Montag, 23. Februar 2015

Auf den Spuren der Wolfsburger Hausnummer 10

Am Sonntag ist es endlich soweit: Unsere erste 10er Aktion startet. Denn im Rahmen unseres Jubiläumsprogramms „10 Jahre phaeno“  findet ab März jeden Monat eine besondere Aktion statt.

Der März 2015 steht unter dem Motto: „Alle Wolfsburger, die nachweislich in einem Haus mit der Nummer 10 wohnen, haben freien Eintritt.“
             
10er Aktion März (Foto: helmutvogler - Fotolia.com)
Aus diesem Grund habe ich mich auf den Weg gemacht und in Wolfsburg umgeschaut. Wer wohnt – wobei „wohnt“ nicht ganz richtig ist – besser gesagt: Wer verbirgt sich denn so hinter einem Haus mit der Nummer 10? Ob sich in Wolfsburg auch jemand „Wichtiges“ findet, wie in Londons berühmter Downing Street 10? Aus diesem Grund habe ich vor allem Wolfsburgs bekannteste Straßen aufgesucht.

Mein Weg führte mich als erstes in die Goethestraße. Hier stieß ich sogar auf zwei Gebäude mit der Nummer 10. Hinter der ersten verbirgt sich die Allianz Versicherung und hinter der zweiten (10a) die Musikschule der Stadt Wolfsburg. Seit bereits 45 Jahren können hier Laien und Profis ihrer musikalischen Ader freien Lauf lassen. Das ist ein beachtlicher Zeitraum!

Das Allianz Gebäude in der Goethestraße 10.
Die Musikaschule befindet sich in der Goethe Schule in der Goethestraße 10a.
Weiter ging es in den Schachtweg. Dort fand ich hinter der Hausnummer 10 ein Elektro-Fachgeschäft „Elektro – Kirschnek e. K.“, das einzige in der Innenstadt! Ich muss zugeben, für all‘ diejenigen, die ohne Auto unterwegs sind – wie ich auch – ist das schon ganz schön praktisch.
                                 
Das einzige Elektro-Fachgeschäft in der Innenstadt im Schachtweg 10.
Mein nächstes Ziel führte mich in die Rothenfelder Straße 10. Denn hier befindet sich die Fakultät Gesundheitswesen der Ostfalia – Hochschule für angewandte Wissenschaften. Über drei verschiedene Fakultäten verfügt der Standort Wolfsburg: Gesundheitswesen, Fahrzeugtechnik und Wirtschaft.
              

Ostfalia - Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fakultät Gesundheitswesen in der Rothenfelder Str. 10.
Den nächsten Stopp legte ich auf dem Berliner Ring 10 ein. Besonders für alle Autofahrer eine interessante Adresse, an der ESSO-Tankstelle können sie ihr Auto tanken. Da ich kein Auto zu betanken habe, holte ich mir lediglich einen Coffee to go.

Mit dem Kaffee machte ich mich auf den Weg zu meiner letzten Zieladresse: Die Braunschweiger Straße 10. Erneut ein Anlaufpunkt für alle Autofahrer. Diesmal aber für all diejenigen mit einem E-Auto. Denn an der e-Mobility-Station kann das Auto wieder aufgeladen werden.

Nach dem Ende meiner Tour, finde ich, dass sich hinter Wolfsburgs Hausnummer 10 ganz unterschiedliche und auch interessante „Bewohner“ verbergen.
Aber gespannt bin ich wirklich auf die „richtigen“  Bewohner  hinter der Hausnummer 10 in Wolfsburg.

Tipp: Alle Aktionen der kommenden Monate unter http://www.phaeno.de/10aktionen/.

Montag, 16. Februar 2015

Meine persönliche Highlight-Tour

Neulich sollte ich eine Journalistin nach einem Interview über das Jubiläumsjahr durch das phaeno führen. Da ich selber neugierig war, wo ich denn Halt machen würde, habe ich mitgeschrieben. Hiermit präsentiere ich dieses „Experiment“. Zuerst bin ich natürlich an Robo vorbei gegangen und habe den Charmeur kurz beschrieben. Er war natürlich wie immer total umlagert.

Robo in seiner vollen Pracht! (Foto: Nina Stiller)
Dann ging es weiter in den schrägen Raum, den verrückten Salon. Wobei es mich wiederum freute, wie sehr dieser immer wieder die Besucher herausfordert und zu ganz neuen Erkenntnissen über die eigene Wahrnehmung führt. Jetzt ging es weiter zum Nagelbett. Auch hier war die Überraschung groß: Warum nur tun diese Nägel nicht weh? Die naturwissenschaftliche Neugier meiner Besucherin war geweckt. Kurz streiften wir noch die Matheausstellung und den Biobereich. Wie immer merkte ich, dass so eine kurze Führung eigentlich nur neugierig machen und nicht  wirklich einen Überblick geben kann. Dafür ist die Ausstellung zu umfangreich und die Zeit meist zu kurz. Und nach so einer Kurzführung möchte man eigentlich unbedingt selber losstarten und experimentieren.


Auf dem Weg am Krater vorbei streiften wir dann kurz Icy Bodies. Eines meiner Lieblingsexponate. Hier gehe ich immer wieder gerne vorbei und schaue den kleinen Kometen aus Trockeneis zu. Für mich ist dieses Exponat ein besonders gelungenes Beispiel unter den vielen Kunstexponaten des phaeno, die durch ihre Schönheit zum Verweilen einladen.

Immer wieder faszinierend dem Trockeneis beim Verdampfen zuzuschauen. (Foto: Heiner Müller-Elsner)
Der nächste Stopp war dann der fliegende Teppich, der natürlich meiner Besucherin gefiel. Der Name lockt und man wird bei dem den kurzen „Flug“ oder besser beim Schweben nicht enttäuscht.
     
Ich kann fliegen! (Foto: Matthias Leitzke)
Nun sollte es noch in den Bereich Licht und Sehen gehen. Da mein absolutes Lieblingsexponat in der Kürze der Zeit leider wieder mal nicht überzeugte, werde ich wohl aufgeben und es nicht wieder in einem Kurzrundgang vorführen. Es heißt Blutgefäße im Auge.


Bei Blutgefäße im Auge wird man aufgefordert die Augen zu schließen, um mit einer Lampe sein äußeres Augenlid zu bestrahlen. Man erkennt ein feines Netz, welches aus den verästelten Blutgefäßen im Auge besteht. Wenn man Zeit hat, ist dieses Exponat wirklich ein Highlight, da es einem eine neue ansonsten verborgene Einsicht in den eigenen Körper bietet.
Aus Zeitmangel war unsere Tour dann leider schon wieder vorbei.
Die meisten Exponate würde ich wohl wieder so zeigen. Sie bestehen eben aus den persönlichen Highlights. Auch bei meinen Kinder ist mir aufgefallen, wenn sie anderen das phaeno zeigen, dass sie meist erst einmal dieselben Exponate vorführen. Ganz oben auf der Rangliste stehen dabei das sinkende Schiff und der schräge Raum. Außerdem habe ich bemerkt, dass sie bei jedem Besuch einige Exponate immer wieder aufsuchen. So als ob sie sich vergewissern wollen, dass diese immer noch da sind und immer noch gleich funktionieren. Das Schiff wird dabei jedes Mal versenkt!
Versenkt! (Foto: Matthias Leitzke)

Montag, 9. Februar 2015

Happy Valentine's Day! ♥

In wenigen Tagen ist es wieder soweit: Der Valentinstag – ein Tag, der die Gemüter spaltet: Einige lieben, andere verfluchen ihn. Für manche ist es ein Tag wie jeder andere und viele zelebrieren diesen Tag als DAS Fest der Liebe.
Ich gehöre eher zu der Sorte „Ein Tag, wie jeder andere auch“. Kein Grund jedoch, den Valentinstag prinzipiell nicht zu feiern, wie ich finde. Aber das ist natürlich typ- und vor allem „beziehungsabhängig“.
Warum ist der Valentinstag eigentlich so besonders? Oder andersherum gefragt: Warum sollte der Valentinstag so besonders sein? Ursprünglich geht der Valentinstag auf den Todestag des Heiligen St. Valentin zurück, ein posthum heiliggesprochener Priester, der Paare illegal nach christlichem Glauben vermählte und dafür enthauptet wurde. Eigentlich ziemlich romantisch, wie selbstlos sich der Priester für die Liebe aufopferte. Ob sein Handeln wirklich romantischen oder eher zu der Zeit üblichen missionarischen Ursprungs war, kann ich jedoch nicht beurteilen.

Jedenfalls ist phaeno ganz dem Valentinsfieber verfallen. Am 14. Februar findet hier nämlich eine Valentinsparty von 19 bis 23 Uhr statt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Viele meiner Kolleginnen laufen mit Dekorationsartikeln durch die Gegend, das Bistro tüftelt an einer Pizza in Herzform – ich durfte sogar schon vorkosten. Yummy!!!
  
Für den Valentinstag extra keiert. Sehr lecker!
Es gibt immer noch viel zu organisieren. Das Besondere an der Valentinsparty im phaeno: Nicht nur die bereits Verliebten und Paare kommen auf ihre Kosten an dem Abend, sondern auch diejenigen, die sich verlieben möchten, haben die Chance, beim Speed-Dating ihren passenden Deckel zu treffen! Deshalb gilt: Jetzt noch die Chance nutzen und online zum Speed-Dating anmelden, liebe Singles!

Meine Kollegin Swantje schlüpfte schon mal in die Rolle des Amors.
Um schon mal die Stimmung zu checken, habe ich meine Kollegin Andrea losgeschickt, um die Stimmung der Besucher und diverser Kolleginnen und Kollegen zum Thema Valentinstag einzufangen. Dabei kamen ganz süße Geschichten, Träume und Wünsche heraus. Die möchte ich natürlich nicht vorenthalten: Eine Besucherin träumt beispielsweise von einem Schmuckherzchen von ihrem Liebsten, eine andere hingegen von einer romantischer Floßfahrt auf der Oker. Mehrere waren sich einig, dass dies ein Tag sei, an dem man an jemanden Besonderen denkt und es auch zeigt: Tatsächlich finden auch Haustiere Erwähnung. Nur bei dem Thema Geschenke waren sich die Befragten uneinig: Während die einen selbst verschenken und/oder auf Geschenke hoffen, entscheiden sich andere bewusst dagegen.


In diesem Sinne wünsche ich allen einen tollen (Valentins-)Tag mit dem/den liebsten Menschen!

Montag, 2. Februar 2015

Raumklang Tunnel – eine kleine Nische, um dem Trubel zu entkommen

In den Ferien kommen besonders viele Besucher ins phaeno und es kann schon mal sehr lebhaft zugehen. Als ich gerade meine Volontariatstelle antrat, war gerade Ferienzeit und ich mittendrin. Meine To-do-Liste enthielt unter anderem auch die Auseinandersetzung mit den vielen Exponaten. Gesagt, getan! Leider war ich nicht die Einzige, die diese Idee hatte: Eine Menge Besucher tummeln sich auf der Ausstellungsfläche, egal ob groß oder klein. Es wurde von Exponat zu Exponat gerannt, mal die Treppe rauf, mal die Rampe runter, mal kam ich im Bereich des Bistros gar nicht durch, weil sich eine große Menschenmenge versammelt hat, abholbereit für einer der Shows. Puh, eine kleine Herausforderung für sich, aber natürlich machbar. Nach einer geschlagenen Stunde brauchte ich eine kleine Pause.

Und jetzt kommt der Raumklang Tunnel ins Spiel. Ich gebe einen kleinen Tipp: Wenn man sich ein bisschen „Ruhe“ oder zumindest eine Pause zum Verschnaufen gönnen möchte, kann man sich im Raumklangtunnel zurückziehen. Diesen speziellen Ort habe ich bei dem  Rundgang entdeckt. Ich muss zugeben, er ist ganz schön versteckt. Und ich gestehe auch, damals war ich froh die vielen Eindrücke an einem etwas abgeschiedenen Ort sacken zu lassen. Der Toposonic Tunnel, wie er auf Englisch heißt, befindet sich im Bereich „Energie“, ganz hinten in der Ecke. Den Tunnel selbst sieht man nur, wenn man bis nach hinten durchgeht. Das einzige Auffällige ist ein leuchtendes Neonschild mit einem Ohr-Motiv. Da haben sich die Künstler Sabine Schäfer und Joachim Krebs einen besonderen Platz ausgesucht. 


"Toposonic Tunnel" von Sabine Schäfer und Joachim Krebs
Eingang "Toposonic Tunnel"
Als ich den Tunnel dann zum allerersten Mal betrat, wirkte er schon ein wenig düster. Neben ein bisschen Tageslicht ist die einzige weitere Lichtquelle das blaue Neonlicht an der Tunneldecke und an der Sitzbank. Doch das machte nichts, denn sobald ich mich auf die Bank hinsetzte, wich die ganze Hektik von der Ausstellungsfläche. Es ist nicht still im Tunnel, doch die Geräusche von der Ausstellungsfläche hörte ich erstaunlicherweise nicht mehr. Die Geräusche, die ich jetzt hörte, kamen aus dem Natur- und Technikbereich: Bienen, Vögel, Grillen, Wasser, Luft, Autos … Überraschenderweise haben die Klänge auf mich sehr beruhigend gewirkt, vor allem sobald ich die Augen schloss.
 

Blick aus dem Innern des Tunnels.
Das Gute an dem Ort: er scheint nicht so viele Besucher anzuziehen, so dass ich wirklich für ein paar Minuten abschalten und mich anschließend wieder ganz dem Trubel und natürlich den anderen Exponaten zuwenden konnte.