Montag, 22. Juni 2015

Originale Flippermaschinen brauchen intensive Wartung

Fireball, Captain Fantastic, Indiana Jones, Terminator 2! Legendäre Flipper aus den 50er, 60er, 70er und 90er Jahren werden derzeit als Leihgabe des Pacific Pinball Museums gezeigt. Und nicht nur das: Man darf an den originalen Schätzen aus dem letzten Jahrhundert sogar spielen!

„Dies können wir nur durch ein engagiertes Technikteam gewährleistet, das diese legendären Flippermaschinen kennt und intensiv pflegt“, erklärt mir Davy Champion der Organisator der Sonderausstellung. Außerdem stand dem Technikteam zu Beginn der Ausstellung der Direktor des Pacific Pinball Museums Michael Schiess zur Verfügung, der seine  Flippermaschinen wie seine Westentasche kennt und das phaeno Team entsprechend "geschult" hat. Außerdem gibt es weitere externe Flipperfachleute während des Betriebs der Ausstellung, die dem phaeno Team zur Seite stehen.


Jeder Flipper benötigt intensive Pflege, damit sie einwandfrei funktionieren.
Zwei aus diesem phaeno Team sind Mark und Josef. Als gelernte Elektrotechniker sind sie nun besonders gefordert. Ihnen machen die Flippermaschinen nicht nur einen Haufen Arbeit, sondern auch Spaß. Die Technik ist noch erkennbar und von dem Team ohne Computerhilfe reparierbar. Dies können Technikfans auch an den gläsernen Flippern in der Ausstellung nachvollziehen.

Ich habe Mark beobachtet, wie er den Bauch eines Flippers öffnet, hochklappt und fast darin verschwindet. Er erklärt mir die zu reparierenden Teile und behebt in dem Drahtwirrwarr sofort den Fehler. Scheinbar ist alles ganz logisch aufgebaut… Zumindest für unser Technikteam. Die Flippermaschine kann dann in der Ausstellung verbleiben und funktioniert wieder. 


Für mich nur Drahtwirrwarr, doch Mark behält zum Glück den Durchblick.
Eine besondere Flippermaschine hat Mark sogar dem phaeno zur Verfügung gestellt. Es hat ihm Spaß gemacht den Williams-Flipper „Fish Tales“  von 1992 vor dem Schrottplatz zu retten. Er hat ihn renoviert und beim After Dark-Abend gezeigt. Außerdem steht das gute Stück auch ab sofort in der Ausstellung. Stolz zeigt er mir, dass sogar der Fisch im oberen Bereich wieder leuchtet. 

Repariert, erstrahlt der Williams-Flipper wieder im neuen Glanz.
Es gibt also nicht nur die Freude am Flippern, sondern auch eine Fangemeinde, die diese Flipper liebevoll restauriert. Dies wurde auch am vergangenen After Dark-Abend deutlich. Mehrere Besucher fragten in der Diskussionsrunde mit dem Flipperexperten Andreas Harre nach Ersatzteilen. Und auch die Kunst hat schon längst den Flipper als Element entdeckt, wie man in der Ausstellung ebenfalls sehen kann. 

"Balls for Cthulhu" (2013) aus "Temple of Din" von Lucas Abela, eines der künstlerischen Flipper.
„Wir freuen uns, dass unser gesamtes Technikteam so hinter dieser Ausstellung steht. Sonst könnten wir diese Originalflippermaschinen und die teilweise technisch sehr wartungsintensiven Kunstexponate nicht zum Ausprobieren anbieten“, erklärt mir Davy.

Tipp: Die Ausstellung ist noch bis zum 2.9. im phaeno zu sehen.

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