Montag, 16. Februar 2015

Meine persönliche Highlight-Tour

Neulich sollte ich eine Journalistin nach einem Interview über das Jubiläumsjahr durch das phaeno führen. Da ich selber neugierig war, wo ich denn Halt machen würde, habe ich mitgeschrieben. Hiermit präsentiere ich dieses „Experiment“. Zuerst bin ich natürlich an Robo vorbei gegangen und habe den Charmeur kurz beschrieben. Er war natürlich wie immer total umlagert.

Robo in seiner vollen Pracht! (Foto: Nina Stiller)
Dann ging es weiter in den schrägen Raum, den verrückten Salon. Wobei es mich wiederum freute, wie sehr dieser immer wieder die Besucher herausfordert und zu ganz neuen Erkenntnissen über die eigene Wahrnehmung führt. Jetzt ging es weiter zum Nagelbett. Auch hier war die Überraschung groß: Warum nur tun diese Nägel nicht weh? Die naturwissenschaftliche Neugier meiner Besucherin war geweckt. Kurz streiften wir noch die Matheausstellung und den Biobereich. Wie immer merkte ich, dass so eine kurze Führung eigentlich nur neugierig machen und nicht  wirklich einen Überblick geben kann. Dafür ist die Ausstellung zu umfangreich und die Zeit meist zu kurz. Und nach so einer Kurzführung möchte man eigentlich unbedingt selber losstarten und experimentieren.


Auf dem Weg am Krater vorbei streiften wir dann kurz Icy Bodies. Eines meiner Lieblingsexponate. Hier gehe ich immer wieder gerne vorbei und schaue den kleinen Kometen aus Trockeneis zu. Für mich ist dieses Exponat ein besonders gelungenes Beispiel unter den vielen Kunstexponaten des phaeno, die durch ihre Schönheit zum Verweilen einladen.

Immer wieder faszinierend dem Trockeneis beim Verdampfen zuzuschauen. (Foto: Heiner Müller-Elsner)
Der nächste Stopp war dann der fliegende Teppich, der natürlich meiner Besucherin gefiel. Der Name lockt und man wird bei dem den kurzen „Flug“ oder besser beim Schweben nicht enttäuscht.
     
Ich kann fliegen! (Foto: Matthias Leitzke)
Nun sollte es noch in den Bereich Licht und Sehen gehen. Da mein absolutes Lieblingsexponat in der Kürze der Zeit leider wieder mal nicht überzeugte, werde ich wohl aufgeben und es nicht wieder in einem Kurzrundgang vorführen. Es heißt Blutgefäße im Auge.


Bei Blutgefäße im Auge wird man aufgefordert die Augen zu schließen, um mit einer Lampe sein äußeres Augenlid zu bestrahlen. Man erkennt ein feines Netz, welches aus den verästelten Blutgefäßen im Auge besteht. Wenn man Zeit hat, ist dieses Exponat wirklich ein Highlight, da es einem eine neue ansonsten verborgene Einsicht in den eigenen Körper bietet.
Aus Zeitmangel war unsere Tour dann leider schon wieder vorbei.
Die meisten Exponate würde ich wohl wieder so zeigen. Sie bestehen eben aus den persönlichen Highlights. Auch bei meinen Kinder ist mir aufgefallen, wenn sie anderen das phaeno zeigen, dass sie meist erst einmal dieselben Exponate vorführen. Ganz oben auf der Rangliste stehen dabei das sinkende Schiff und der schräge Raum. Außerdem habe ich bemerkt, dass sie bei jedem Besuch einige Exponate immer wieder aufsuchen. So als ob sie sich vergewissern wollen, dass diese immer noch da sind und immer noch gleich funktionieren. Das Schiff wird dabei jedes Mal versenkt!
Versenkt! (Foto: Matthias Leitzke)

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