Montag, 2. März 2015

Neue Optik in der Optik - Rundgang zu den erneuerten Exponaten

Kennt ihr diese Werbung, bei der eine Frau nur mit einem Tuch ihren Ehemann wegwischt? Mithilfe eines optischen Tricks geht das wirklich. Ich habe es heute auf einem Rundgang mit Dominik und Mareike, die gerade den neuen Ausstellungsbereich "OPTICKS" vorbereiten, ausprobiert. Man setzt sich an das Exponat „Ausgewischtes Gesicht“ und wischt mit einer Hand zumindest einen Teil der gegenübersitzenden Grinsekatze (oder des Ehemanns), weg.
               
Noch grinst das Kätzchen ... bald verschwindet es!
Diese und andere Exponate werden zurzeit runderneuert, mit neuen Texten und Grafiken bestückt und durch Neuheiten ergänzt. Von diesem erneuerten Exponat bin ich schon voll überzeugt. Endlich kann man es durch die neu als Bild aufgebrachte Grinsekatze in Ruhe alleine ausprobieren, bevor man sein Gegenüber wegwischt. Es funktioniert übrigens, weil beide Augen etwas Unterschiedliches sehen. Das Gehirn entscheidet dann, was wichtiger ist.

Ganz genau betrachten wir dann zusammen die neuen Texte und Grafiken im Vergleich zu den alten. Jetzt wird der Text weiß auf schwarz abgebildet, immer hinterleuchtet und durchgehend durch erklärende Grafiken ergänzt. Wir sind alle drei sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Doch Mareike weiß, dass auch da bis zum Start des Bereichs am 21.3. noch viel Arbeit vor ihr und der ausführenden Grafikagentur liegen.

                                
Die Beschriftungungen haben ein neues Design bekommen. Vorher- und Nachhervergleich (von rechts nach links)
Viel Experimentieren wird man auch am neuen Teleskop-Tisch können. Ein Highlight für alle, die ganz genau wissen wollen, wie so etwas funktioniert. Hier kann man nun mehrere Okulare und Objektive ins Sichtfeld drehen und verfolgen, was sich verändert. Besonders schön finde ich auch, dass man das vergrößerte Bild auf einer Mattscheibe betrachten kann. 

Neuer Teleskoptisch.
Eins meiner Lieblingsexponate ist relativ unscheinbar: die Nadellochlupe. Mit zwei verschiedenen Nadellochgrößen kann man beobachten, was geschieht, wenn man einen Text durch ein solches Loch betrachtet. Das kleinere Loch lässt einen die Schrift viel schärfer erkennen, als das etwas größere. Wenn man durch ein kleines Loch blickt, kann man auch sehr kleine Buchstaben scharf sehen.
       
Die Nadellochlupe: Ein Blick hindurch lässt vieles klarer erscheinen. ;)
Etwas üben muss ich mit Mareikes Hilfe beim erneuerten Exponat „Blinder Fleck“. Das ist der kleine Bereich auf der Netzhaut, an dem wir blind sind. Denn an diesem Punkt gibt es keine Stäbchen und Zäpfchen, sondern dort befindet sich der Sehnerv. Normalerweise fällt uns dieser blinde Fleck nicht auf. Entdecken kann man ihn nur durch ein Experiment. Mithilfe von Mareike lasse ich eine Maus „verschwinden“. Mit ein bisschen Übung klappt es auch mit weiteren  Bildern. 
            
Wer kann die Maus "verschwinden" lassen?
Wunderschön wird das Recollections-Kunstwerk. Durch ein Update werden die erzeugten farbigen Schatten noch bunter, leuchtender, moderner und schärfer. 

Recollections: Das Motiv erinnert mich ein bisschen an einen Schneeengel! (Foto: Heiner Müller-Elsner)
Es liegt noch viel Detailarbeit bei allen Beteiligten, bis am 21. März wieder alles zugänglich wird. Dazu gehört auch, dass die Wände und der Boden runderneuert werden. Und dann heißt es insgesamt: Neue Optik in der Optik!

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