Montag, 30. November 2015

Wunderschöne und skurrile Zahnräder


Durch die neue Sonderausstellung „MechanixX“ haben sie sich deutlich im phaeno vermehrt! Wunderschöne und skurrile Zahnräder, die zum Ausprobieren und auch Nachdenken anregen!

Ein Highlight ist der Zahnradtisch, an dem sich Auszubildende mit ihren wagemutigen Maschinenkonstruktionen verewigt haben.


Meine Lieblingsmaschine erinnert mich an eine Kirchturmuhr. Und immer wieder fragt man sich: Kann dies denn funktionieren… Wie nur passt oval und rund sowie eckig und eckig zusammen?

Kinder beschäftigen sich an diesen Zahnrädern oft sehr lange. Natürlich sind auch wieder richtige Zahnrad-Kunstwerke  dabei. Wie "Phaser" von Jennifer Townley. Phaser ist eine Maschine, die ein Spirogramm  zeichnet. Der Zeichenarm besteht aus austauschbaren Zahnrädern. Bei diesem Kunstwerk macht das Beobachten des Stifts einfach Spaß. Er dreht und dreht so seine Runden, malt schöne Mandalas und findet irgendwann wie von Zauberhand wieder den Anfang. Und dann geht es ebenso wieder von vorne los…

Das Kunstwerk "Phaser" malt wunderschöne Muster.
Und auch Zahnradtricks sind dabei. Wer an dem Zahnradgetriebe die richtige Seite auswählt, darf sich als der Stärkste fühlen.  An der einen Seite treibt ein kleines Zahnrad ein sehr großes an. Auf der anderen Seite ist es umgekehrt. Ausprobieren oder ans Fahrradfahren denken!

Wo ist der Trick bei dieser Maschine?
Bei meinen Zahnradbetrachtungen dürfen natürlich auch die Kunstwerke von Arthur Ganson nicht fehlen. "Machine and Concrete" ist ein Exponat, das zu meinen Favoriten in der Ausstellung zählt. Ein starker Motor dreht zügig das erste von insgesamt 24 Zahnrädern in einer Reihe, wobei das letzte fest in Beton eingegossen ist. Hier kommt man ins Philosophieren über Zeit …. Was Zahnräder gemeinsam mit Künstler nicht alles können…

Mit dem Künstler Arthur Ganson über Zahnräder philosophieren...
Tipp: In diesem Blog wurde nur eine Auswahl an Zahnrädern beschrieben. In der Ausstellung "MechanixX", die noch bis zum 14.08.2016 zu sehen ist, gibt es noch viel mehr Zahnräder und andere erstaunliche Maschinen.

Und noch mehr Zahnräder...

Montag, 23. November 2015

Mechanik-Workshop "Wie viel Kraft hast du?"

Mechanik macht das Leben leichter! Das zeigt auch der Workshop "Wie viel Kraft hast du?", den die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule aus Wolfsburg, ausprobierten.

Und wie bei allen Workshops im phaeno steht dabei natürlich das eigene Experimentieren im Vordergrund. Gleich zu Beginn galt es eine Aufgabe des Alltags zu lösen. Die Schülerinnen und Schüler sollten eine schwere Waschmaschine durch den Raum bewegen. Dabei standen ihnen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung, die ihnen die Aufgabe erleichtern sollten. 


Welche Lösung funktioniert am Besten?
Die Lösungen waren eindrucksvoll: Die einen probierten es mit Hölzern unter der Waschmaschine, die anderen mit einem Teppich, die dritten mit verschiedenen Hebeln und Rollen. Sie alle erreichten jedoch, dass sie die Maschine leichter bewegen konnten.

Von dem Prinzip "Actio und Reactio" hatten die Schüler natürlich auch schon gehört. Gehört ja, aber schon einmal mit einem Rollbrett selbst ausprobiert noch nicht. 


Wer zieht stärker?
Auf diesen Rollbrettern war es dann doch verblüffend, dass egal ob beide zogen oder nur einer, man sich immer an derselben Stelle trifft.

Auch den guten alten Flaschenzug einmal auszuprobieren, machte Spaß. Die Wirkung konnte am Messgerät auch gleich überprüft werden.

Der Flaschenzug - ein Klassiker, um schwere Gegenstände ganz mühelos hochzuheben!
Zum Abschluss konnte man noch seine eigenen Mitschülerinnen ganz leicht hochhebeln. Fazit der Versuche: Den Schülern hat es gefallen und der Lehrerin ebenso. Eigenes Tun verfestigt nämlich die Lerninhalte. 

Es ist sieht nicht nur so leicht aus - ohne Probleme werden die beiden Schülerinnen von ihrem Mitschüler hochgehebelt.
Dass dieser Workshop gut zum Curriculum passt und zudem Spaß macht, darauf hat das phaeno Schulteam geachtet. "Der neue Workshop kommt bei den Schulen gut an und wird im kommenden Schulprogramm für das zweite Halbjahr erneut angeboten", erklärte Mareike Wilms, Leiterin des Schulbereichs. Tipp: Der Workshop ergänzt bei einem Schulausflug auch sehr gut die Experimente in der neuen Sonderausstellung "MechanixX", die noch bis zum 14.08.2016 im phaeno zu sehen ist.

Montag, 16. November 2015

Die Physik der Maschinen lügt nicht

„Oh je“, dachte ich mir, als ich die beiden Experten der Universität ETH Zürich sprechen hörte. Im schönsten „Schwiizerdütsch“ philosophierten sie gerade über das Einrichten ihres „Blind Jugglers“ im phaeno. Wenn ich jetzt bei der Erklärung so wenig verstehe, wie bei ihrer Unterhaltung, was mache ich dann nur? Aber Philipp Reist zerstreut gleich meine Bedenken. Sofort schaltet er auf verständlicheres „schweizerisch“ um und erklärt mir sein Exponat mit einfachen Worten. Der „Blind Juggler“ jongliert vier Bälle gleichzeitig. Mal im Einklang und mal total chaotisch. Die Bedienknöpfe gefallen mir sofort: Chaos, Ordnung steht da drauf. Und tatsächlich, es funktioniert! „Wenn das immer so einfach wäre“, denke ich im Stillen. Als dreifache Mama würde ich mir manchmal so einen Knopf fürs Kinderzimmer wünschen. Die Idee für dieses Exponat wurde im Team von Professor Raffaello D´Andrea an der ETH Zürich entwickelt. Das Team arbeitet gerne mit Maschinen wie dem „Blind Juggler“ erklärt mir Reist. „Die Physik der Maschinen lügt nicht wenn wir neue Algorithmen und Theorien testen“, meint er.


Erster Testdurchlauf beim Aufbau des "Blind Juggler" im phaeno.
Der Arbeitsablauf ist dabei vorgegeben. Zuerst zieht sich der Forscher, in diesem Fall Reist in sein stilles Kämmerlein zurück und rechnet und rechnet. Zum Beispiel musste die Krümmung der vier Plattensegmente genau berechnet werden. Zuerst fällt mir gar nicht auf, dass sie gekrümmt ist. Beim Abtasten spürt man es aber doch. Alle vier sind wie kleine Parabolspiegel geformt. So halten sie die kleinen Bälle auf der Platte und verhindern meist, dass sie wegspringen. Dann musste die Bewegungen der Platte gefunden werden, die zu der Ordnung oder eben dem Chaos führen. „Für diese Bälle haben wir die Ordnungs-Bewegung so berechnet, dass die verschiedenen Ballsprunghöhen automatisch stabilisiert werden, was dann eben zur Ordnung führt. Für die zweite, Chaos auslösende Bewegung haben wir geschaut, dass das resultierende Chaos die Bälle nicht zu hoch springen lässt und dass der Motor nicht überhitzt.“ Die Maschine kann eine Eigenschaft von Chaos in komplexen Systemen gut illustrieren: Wenn der Chaos-Modus aktiviert wird, springen die Bälle sehr schnell sehr unterschiedlich, weil die Bewegungen sehr empfindlich werden auf kleine Störungen oder unterschiedliche Ausgangspositionen der Bälle. Deshalb wäre es sogar mit sehr genauen Messsystemen und Supercomputern sehr schwierig, die Bewegungen der Bälle vorauszusagen. „Das ist ähnlich dazu, dass es immer noch sehr schwierig ist, das Wetter über längere Zeiträume vorauszusagen“, meint Reist.


Die beiden Ingenieure testen ob die Kugeln so springen, wie sie sollten. Ein bisschen Feinschliff ist noch nötig.
Ihren Namen hat die Maschine erhalten, weil sie keine Kameras oder andere Sensoren braucht, um die Bälle zu jonglieren. Ermöglicht wird dies durch die genau berechnete Form und Bewegung der Platte.

Sein Kollege Koch entwickelte dann in seiner Diplomarbeit den Prototyp zum Ausstellungsexponat weiter. „Das Design musste robuster werden“, erklärt er mir. Dafür stand ihnen das Technorama zur Seite. In diesem Science Center in der Schweiz konnten sie ihre Prototypen mit Besuchern testen. „Manche Besucher probieren es nur schnell aus und gehen zum nächsten Exponat. Aber einige beschäftigen sich sehr lange mit dem Blind Juggler. Und dafür hat sich die Entwicklung gelohnt“, erklärt er mir.


Der "Blind Juggler" wurde vom phaeno Freundeskreis erworben und gehört somit zur Dauerausstellung.
Beide wollen nach der ETH zurück in die Industrie wechseln. Reist wird an Flugmaschinen für Shows mitarbeiten und Koch bei einer Sensortechnikfirma. Beide fühlen sich auf ihre Arbeit durch ihr Studium und die Forschungsarbeiten gut vorbereitet.

Montag, 9. November 2015

Der Sichere Stand… Das Gleichgewicht trainieren

Ob beim Sport oder im Alltag – Gleichgewicht zu halten ist sehr wichtig. Im Alltag kann es schnell passieren, dass man die Balance verliert – mal ist man beruflich sehr eingespannt, mal privat und schon kommt man aus dem Gleichgewicht. Dasselbe gilt auch für den Sport, gerade diejenigen die surfen oder snowboarden sind auf ihren Gleichgewichtssinn angewiesen. Denn eine gute Balance verbessert nicht nur unsere Koordination, sondern lockert die Muskulatur und trägt sogar zur Entspannung bei.
 

Und Gleichgewicht kann man trainieren! In der Ausstellung ist mir neulich ein Exponat ins Auge gefallen, bei dem man sein Gleichgewicht testen kann. Beim Exponat „Der sichere Stand“ kann man seine Fähigkeiten messen.

1.13 Sekunden – solange hielt ich es bei meinen ersten Versuchen auf dem Brett aus.
Man stellt sich auf ein Wackelbrett. Während man sich ins Gleichgewicht bringt, hält man sich an der Haltestange fest. Sobald man sicher steht, lässt man diese los und die Zeit läuft. Gerät man aus dem Gleichgewicht, stoppt die Zeit sofort. Bei den ersten Versuchen bin ich nicht über 2 Sekunden hinausgekommen. 

Und so sieht es aus, wenn man versucht das Gleichgewicht zu halten. Gar nicht so einfach! Danke an unser Model! (Foto: Matthias Leitzke)
Daraufhin habe ich in weiteren Versuchen meine Haltung verbessert. Besonders habe ich darauf geachtet, dass meine beiden Füße ungefähr im gleichen Abstand zur Mitte stehen. Am Ende habe ich sogar 12 Sekunden auf dem Brett gestanden. Zum Schluss ein kleiner Tipp: Tritt man in Wettbewerb gegen jemanden an, spornt das einen zusätzlich an, seine Fähigkeiten zu verbessern.

Montag, 2. November 2015

Tanzendes Theater Wolfsburg im phaeno

phaeno wird 10! Den Auftakt zu den Feierlichkeiten macht die Produktion "Dancing Science" des Tanzenden Theaters Wolfsburg diesen Freitag und Samstag.
Am Wochenende wurde bereits die Bühne aufgebaut. Ganz schön beeindruckend wie ich finde, vor allem die Größe und die Beleuchtung. Und gestern fand die erste Probe auf der aufgebauten Bühne statt. Werft mit mir einen gemeinsamen Blick hinter die Kulissen! ;)


Die Bühne in voller Größe.
Choreographie für Choreographie ...
... werden die einzelnen Szenen geprobt.
  
Seid dabei, wenn die Geschichte um zwei Teilchen erzählt wird, die sich auf die Reise nach sich selbst begeben und dabei die faszinierdende Welt der Naturphänomene entdecken. Inszeniert wird das Stück mit beeindruckender Choreographie, Musik und Filmprojektionen.

Los geht es am 6.11. um 20 Uhr. Karten könnt ihr über Büro des Tanzenden Theater Wolfsburg unter der Telefonnummer 05361-2728129 oder tanzendestheater@hallenbad.de käuflich erwerben.

Weitere Termine: 7.11., 13.11., 14.11.2015, jeweils um 20 Uhr