Montag, 26. Oktober 2015

Kita-Workshop "So geht’s leichter – Mechanik für Minis"

Umringt von grünen Büschen und Bäumen ragt im Wald ein rotes Baumhaus auf einem Baumwipfel hervor. Nähert man sich dem Baum, kann man im Fenster Sulfur, die kleine phaeno Laborratte entdecken. Sulfur hat jetzt nämlich ein Baumhaus. Ob Sulfur gerne Besuch empfängt? Na klar! Doch da gibt es ein kleines Problem – Sulfurs Baumhaus hat keine Türklingel. Da muss schnell eine Lösung her!

Gisela zeigt den Kindern Sulfurs neues Baumhaus.
In einem neuen Workshop, der seit Oktober im phaeno läuft, können Kita-Kinder an einer Lösung für Sulfur forschen. Eine Kita-Gruppe macht den Anfang: 12 Mädchen und Jungen betreten mit zwei Erzieherinnen und zwei phaenowoman den Raum in der unteren phaeno Shop Ebene. Mit Sulfur auf dem Arm begrüßt Olivia die Kinder, die sich vorher in einem Kreis auf dem Boden versammeln.
Gleich darauf werden relativ schnellt vier Gruppen gebildet und an die zwei verschiedenen Stationen in doppelter Ausführung mit je einem Erwachsenen geschickt. Eine Station dient dazu eine Lösung für das Türklingel-Problem zu finden und die andere, wie man den Transport von schweren Sachen nach oben erleichtern kann.   


Mit Sulfur begrüßt Olivia die Kinder und erklärt ihnen ihre Aufgabe.
An der „Türklingel“-Station finden die Kinder eine Rote Magnettafel mit einem oben links befestigten schwarzen Haken vor. Rechts neben der Tafel liegen in einem Plastikbehälter unterschiedlich große Zahnräder und in dem anderen verschiedene Glocken und Schnüre. Aspan, ein sehr forscher Junge, greift sofort zu den Glocken und versucht eine an den Haken zu hängen. Leider klappt das nicht. Die Öffnung der Krone an der Glockenhaube ist zu klein. Eine andere Lösung muss her. Gleichzeitig entdeckt Melanie blaues Garn. Mit einer Schere wird ein Stück Faden zurechtgeschnitten und um die Glocke gebunden. Nun kann die Glocke am Haken aufgehängt werden. „Jetzt hat Sulfur zwar eine Klingel, aber wie können die Besucher sie läuten?“, fragt Olivia in die Gruppe. Mit einem kleinen Hinweis zu den Zahnrädern, werden diese fleißig auf der Magnettafel befestigt. Doch hier liegt der Clou. 

Mit ein klein wenig Hilfe haben die Kinder schnell die Lösung mit den Zahnrädern raus!
Die Zahnräder müssen ineinandergreifen und so angeordnet werden, dass eine Verbindung von oben nach unten entsteht. Dies wird den drei Kindern in der einen Gruppe nicht auf den ersten Moment ersichtlich. Doch mit einem kleinen Hinweis, dass die Zahnräder ineinander greifen und dadurch sich das zweite Rad automatisch mit dreht, sind sie angespornt es mit mehreren Rädern auszuprobieren und haben kurze Zeit später einen Weg gefunden. Ganz stolz, dass die Klingel funktioniert, wandert die Gruppe zur anderen Station.

Hoch motiviert betrachtet das Dreiergespann den vor ihnen aufgebauten Versuch. Zwei Holzbalken stehen mit einem halben Meter Abstand parallel zueinander. Gleich daneben liegen ein langes Seil sowie verschiedene Stäbe und Rohre aus verschiedenen Materialien. Zwischen den Holzbalken steht ein schwerbeladener Picknickkorb. Dieser soll durch eine Konstruktion nach oben transportiert werden. Doch wie? Es braucht nicht lange, bis Aspan eine Idee hat und nach einem Ast greift um es oben auf die Balken zu legen. Gleich darauf wird das Seil von den Kindern geschnappt und mit ein bisschen Hilfe von Olivia um den Picknickkorb fest gebunden. Anschließend wird es um die den Ast auf die andere Seite geworfen. Es entsteht ein einfacher Flaschenzug. Nun ziehen alle drei gemeinsam daran und der Korb bewegt sich so nach oben. 

Mit diesem einfachen Flaschezug lässt sich der Korb problemlos nach oben bewegen:
Wow, super gemacht! Wer mit beiden Versuchen durch ist, darf sich, solange die anderen noch an den Lösungen tüfteln, in der Spielecke weiter spielerisch mit dem Thema rund ums Heben beschäftigen. Zum Schluss betrachten alle Gruppen gemeinsam ihre Lösungswege.

Mehr Informationen zum Angebotszeitraum und zur Buchung des Workshops finden Sie unter http://www.phaeno.de/kita-workshops/.


Fotos: Janina Snatzke

Montag, 19. Oktober 2015

Bubblemania - das Seifenblasenfestival im phaeno

Seifenblasen wo man nur hinsieht! Neun Tage lang findet bis zum 25. Oktober 2015 im phaeno das Seifenblasenfestival „Bubblemania“ statt. Es ist das erste Mal, dass ich es live mitbekomme und ich bin begeistert. Die Freude über die Seifenblasen, vor allem die der Kinder, ist regelrecht ansteckend. Gerade die Riesenseifenblasen des Künstlers Thommy Pörsch und seiner Partnerin Elina sind ein großer Publikumsmagnet. 

Viele bunte Seifenblasen vor dem phaeno.
Auch ich bin neugierig und schleiche mit Fotokamera bewaffnet nach draußen. Zwischen der BrandEins-Aussenfassade und der Autostadt-Brücke sehe ich wie die beiden mit speziellen Seilkonstruktionen Seifenblasen entstehen lassen. 

Beliebt bei Groß und Klein!
Während Thommy viele kleinere Seifenblasen durch die ConeHall schweben lässt, erzeugt seine Partnerin Riesenseifenblasen. Es ist eindrucksvoll den Beiden zuzuschauen. Doch nicht nur Ihnen, es ist cool zu beobachten, wie glücklich die Kinder sind und nach den Seifenblasen greifen, um sie zum Platzen zu bringen und aufgeregte Eltern diesen Moment mit ihrer Kamera festzuhalten versuchen.

Thommy's Partnerin Elina lässt Riesenseifenblasen schweben!
Als nächstes führen mich meine Wege ins Domzelt. Hier können große und kleine BesucherInnen an verschiedenen Stationen mit Seifenblasen selbst experimentieren.

Im Domzelt können die BesucherInnen an verschiedenen Stationen mit Seifenblasen experimentieren.
Gerade ist es besonders voll, weist mich unser FSJler Julius hin. Ich drehe eine kurze Runde – denn ich will die Besucher nicht allzu sehr stören. Neben Julius fällt mir eine große Wanne mit Schaum auf. Was hat es auf sich? 

Für die perfektkten Seifenblasen schöpft Julius Schaum aus der Seifenlauge, dann klappen sie einwandfrei!
Julius erklärt, dass darin der Schaum von den einzelnen Stationen gesammelt wird. Dies ist notwendig, denn bei zu viel Schaum würden die Seifenblasen nur mäßig oder gar nicht entstehen.
 

Ein Highlight liegt noch vor mir: die Bubble Magic Show mit dem Seifenblasenkünstler Tom Noddy. Die habe ich mir zum Schluss aufgehoben. :)

Mehr Informationen zum Seifenblasenfestival findet ihr unter http://www.phaeno.de/bubblemania/.

Montag, 12. Oktober 2015

Sandkunst wie eine Symphonie

Geordnet, präzise, meditativ und wunderschön! Das ist das Sandkunstwerk von Bruce Shapiro. Und das ist genau der Grund, warum sich Shapiro seit Jahren mit der Veränderung dieses Kunstwerks beschäftigen kann. „Mein analytischer Geist treibt mich bei Verbesserungen an, aber das, was ich bei diesem Kunstwerk fühle, kann ich nicht beantworten. Es ist so ähnlich wie mit Musik, die man hört“ erklärt er mir. Noch nie war er von diesem Kunstwerk gelangweilt. Und er darf es mit der Erlaubnis seiner Frau auch zu Hause aufstellen, obwohl es so groß ist und viel Platz einnimmt. „Ich habe es sehr leise konstruiert. Außerdem kann ich es  besser weiterentwickeln, wenn ich mit dem Kunstwerk zusammen lebe!“ erklärt er mir. Außerdem sei Sand eben sehr „freundlich“ und sorgt deswegen als Kunstwerk für eine gute Atmosphäre. 

Bruce Shapiro beobachtet seine Kreaktion. (Foto: Lars Landmann)
Zusammen beobachten wir die Maschine wie sie ein kleines Kleeblatt und ein Dreieck zeichnet. Ganz zufrieden ist er mit der Einrichtung noch nicht. Sie soll extrem präzise laufen. Er fordert mich auf, die Maschine auch einmal von unten zu betrachten. „Die Maschine ist kein Geheimnis. Ich finde es eine gute Idee, einen Spiegel einzurichten. So kann man den Mechanismus sehen“. Ich bin erstaunt, dass es zumindest bei mir nicht den Zauber der Maschine zerstört. Im Gegenteil. Ich bin überrascht, dass die beiden Kugel miteinander verbunden sind. Durch die Verbindung gibt immer eine Kugel den Weg der anderen Kugel vor. 

Je nach Einstellung, ziehen die Magnetkugel verschiedene Muster durch den Sand.
Das Kunstwerk ist erstaunlich. So erstaunlich, dass es Shapiro gerne in einer kleineren Version herstellen möchte. Vielleicht sind dann mehrere Sisyphus bald in Büros oder Cafes zu sehen. 

Das Sandkunstwerk zieht viele BesucherInnen an. (Foto: Lars Landmann)
Das Sandkunstwerk kann bis zum 14.08.2016 im phaeno bewundert werden.

Montag, 5. Oktober 2015

phaeno auf der Maker Faire in Berlin

Parallel zur Eröffnung unserer Sonderausstellung "MechanixX" am 3.10., waren einige unserer phaeno(wo)man auf der Macher-Messe "Maker Faire" in Berlin. Meine Kollegin Tanja gewährt uns dabei einen Blick hinter die Kulissen:

Samstagmorgen 7:30 Uhr, Clarissa, Sabrina und ich treffen uns am Wolfsburger Hauptbahnhof. Unser Ziel ist Berlin. Genauer gesagt, der Postbahnhof Berlin-Ost. Hier findet am 03. und 04. Oktober die Maker Faire statt, eine Messe für begeistere Macher- und TüftlerInnen und alle die es noch werden wollen.
 

Zwischen Upcycling Ideen, unzähligen (fahrenden) Robotern, LED-Kleidung und 3D Druckern steht unser phaeno Stand. 

Das Maker Faire Team: Sabrina, Corinna, Clarissa, Tanja und Sandra (v. l. n. r.)
Bei uns können kreative Fantasiemaschinen gebaut werden. Und was in den zwei Tagen alles gebaut wird, ist wirklich fantasievoll und kreativ. So viele Fotos wie wir wollten, konnten wir gar nicht von den vielen Kreationen machen.
Ein Maker-Ergebnis: Eine Meerjungfrau und ein Delfin.
Unser Messestand ist durchgehend gut besucht und das Interesse und die Begeisterung der Menschen ist ansteckend. So eine Macher-Messe hat eine ganz eigene Grundstimmung und in unseren Pausen versuchen wir ein paar der anderen Stände zu bestaunen. 


Ganz schön viel los!

 Ein Highlight, die selbstgebaute Uhr direkt vom Stand gegenüber.
Neben der Messe schaffen wir es zum Glück auch noch ein paar Eindrücke in Berlin zu sammeln und wie es sich für Großstädterinnen auf Zeit gehört, hier ein Foto von unserem Abendessen im "The Bowl":
Nach der Messe: Abendessen in "The Bowl".
Ankunft in Wolfsburg am Sonntagabend um 21:30 Uhr. Das war ein langes aber sehr spannendes Wochenende und wir freuen uns auf viele neue BesucherInnen im phaeno! Ein großes Danke auch an das Team der Zeitschrift Maker, die uns als einen der zutreffendsten Maker Faire Stände ausgezeichnet haben. 

Maker Faire-Auszeichnung! Vielen Dank!
 Lieben Dank Tanja für deine Eindrücke!