Montag, 2. Februar 2015

Raumklang Tunnel – eine kleine Nische, um dem Trubel zu entkommen

In den Ferien kommen besonders viele Besucher ins phaeno und es kann schon mal sehr lebhaft zugehen. Als ich gerade meine Volontariatstelle antrat, war gerade Ferienzeit und ich mittendrin. Meine To-do-Liste enthielt unter anderem auch die Auseinandersetzung mit den vielen Exponaten. Gesagt, getan! Leider war ich nicht die Einzige, die diese Idee hatte: Eine Menge Besucher tummeln sich auf der Ausstellungsfläche, egal ob groß oder klein. Es wurde von Exponat zu Exponat gerannt, mal die Treppe rauf, mal die Rampe runter, mal kam ich im Bereich des Bistros gar nicht durch, weil sich eine große Menschenmenge versammelt hat, abholbereit für einer der Shows. Puh, eine kleine Herausforderung für sich, aber natürlich machbar. Nach einer geschlagenen Stunde brauchte ich eine kleine Pause.

Und jetzt kommt der Raumklang Tunnel ins Spiel. Ich gebe einen kleinen Tipp: Wenn man sich ein bisschen „Ruhe“ oder zumindest eine Pause zum Verschnaufen gönnen möchte, kann man sich im Raumklangtunnel zurückziehen. Diesen speziellen Ort habe ich bei dem  Rundgang entdeckt. Ich muss zugeben, er ist ganz schön versteckt. Und ich gestehe auch, damals war ich froh die vielen Eindrücke an einem etwas abgeschiedenen Ort sacken zu lassen. Der Toposonic Tunnel, wie er auf Englisch heißt, befindet sich im Bereich „Energie“, ganz hinten in der Ecke. Den Tunnel selbst sieht man nur, wenn man bis nach hinten durchgeht. Das einzige Auffällige ist ein leuchtendes Neonschild mit einem Ohr-Motiv. Da haben sich die Künstler Sabine Schäfer und Joachim Krebs einen besonderen Platz ausgesucht. 


"Toposonic Tunnel" von Sabine Schäfer und Joachim Krebs
Eingang "Toposonic Tunnel"
Als ich den Tunnel dann zum allerersten Mal betrat, wirkte er schon ein wenig düster. Neben ein bisschen Tageslicht ist die einzige weitere Lichtquelle das blaue Neonlicht an der Tunneldecke und an der Sitzbank. Doch das machte nichts, denn sobald ich mich auf die Bank hinsetzte, wich die ganze Hektik von der Ausstellungsfläche. Es ist nicht still im Tunnel, doch die Geräusche von der Ausstellungsfläche hörte ich erstaunlicherweise nicht mehr. Die Geräusche, die ich jetzt hörte, kamen aus dem Natur- und Technikbereich: Bienen, Vögel, Grillen, Wasser, Luft, Autos … Überraschenderweise haben die Klänge auf mich sehr beruhigend gewirkt, vor allem sobald ich die Augen schloss.
 

Blick aus dem Innern des Tunnels.
Das Gute an dem Ort: er scheint nicht so viele Besucher anzuziehen, so dass ich wirklich für ein paar Minuten abschalten und mich anschließend wieder ganz dem Trubel und natürlich den anderen Exponaten zuwenden konnte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen