle Gruppen gemeinsam ihre Lösungswege.

Mehr Informationen zum Angebotszeitraum und zur Buchung des Workshops finden Sie unter http://www.phaeno.de/kita-workshops/.


Fotos: Janina Snatzke

Montag, 19. Oktober 2015

Bubblemania - das Seifenblasenfestival im phaeno

Seifenblasen wo man nur hinsieht! Neun Tage lang findet bis zum 25. Oktober 2015 im phaeno das Seifenblasenfestival „Bubblemania“ statt. Es ist das erste Mal, dass ich es live mitbekomme und ich bin begeistert. Die Freude über die Seifenblasen, vor allem die der Kinder, ist regelrecht ansteckend. Gerade die Riesenseifenblasen des Künstlers Thommy Pörsch und seiner Partnerin Elina sind ein großer Publikumsmagnet. 

Viele bunte Seifenblasen vor dem phaeno.
Auch ich bin neugierig und schleiche mit Fotokamera bewaffnet nach draußen. Zwischen der BrandEins-Aussenfassade und der Autostadt-Brücke sehe ich wie die beiden mit speziellen Seilkonstruktionen Seifenblasen entstehen lassen. 

Beliebt bei Groß und Klein!
Während Thommy viele kleinere Seifenblasen durch die ConeHall schweben lässt, erzeugt seine Partnerin Riesenseifenblasen. Es ist eindrucksvoll den Beiden zuzuschauen. Doch nicht nur Ihnen, es ist cool zu beobachten, wie glücklich die Kinder sind und nach den Seifenblasen greifen, um sie zum Platzen zu bringen und aufgeregte Eltern diesen Moment mit ihrer Kamera festzuhalten versuchen.

Thommy's Partnerin Elina lässt Riesenseifenblasen schweben!
Als nächstes führen mich meine Wege ins Domzelt. Hier können große und kleine BesucherInnen an verschiedenen Stationen mit Seifenblasen selbst experimentieren.

Im Domzelt können die BesucherInnen an verschiedenen Stationen mit Seifenblasen experimentieren.
Gerade ist es besonders voll, weist mich unser FSJler Julius hin. Ich drehe eine kurze Runde – denn ich will die Besucher nicht allzu sehr stören. Neben Julius fällt mir eine große Wanne mit Schaum auf. Was hat es auf sich? 

Für die perfektkten Seifenblasen schöpft Julius Schaum aus der Seifenlauge, dann klappen sie einwandfrei!
Julius erklärt, dass darin der Schaum von den einzelnen Stationen gesammelt wird. Dies ist notwendig, denn bei zu viel Schaum würden die Seifenblasen nur mäßig oder gar nicht entstehen.
 

Ein Highlight liegt noch vor mir: die Bubble Magic Show mit dem Seifenblasenkünstler Tom Noddy. Die habe ich mir zum Schluss aufgehoben. :)

Mehr Informationen zum Seifenblasenfestival findet ihr unter http://www.phaeno.de/bubblemania/.