Montag, 31. August 2015

Die Odyssee von George Rhoads

Ein besonderes Exponat liegt auf der Ausstellungsfläche auf dem Weg zur Verwaltungsebene. Jeden Tag gehen wir daran vorbei und heute haben meine Kollegin Andrea und ich es den zahlreichen Besucherinnen und Besucher gleichgetan und uns ein wenig vor George Rhoads Kunstwerk niedergelassen. Davor zu sitzen und einfach dem Lauf der Kugeln zu folgen hat auch mich fast schon eine meditative Wirkung. Einfach entspannend.

Was meinst du Andrea?

Eine Kugelbahn, die wie ein zweidimensional gestaltetes Bild, konstruiert ist: "Odyssey of the Spheres" von George Rhoads. Die fasziniert mich schon seit der Kugelbahnausstellung 2012. Sie hat aber jetzt einen besonderen Platz bekommen. In dem sogenannten Lounge Bereich, der besonders Licht durchflutet ist und in dem man direkt auf die Züge und das Werk und die Autostadt blicken kann.

Die roten Sessel laden förmlich zum Verweilen ein.
Außerdem kann man sich nun bequem vor die Bahn setzen und sie ganz entspannt beobachten. Dies hat zu einer großen Attraktivität der Bahn geführt. Besucher unterschiedlichen Alter verweilen oft sehr lange vor der Bahn und diskutieren über die Ereignisse, die sie sehen. 

Ganz entspannt vor Rhoads Kunstwerk sitzen und den Weg der Kugeln auf der Bahn verfolgen.
Das will ich heute auch einmal in Ruhe erleben. Zuerst meditiere ich darüber, ob die Kugel wirklich so zufällig über die Bahn rollen. Meine Beobachtungen stimmen mit dem Exponatetext überein: Drei schwingende Pendle sorgen für die zufällige Verteilung der Kugeln! Aha! Jetzt kann ich mich den witzigen Elementen der Bahn widmen: Besonders originell, finde ich, dass die Kugeln im Verlauf der Bahn auch springen oder in einer Spirale hinabwandern. 

Unglaublich wie viele Elemente hier miteinander verknüpft sind und den
Ziemlich gut finde ich auch, dass die mechanischen Elemente zu sehen sind: Man kann den Lift, der die Kugeln transportiert, gut sehen. 

Der Kugellift.
Rhoads hat solche Bahnen auch für Büros gebaut. Ob ich sie auf Dauer so entspannend finden würde, weiß ich nicht. Da sie Töne erzeugt, bezweifle ich das eher. Aber als Station zum Angucken auf jeden Fall sehenswert!

Montag, 24. August 2015

Das Herz des Pacific Pinballs Museum: Flipperchef Michael Schiess

Der Lebenslauf von Michael Schiess, das gibt er selbst zu, ist ein richtig amerikanischer. Zwischen Kunst und Geldbedarf. Heute ist er Direktor des Pacific Pinball Museums und morgen...mal sehen. Alles begann mit der Idee, aus einer Flippermaschine Kunst zu machen. Bei diesem Projekt wurde dem gelernten Techniker klar, dass die Flippermaschinen selbst Kunst sind. Und nicht nur das! Er liebt die Kunst und die Technik in und an ihnen.

Für ein Foto unterbricht Michael Schiess das Spielen.
Außerdem sind sie für ihn Teil der amerikanischen Geschichte. Schnell wurden aus dem einen Flipper dreißig. Daraus entstand ein Samstag-Treffen zum Spielen an den Flippermaschinen. Das war aber dem umtriebigen Schiess bald nicht mehr genug. So wurde die Idee zu dem Pacific Pinball Museum geboren: Heimat für legendäre Flipper. Aber nicht nur das. Man trifft sich dort, um zu spielen, Einblick in die Technik zu bekommen und auch die Kunst der Flipper zu bestaunen. Man merkt, wenn man ihn mit seinen Flipper beobachtet, dass er sich richtig in sie "eingelebt" hat. Seine besonderen Lieblinge sind der "Fireball", "Eldorado" und "Captain Fantastic". Hier kann er mir jedes Detail erklären. Besonders beim "Captain Fantastic" gibt es da mehr als genug. 

Einer seiner Lieblingsflipper: Captain Fantastic.
Manche Details in der Grafik sind so, dass man sie sehen muss. Und in der heutigen Zeit – die coolen 70er sind vorbei – schon fast Zensur bedürftig. Ja ein bisschen fühlt er sich auch wie der Retter der Flipper. Durch seine Ausstellung gelang es ihm, die schönsten zu bewahren. Und auch Williams [Anm. d. Red.: Unternehmen, das Flipper herstellte] am Laufen zu halten. Das Interesse ist wieder erwacht. Natürlich längst nicht wie in den guten alten Zeiten. Aber wenigstens diese Flipper sind gerettet. Und dass sie Spaß machen, merkt man auch sofort in der phaeno Ausstellung. Schiess ist durch seine Tätigkeit am Exploratorium ein richtiger Science Center Kenner und hat schon viele von ihnen gesehen und auch mit aufgebaut. Das phaeno mag er, da die Ausstellung so vielfältig ist, wie in sonst kaum einem Science Center. Zwei Lieblinge hat er auch hier „wieder“ entdeckt. Die Feder, die man nicht anfassen kann und drei Bälle, die man an einem Seil losslässt. 

Am Exponat "Supersprung" wurde Michael Schiess nicht müde, das Exponat immer wieder zu testen.
Ihm gefallen Science Center sowieso. Und darin vor allem Objekte, die möglichst einfach sind, aber umso mehr Effekt haben. 

Tipp: Die einmalige Ausstellung "ausgeflippt!" mit vielen Exponaten aus dem Pacific Pinball Museum läuft nur noch bis zum 2.9.2015. Danach muss man nach Kalifornien reisen. 

www.pacificpinball.org/

Montag, 17. August 2015

Neue Leitung in der Leitung

Unser neuer Kollege Nico Müller stellt sich vor und berichtet über seine erste Zeit:

Seit knapp 2 Wochen bin ich nun neuer Mitarbeiter im phaeno – ich übernehme die Leitung im Service-Center – und habe spannende und interessante erste Wochen erlebt.

Im phaeno gibt es eine Tradition, die jeder neue Mitarbeiter durchläuft: Die Tradition nennt sich Schattentag. Am besagten Schattentag bin ich einen ganzen Tag lang als „Schatten“ der phaeno(wo)man auf der Ausstellungsfläche mitgelaufen und habe den Kollegen über die Schulter geschaut. Ich bin begeistert, wie authentisch und offen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber den Besuchern auftreten.


Auf dem phaeno Vorplatz genieße ich die eine oder andere Mittagspause.
Einmalig war definitiv die Begehung des phaeno Daches mit einigen Kollegen, wo man normalweise nicht hinkommt. Diese gegensätzliche Ruhe zum Straßenlärm von „unten“, der sagenhafte Ausblick auf die Autostadt und das Werk, im Rücken die Porschestraße als Flaniermeile; all diese Dinge lösten bei mir ein Wow-Gefühl aus, da ich zu meiner Heimatstadt Wolfsburg eine ganz andere persönliche Bindung habe, und wir jahrelang durch meine Arbeit in Berlin getrennt waren.

Ein weiteres Highlight während meiner ersten Woche war die Gas Show. Die beiden phaeno(wo)man, welche die Vorstellung präsentierten, kannte ich bereits von meinen Stunden auf der Fläche. Nachdem die beeindruckende Show zum Ende gekommen war, applaudierten die Besucher und die eine Kollegin erwiderte verlegen, es sei heute Ihre erste Vorführung gewesen. Ich wartete bis alle Besucher das Wissenschaftstheater verließen und gratulierte ihr!


Faszinierend wie durch Trockeneis und heißem Wasser richtige Nebelschwaden entstehen können.
In den ersten Tagen lernte ich viele Personen aus den unterschiedlichsten Abteilungen kennen, welche mir den Einstieg ins Unternehmen durchaus vereinfachten. Durch ihre freundliche und herzliche Art habe ich mich auf Anhieb in der „phaeno Familie“ wohlgefühlt.

Dies ist seit 2 Wochen mein neuer Arbeitsplatz.
Viele weitere aufregende aber auch anstrengende Wochen erwarten mich. Und ich freue mich schon jetzt, Sie als Blogleser telefonisch zu beraten und dann auch in unserem Hause begrüßen zu dürfen.

Danke Nico für die Einblicke!

Montag, 10. August 2015

Sonne, Sand und fliegender Teppich

Die Sonne scheint, unterm phaeno hört man das Meer rauschen und Möwen schreien. Ab und an „kommt“ sogar ein Dampfer vorbei. Es ist Sommerzeit und dies wird auch bei uns im Büro deutlich sichtbar  –  viele Kolleginnen und Kollegen sind bereits in ihren wohlverdienten Urlaub.

Um auch ein wenig Urlaubsfeeling abzubekommen, führen mich meine Wege ins Ideenforum. Dort kann man sich an zahlreichen Experimenten rund um das Thema Sand austoben. Vom Mondsand, der nicht nass wird bis hin zur Weltkarte des Sandes. 


Mondsand - Faszinierend, dass Sand und Wasser sich nicht verbinden!
Und genau davor bleibe ich fasziniert stehen. Schwarzer, gelber, weißer und roter Sand prangen aus kleinen Röhrchen auf der Karte mir entgegen.

Sand aus aller Welt!
Ich picke ein Röhrchen heraus. Es handelt sich um roten Sand aus Dubai. Ich schaue mir weitere an und meine Augen bleiben auf einem anderen Röhrchen mit rotem Sand haften. Woher wohl der kommt? Jordanien, lese ich. Ich suche noch zwei weitere Behälter mit rötlichem Sand heraus. Alle vier Sandproben kommen aus derselben Ecke: Arabien und Umland. Sand vom Roten Meer, aus Dubai, Jordanien und der ägyptischen Wüste. 

Sand vom Roten Meer, Dubai, Jordanien und der ägyptischen Wüste.
Sofort kommt mir der Gedanke an 1001 Nacht und an das arabisch angehauchte Exponat auf unserer Ausstellungsfläche in den Kopf geschossen: der fliegende Teppich. Also Schuhe aus, draufsetzen und unter ein bisschen Krafteinsatz (und Luft) den Teppich zum Fliegen bringen.

Das Exponat "Fliegender Teppich". (Foto: Matthias Leitzke)
Und jetzt sich einmal wie Aladdin und Co. fühlen: Über Wüsten und Meere schweben und die Aussicht von oben genießen. Naja, ganz so ist es nicht, aber dennoch ziemlich cool. Und mit ein bisschen Fantasie…, in diesem Sinne: „…Trau dich nur, komm vorbei, geh zum Teppichverleih, und flieg hin zur arabischen Nacht…“ (Auszug aus dem Titelsong Aladdin, Arabische Nächte). ;)

Montag, 3. August 2015

Sandmalerei mit Anne Löper

Mal langsam, mal schnell, mal weniger, mal mehr rieselt Sand aus Händen auf einen Leuchttisch herunter und lässt Bilder auf einer projizierten Leinwand wie aus Zauberhand entstehen. Immer wieder wischt der/die Künstler/in mit seiner Hand oder einzelnen Fingern Sand weg und streut neues drüber. Szenen verschwimmen miteinander, verändern sich und erzählen auf diese Weise eine Geschichte, begleitet von stimmungsvoller Musik.

Sandkünstlerin Anne Löper bei einer Detail"zeichnung". (Foto: Anne Löper)
Im Moment dreht sich im phaeno alles um das Thema Sand. Neben der Sandkiste in der phaeno ConeHall und den Experimenten im Ideenforum, wird am 15. und 16. August die Sandkünstlerin Anne Löper im phaeno Wissenschaftstheater mit einer Sandkunst-Show auftreten. An beiden Tagen wird sie die Geschichte von Dornröschen erzählen bzw. malen.

Hier ist Präzision gefragt. (Foto: Anne Löper)
Im Anschluss daran haben Zuschauer die Möglichkeit ihre eigenen Motivvorschläge in den Raum zu rufen, die Löper im selben Moment umsetzen wird. Zum Schluss dürfen sich die Zuschauer sogar selbst als Sandkünstler ausprobieren. Da bin ich sehr gespannt dadrauf.

Die Sandkunst-Shows finden an beiden Tagen (15./16.8.) jeweils um 12:00, 13:30 und 15:00 Uhr im phaeno Wissenschaftstheater statt.

Die Kosten betragen 1,00 € mit phaeno Tagesticket und 3,00 € ohne.

Mehr Informationen zur Sandkunst und Anne Löper finden Sie unter http://www.gesandet.de/.