Montag, 30. März 2015

Fragen rund um Huhn und Ei

Zur Osteraktion „Schlüpfende Küken“ im phaeno, erreichten uns eine Menge Fragen von den Besuchern  zum Kükenschlupf. Wir haben einige davon ausgewählt und diese gemeinsam mit dem Geflügelzuchtverein Fallersleben und Umgebung beantwortet.

Ist das Ausbrüten der Eier nicht langweilig für die Hühner?

Ob schon mal jemand untersucht hat, ob die Hühner ihr Gehirn beim Brüten auf „Sparflamme“ schalten, dazu haben wir keine Untersuchung gefunden. So „langweilig“ ist es jedoch nicht für die Hühner. Der ganze Tagesablauf ändert sich. Die Henne ist sehr viel mit dem Wenden der Eier beschäftigt, damit der Embryo nicht an der Schale festklebt. Anstatt im Garten herum zu picken, muss sie außerdem z. B. ihr Nest vor Artgenossen verteidigen.

    
Hier liegen die Eier noch im Nest.
Wie wird ein Hühnerei befruchtet?
Das Ei wird im Huhn von den Spermien des Hahns befruchtet. Da ist dann natürlich noch keine Schale vorhanden.
 

Wie kommt die Schale um das Ei?
Das Ei entwickelt sich innerhalb von 24 Stunden im Huhn im sogenannten Legedarm - davon werden 20 Stunden allein für die Eischale benötigt. Erst in der letzten Stunde vor der Eiablage wird die Schale fest. Wegen der Entwicklungszeit legt ein Huhn also nur maximal ein Ei pro Tag.
Wann entscheidet es sich, ob Huhn oder Hahn entsteht?
Schon bei der Befruchtung. Die Gene für Huhn oder Hahn werden in den Spermien transportiert. D.h. schon bei der Befruchtung des Eis steht das Geschlecht des Kükens fest. Das Geschlechterverhältnis liegt bei 50 : 50.
 

Wie lang ist die gesamte Brutdauer?
Bei Hühnern dauert es 21 Tage bis zum Schlupf.
     

Guck mal, wer da schlüpft!
Wie warm muss ein Ei sein, damit ein Küken schlüpfen kann?
Die optimale Bruttemperatur beträgt 37,8 ºC, bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 65 %.
 

Wie lange braucht ein Küken zum Schlupf?
Das ist sehr unterschiedlich, es kann unter Umständen vom ersten Anpicken bis zum vollendeten Schlupf ein paar Stunden dauern, aber auch nur wenige Minuten.


Wann ist das Gelege eines Huhns voll?
Das Bankivahuhn (Urhuhn) legt ca. 4 – 6 Eier, die Henne beginnt sofort mit der Brut. Die Küken schlüpfen dann auch erst nach und nach. In der Rassegeflügelzucht legt der Züchter, wenn er eine Glucke hat, je nach Größe der Henne ca. 8 – 12 Eier in das Nest.
 

Wann bildet sich der Eizahn wieder zurück?
Nach dem Schlüpfen fällt der Eizahn in wenigen Tagen ab.

      
Das kleine weiße Etwas an der Schnabelspitze ist der Eizahn. Diesen hat das junge Küken noch nicht verloren.
Wieso gibt es braune und weiße Eier?
Die Eierfarbe liegt an der Rasse der Hühner. Ein Huhn mit einer weißen Ohrscheibe legt weiße Eier, ein Huhn mit roter Ohrscheibe legt braune Eier.



Nicht nur die Eier sind unterschiedlich farbig, auch die daraus schlüpfenden Küken.
Warum ist das Eigelb gelb?
Die gelbe Farbe kommt von Farbstoffen, den sogenannten Karotinioden, die rötlich oder gelblich sind. Das Huhn nimmt diese Farbstoffe durch die Nahrung auf. Die Karotinoide werden dann in das Eigelb „eingebaut“. Die Farbe kann je nach Nahrung etwas variieren.
 

Warum haben Hühner Federn?
Säugetiere wie Kühe und Affen haben ein Fell – also Haare. Hühner gehören zu den Vögeln und haben deswegen Federn. Sie dienen z. B. dem Fliegen und der Wärmeisolation. Allerdings fliegen Haushühner nicht. Sie flattern höchstens ein Stückchen.
 

Wie alt können Hühner werden?
Hühner werden in der Regel 5 bis 7 Jahre alt. 


Wieso gibt es immer nur einen Hahn pro Gruppe? 
Unsere Haushühner stammen vom Bankiva-Huhn ab. Haushühner und Bankivas verhalten sich ähnlich. Sie bilden kleine Gruppen mit einem Hahn, Hennen und Jungtieren. Es existiert ein Rangordnung. Dass es nur ein männliches Tier pro Gruppe gibt, ist im Tierreich nicht ungewöhnlich. Es wird damit erklärt, dass ein männliches Tier so seine Gene am besten weitergeben kann. Allerdings hat der Hahn in der Natur viele Kämpfe zu bestehen. In der Hühnerzucht darf die Gruppe nicht zu groß sein, da sonst die Befruchtung der Hennen durch den Hahn nicht mehr gewährleistet ist.
 

Wo kommt das Küken hin, wenn es geschlüpft ist?
Es wird zurück zum Züchter gebracht.


Danke an alle FragestellerInnen und an diejenigen, die Rede und Antwort standen!

Montag, 23. März 2015

Vorfreude auf ein neues Exponat!


Die Stimmung in der Ausstellung, die ich bei den Kollegen und mir selbst bemerke, ist ein bisschen so wie eine Mischung aus Ostereier suchen und eine neue Couch kaufen. Ein auffälliges neues Exponat wird in der Ausstellung zum ersten Mal zur Probe aufgestellt. Und ein erster Test ist natürlich die Reaktion der Mitarbeiter auf das neue gute Stück, das jeder sofort ausprobieren möchte. Es heißt Lightstick und ist ein Kunstwerk von Bill Bell. Ich will natürlich auch sofort damit experimentieren. Der erste Eindruck ist eine flackernde Lichterreihe, die wie ein großer Lichtstab in einer Ecke hängt. 

Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Kunstwerk von Bill Bell?
Damit es sein Geheimnis Preis gibt, muss man seine Augen, seinen Kopf (mit den Augen) oder sich im Ganzen bewegen.
Bei mir gelingt am besten das Vorbeischleichen und fast nebenbei Beobachten. Und zack plötzlich taucht ein Auto als Lichtbild auf. Und wieder passiert irgendetwas auf meiner Netzhaut und ein halber Schriftzug mit dem Wort Kunst zeigt sich fast aus dem Nichts. Spannend aber auch ein bisschen anstrengend dieses Geflackere. 


Der Schriftzug "Kunst" erscheint fast wie aus dem Nichts. (Foto: Helge Landmann)
Da muss ich mir gleich den Kurator Dominik Essing schnappen, um ihn über diese Neuigkeit zu befragen. Das Kunstwerk gehört zum neuen Sonderbereich "OPTICKS", der seit dem 21.3. wieder zugänglich ist.
Dominik ist selbst ganz fasziniert von der Neuerwerbung und hat natürlich gleich eine Erklärung parat: „Durch die Bewegung wirken Lichtreize auf verschiedene Stellen der Netzhaut, die dann zu einem Bild kombiniert werden. So kann man auch Bilder in einem Lichtstab verstecken“, erklärt er mir. Raffiniert dieses Ding. Ein bisschen zu grell noch, um im Dauerbetrieb daneben zu stehen.


Man muss nur einmal ganz schnell von einer auf die andere Seite seinen Kopf drehen und zack erschein ein Bild! (Foto: Helge Landmann)
Das bestätigt auch FSJlerin Katharina, die gerade in der Ausstellung neue Rätsel für die Besucher ausprobiert. Sie ist froh, dass das Exponat sofort nach dem Ausprobieren einen anderen Platz bekam, der mehr am Rand der Ausstellung gelegen ist. So hält man die Lichtreflexe besser aus. Eigentlich findet sie das Exponat total cool. Sie versucht nur ihre Augen zu bewegen, um die versteckten Bildbotschaften zu sehen. Alle Bilder konnte sie bisher aber nicht wahrnehmen. Da muss sie noch etwas üben. 

Dominik wird noch mit verschiedenen Stellen in der Ausstellung und unterschiedlichen Farben experimentieren, bis es dauerhaft an bleiben darf. Ich finde es toll. Als Biologin interessieren mich diese Wahrnehmungsexperimente besonders. Ein bisschen erinnert mich diese Kunst auch an andere Exponate der Ausstellung wie z. B. „Lightform“ und „Touch and See“ von Piero Fogliati. Außerdem ein Exponat, bei dem man einen ganzen Stuhl auf der Netzhaut “einfräsen” kann. Es heißt „Retinal Sculpture Cabinet“. Sie alle experimentieren mit unserer Wahrnehmung und sind zum Teil etwas anstrengend aber wirklich etwas Besonderes!

Bei diesem Exponat kann man sich einen ganzen Stuhl auf der Netzhaut "einfräsen".

Montag, 16. März 2015

EggBot – ein kleiner Roboter, der Ostereier bemalt!


Für das Osterferienprogramm hat unsere FSJlerin Katharina einen kleinen Roboter zusammengebaut, der Plastikeier bemalt. Hier ihre Eindrücke:

Als ich gefragt wurde, ob ich für Ostern mal einen eierbemalenden Roboter ausprobieren möchte, war ich sofort begeistert – das klang ganz nach einer Sache für mich. Die ersten paar Test-Eier sahen natürlich nicht ganz so hübsch aus, aber als ich nach und nach immer besser mit dem sogenannten EggBot zurechtkam, wurden die Bemalungen der Eier auch immer schöner und präziser. 

Die Eier wurden immer hübscher!
Beim Zusammenbauen von zwei weiteren EggBots hatte ich dann die Gelegenheit, ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise der Roboter zu entwickeln, was bei der Fehlerbehebung sehr nützlich sein kann. 

Der kleine Roboter in Aktion ...
Das Zusammenbauen selbst war zwar etwas zeitaufwändig, dank Anleitung aber nicht sehr kompliziert. Nach und nach entstand aus den vorgeschnittenen Teilen die Form des EggBots und der Stiftarm, dann wurden die zwei Schrittmotoren montiert – einer dreht das Ei hin und her, der andere bewegt den Stift nach oben und unten. Aus diesen zwei einfachen Bewegungen können alle Arten von Mustern auf die Eier übertragen werden. 

... im gleichmäßigen Rhythmus malt der Roboter die Muster auf die Plastikeier.
Ein kleiner Servomotor hat dann noch die Aufgabe, den Stift im richtigen Moment hoch- und wieder herunterzulassen. Sobald die drei Motoren mit der Platine, dem sogenannten EggBotBoard verkabelt waren, war der Bot auch schon startbereit. Die gewünschten Muster, die mithilfe des Programms InkScape erstellt werden können, werden über USB an den EggBot übertragen.
         
Es steckt ganz schön viel Technik in einem solchen kleinen Roboter.
Es ist eine nette Zwischenbeschäftigung, neue Muster für die Eier zu entwerfen und zu testen, wie sie auf der dreidimensionalen Oberfläche wirken. Dass es dem entspannenden Effekt einer Lavalampe ähnlich ist, zuzusehen wie aus zwei simplen Bewegungen aufwändige Muster entstehen können, macht das Eier-bemalen-lassen außerdem zu einer sehr angenehmen Angelegenheit.


Die Farbe und Muster können die Besucher selbst auswählen.
In den Osterferien können die Besucher im phaeno selbst einmal beobachten, wie Eier von den Robotern bemalt werden – und am Ende auch selbst ein solches Ei mit nach Hause nehmen.

Lieben Dank! Für Osterdeko ist jetzt gesorgt, Ostern kann kommen! :)

Montag, 9. März 2015

Was passiert bei After Dark?

Der nächste After Dark Termin rückt näher. Am 12. März ist es wieder soweit. Doch was erwartet die Besucher an dem Abend und was ist das Besondere daran. Diese und andere Fragen stellte ich meinem Kollegen Davy Champion. Lest selbst, was dabei rauskam.

Der nächste After Dark-Termin ist der 12. März. Kannst du erste Einblicke geben, was die Besucher erwartet? 
Die Besucher erwartet eine Vorschau auf den erneuerten Ausstellungsbereich „OPTICKS“. Wir werden Ihnen zeigen, was sich verändert hat. Welche Exponate neu dazugekommen sind oder welche ausgebessert oder erweitert wurden. Die Veranstaltung findet auf der Ausstellungsfläche auf der unteren Ebene statt. Im eigentlichen Bereich wird der Boden neu beschichtet und aus diesem Grund ist er noch nicht zugänglich. Für den Abend sind 2 bis 3 Stationen geplant, anhand derer wir den Besucher das Thema Licht und Sehen näher bringen, beispielsweise durch ausführliche Vorführungen und Erklärungen der ausgewählten Exponate. Wir werden den Besuchern eine der Lichtfolien der Kunstinstallation „Spectral Landscape“ von Pete Stephens in die Hand geben und erklären, wie das weiße Licht durch die Folie zu bunten Lichtstrahlen wird. Dieses Phänomen haben wir als Motiv für unsere „OPTICKS“-Ausstellung genutzt. Es erinnert mich an das Albumcover „The Dark Side Of The Moon“ von Pink Floyd.

Das Plakatmotiv für die Ausstellung "OPTICKS".
Nicht zu vergessen ist auch das kulinarische Angebot an diesem Abend. Unsere Gastronomiechefin Gina hat das Thema „Light“ auf ihre Weise aufgegriffen. Die Besucher dürfen sich auf eine Pizza light und gefüllte Champignons (Anm. d. Red.: vegetarisch) freuen.

Am Abend wird auch erstmals die Lasershow „Laserlicht Zauber Reloaded“ mit neuer Technik gezeigt. Kannst du dazu was erzählen. Wie sehr anders sieht sie aus?
Als erstes: Diese Show finde ich total brillant und wirklich cool. Durch die neue Technik, die wir bereits für die Lasershow „LasAir“ neuinstalliert haben, wird die Show „Laserlicht Zauber“ ganz anders als ihre frühere Variante werden. Die 2 neuen Projektoren ergeben mehr Farben und dadurch entstehen ganz andere und neue Bilder. Begleitet wird die Show von der Musik aus Matrix und Karneval der Tiere. Es ist wirklich eine meiner Lieblingsshows, da Licht und Musik so gut zusammenpassen.

Was war bisher dein schönster After Dark-Abend/Moment oder was ist dir in besonderer Erinnerung geblieben?

Lacht. Also da muss ich spontan an die letzte Veranstaltung „After Dark – phänomenaler Adventskalender“ denken. An diesem Abend haben wir gemeinsam mit der Uni Göttingen ihren Adventskalender „Physik im Advent“ aus dem Vorjahr vorgeführt. Wir hatten auch einen besonderen Gast, den Weihnachtsmann, bei uns. Leider wie es immer so ist, hat der Weihnachtsmann viel zu tun, speziell um die Weihnachtszeit, deshalb musste er die Veranstaltung kurz vor Ende verlassen. Er „flüchtete“ durch den Haupteingang mit seinem (Ruck-)Sack und sorgte für ein besonderes Bild bei den umhergehenden Passanten. Lacht.

Erinnerungen an den After Dark in Dezember 2014. Hier war der "Weihnachtsmann" noch da! ;)
Rückblickend fand ich sonst den After Dark-Abend rund um das Thema „Orange“ sehr gelungen. Da hatten wir das Tanzende Theater Wolfsburg bei uns, die eine extra Performance für diesen Abend einstudiert, und vorgeführt haben. Auch fand ich die Experimente mit der Orange selbst sehr gut.

Wie läuft so ein typischer After Dark-Abend ab? Was ist das besondere im Vergleich zu einem Tagesbesuch?
Die Atmosphäre an dem Abend ist komplett anders und nicht mit der am Tag zu vergleichen. Schon allein die Beleuchtung ist ganz auf eine Abendverabstaltung abgestimmt. Es sind weniger Besucher da und dadurch entsteht eine entspannte Atmosphäre. Die Besucher bekommen eine exklusive Vorführung, z.B. rund um eines der aktuellen Ausstellungen bei uns. Dadurch haben wir die Chance das Thema aus einem anderen Blickwinkel aufzubereiten und die Experimentierstationen zu präsentieren und zu erklären.
                  

Blaues, stimmungsvolles Licht kreiert eine wunderbare Abendatmosphäre.
Wie sehen die Vorbereitungen dafür aus, z.B. Themenfindung, Organisatorisches …?
Das Thema für einen After Dark- Abend ist in diesem Jahr an den Ausstellungsthemen orientiert: „OPTICKS“, „ausgeflippt“ und „MechanixX“. Im Dezember machen wir wieder, passend zu Weihnachten, den Adventskalender (Anm. d. Red.: PiA).
Das Programm gestalten wir selbst und haben zum Teil Partner mit dabei. Man kann so mal wieder genauer über Exponate nachdenken und vor allem neue Ideen entwickeln und ausprobieren. Ich finde es auch gut mal wieder etwas mit meinem Kollegen Dominik zu erarbeiten. All dies ist wichtig für unsere Zusammenarbeit und künftige Projekte.      

  
Mein Kollege Davy "versteckt" sich hinter einer Maske, die Teil der erneuerten Optik-Ausstellung ist. Findet ab 21. März heraus, was sich dahinter verbirgt.

Montag, 2. März 2015

Neue Optik in der Optik - Rundgang zu den erneuerten Exponaten

Kennt ihr diese Werbung, bei der eine Frau nur mit einem Tuch ihren Ehemann wegwischt? Mithilfe eines optischen Tricks geht das wirklich. Ich habe es heute auf einem Rundgang mit Dominik und Mareike, die gerade den neuen Ausstellungsbereich "OPTICKS" vorbereiten, ausprobiert. Man setzt sich an das Exponat „Ausgewischtes Gesicht“ und wischt mit einer Hand zumindest einen Teil der gegenübersitzenden Grinsekatze (oder des Ehemanns), weg.
               
Noch grinst das Kätzchen ... bald verschwindet es!
Diese und andere Exponate werden zurzeit runderneuert, mit neuen Texten und Grafiken bestückt und durch Neuheiten ergänzt. Von diesem erneuerten Exponat bin ich schon voll überzeugt. Endlich kann man es durch die neu als Bild aufgebrachte Grinsekatze in Ruhe alleine ausprobieren, bevor man sein Gegenüber wegwischt. Es funktioniert übrigens, weil beide Augen etwas Unterschiedliches sehen. Das Gehirn entscheidet dann, was wichtiger ist.

Ganz genau betrachten wir dann zusammen die neuen Texte und Grafiken im Vergleich zu den alten. Jetzt wird der Text weiß auf schwarz abgebildet, immer hinterleuchtet und durchgehend durch erklärende Grafiken ergänzt. Wir sind alle drei sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Doch Mareike weiß, dass auch da bis zum Start des Bereichs am 21.3. noch viel Arbeit vor ihr und der ausführenden Grafikagentur liegen.

                                
Die Beschriftungungen haben ein neues Design bekommen. Vorher- und Nachhervergleich (von rechts nach links)
Viel Experimentieren wird man auch am neuen Teleskop-Tisch können. Ein Highlight für alle, die ganz genau wissen wollen, wie so etwas funktioniert. Hier kann man nun mehrere Okulare und Objektive ins Sichtfeld drehen und verfolgen, was sich verändert. Besonders schön finde ich auch, dass man das vergrößerte Bild auf einer Mattscheibe betrachten kann. 

Neuer Teleskoptisch.
Eins meiner Lieblingsexponate ist relativ unscheinbar: die Nadellochlupe. Mit zwei verschiedenen Nadellochgrößen kann man beobachten, was geschieht, wenn man einen Text durch ein solches Loch betrachtet. Das kleinere Loch lässt einen die Schrift viel schärfer erkennen, als das etwas größere. Wenn man durch ein kleines Loch blickt, kann man auch sehr kleine Buchstaben scharf sehen.
       
Die Nadellochlupe: Ein Blick hindurch lässt vieles klarer erscheinen. ;)
Etwas üben muss ich mit Mareikes Hilfe beim erneuerten Exponat „Blinder Fleck“. Das ist der kleine Bereich auf der Netzhaut, an dem wir blind sind. Denn an diesem Punkt gibt es keine Stäbchen und Zäpfchen, sondern dort befindet sich der Sehnerv. Normalerweise fällt uns dieser blinde Fleck nicht auf. Entdecken kann man ihn nur durch ein Experiment. Mithilfe von Mareike lasse ich eine Maus „verschwinden“. Mit ein bisschen Übung klappt es auch mit weiteren  Bildern. 
            
Wer kann die Maus "verschwinden" lassen?
Wunderschön wird das Recollections-Kunstwerk. Durch ein Update werden die erzeugten farbigen Schatten noch bunter, leuchtender, moderner und schärfer. 

Recollections: Das Motiv erinnert mich ein bisschen an einen Schneeengel! (Foto: Heiner Müller-Elsner)
Es liegt noch viel Detailarbeit bei allen Beteiligten, bis am 21. März wieder alles zugänglich wird. Dazu gehört auch, dass die Wände und der Boden runderneuert werden. Und dann heißt es insgesamt: Neue Optik in der Optik!