Montag, 7. Dezember 2015

"Duftlabor – Vanille, Zimt oder Zitrone?"

Oh, wie es bereits duftet, kaum dass ich den BioLab betrete! Meine Kollegin Daniela bereit schon mal alle Utensilien für den Workshop „Duftlabor – Vanille, Zimt oder Zitrone?“ vor. Päckchen für Päckchen holt sie aus dem Vorratsschrank hervor: Lavendel, Tannennadel, Zimstangen, Rosenblätter und, und, und. Anschließend kommen noch Zitrusfrüchte und Ethanol zum Vorschein. Nun geht es ans Angemachte. Zuallererst hobelt meine Kollegin ein bisschen von der Orangenschale in eine Schüssel. Sofort steigt der frische Orangenduft mir in die Nase.

Die erste Hauptzutat liegt bereits im Mörser.
Anschließend wird ein wenig Sand und ein paar Tropfen Ethanol mit der Pipette den Schalen hinzugefügt.

Das Ethanol sorgt für die Aufnahme des Parfüms auf der Hautoberfläche. Der Alkohol selbst verdampft ganz schnell. Übrig bleibt der gewünschte Duft.
Das Ganze wird nun mit dem Mörser zerstampft, damit die ätherischen Öle aus der Orangenschale heraustreten können. Es entsteht ein Gemisch aus Sand, Schale und Flüssigkeit. Um die Flüssigkeit – das Parfum – vom Rest abzutrennen wird das Gemisch in einem Papierfilter gefüllt.

Nun heißt es stampfen bis sich die ätherischen Öle gelöst haben.
Dort kann die Flüssigkeit in aller Ruhe abtropfen. Am Ende wird die Flüssigkeit in einen kleinen Behälter abgefüllt. Fertig ist das eigene Parfum.

Neben der individuellen Duftherstellung, kann man an einer anderen Station seinen Riechsinn auf die Probe stellen. Aus 20 nummerierten Behältern kann man den Inhalt erschnüffeln. Entweder man testet sich selbst oder man tritt im Wettbewerb gegen eine zweite Person an. Seid gespannt, wer zuerst den Duft zuordnen kann. Es ist gar nicht so leicht!

Meine beiden Kolleginnen Annette und Daniela tretten im Wettbewerb gegeneinander an? Wer erschnüffelt zuerst den Inhalt?
An einer weiteren Station findet man ebenfalls Behälter, die unterschiedlich befüllt sind. Der Name „Duftige Erinnerungen“ ist hierbei Programm. Die verschiedenen Gerüche sollen beim Schnuppern Erinnerungen bei einem wecken.

Zu guter Letzt kann man an der Station „Wie Düfte sich ausbreiten“ genau dieses Phänomen beobachten. Mit einer Pipette tropft man eine Farblösung auf ein Stück Würfelzucker, anschließend legt man diesen mit einer Pinzette auf einem Teller mit ein wenig Wasser ab.

Zuerst troft Annette die Farblösung auf den Würfelzucker ...
Sofort breitet sich die Farbe aus. So ähnlich verbreitet sich auch der Duft im Raum. An der Stelle an der der Duft entsteht, ist dieser besonders hochkonzentriert.

... nun beobachtet sie, wie die Farbe sich ausbreitet. So breitet sich auch der Duft im Raum aus.
Je weiter er sich im Raum verteilt, desto geringer ist seine Konzentration, bis die Konzentration im Raum so gering ist, dass man den Duft gar nicht mehr mit der Nase wahrnimmt.

Lust es auch mal auzuprobieren? Bis zum 6. Januar 2016 habt ihr hierzu die Möglichkeit. Alle Termine findet ihr im phaeno Terminkalender.

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