Montag, 12. Oktober 2015

Sandkunst wie eine Symphonie

Geordnet, präzise, meditativ und wunderschön! Das ist das Sandkunstwerk von Bruce Shapiro. Und das ist genau der Grund, warum sich Shapiro seit Jahren mit der Veränderung dieses Kunstwerks beschäftigen kann. „Mein analytischer Geist treibt mich bei Verbesserungen an, aber das, was ich bei diesem Kunstwerk fühle, kann ich nicht beantworten. Es ist so ähnlich wie mit Musik, die man hört“ erklärt er mir. Noch nie war er von diesem Kunstwerk gelangweilt. Und er darf es mit der Erlaubnis seiner Frau auch zu Hause aufstellen, obwohl es so groß ist und viel Platz einnimmt. „Ich habe es sehr leise konstruiert. Außerdem kann ich es  besser weiterentwickeln, wenn ich mit dem Kunstwerk zusammen lebe!“ erklärt er mir. Außerdem sei Sand eben sehr „freundlich“ und sorgt deswegen als Kunstwerk für eine gute Atmosphäre. 

Bruce Shapiro beobachtet seine Kreaktion. (Foto: Lars Landmann)
Zusammen beobachten wir die Maschine wie sie ein kleines Kleeblatt und ein Dreieck zeichnet. Ganz zufrieden ist er mit der Einrichtung noch nicht. Sie soll extrem präzise laufen. Er fordert mich auf, die Maschine auch einmal von unten zu betrachten. „Die Maschine ist kein Geheimnis. Ich finde es eine gute Idee, einen Spiegel einzurichten. So kann man den Mechanismus sehen“. Ich bin erstaunt, dass es zumindest bei mir nicht den Zauber der Maschine zerstört. Im Gegenteil. Ich bin überrascht, dass die beiden Kugel miteinander verbunden sind. Durch die Verbindung gibt immer eine Kugel den Weg der anderen Kugel vor. 

Je nach Einstellung, ziehen die Magnetkugel verschiedene Muster durch den Sand.
Das Kunstwerk ist erstaunlich. So erstaunlich, dass es Shapiro gerne in einer kleineren Version herstellen möchte. Vielleicht sind dann mehrere Sisyphus bald in Büros oder Cafes zu sehen. 

Das Sandkunstwerk zieht viele BesucherInnen an. (Foto: Lars Landmann)
Das Sandkunstwerk kann bis zum 14.08.2016 im phaeno bewundert werden.

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