Montag, 18. Januar 2016

Das außergewöhnliche Experiment - Was seht Ihr auf diesem Bild?

Scheinbar winden sich Schlangen-Kreise auf dem Bild "Rotating Snakes" von Prof. Akiyoshi Kitaoka, einem Meister der optischen Täuschungen. Warum täuscht sich unser Auge? Das, was wir sehen, wird erzeugt durch ein Zusammenspiel verschiedener Mechanismen: Das Auge nimmt die Bildinformationen auf, die Daten werden zum Gehirn geleitet, dort werden sie verarbeitet und auch zum Teil mit gespeicherten Erinnerungen an frühere Bilder verglichen. Heraus kommt dann dieses Bild der sich scheinbar bewegenden Schlangen.




Doch warum bewegen sie sich? Für den Menschen war es früher äußerst wichtig, Angriffe von Tieren und andere Gefahren schnell zu erkennen. Die Forscher meinen deswegen, dass unser Sehsystem vor allem darauf aus ist, Bewegung zu erkennen. Außerdem drehen wir ständig unseren Kopf und auch unsere Augen verfolgen verschiedenste Eindrücke um uns herum. Aus diesen Gründen dichten wir auch in starren Bildern oft Bewegung dazu.
Kitaoka nutzt außerdem geschickt Kenntnisse über das Auge und das Gehirn. Wenn unser Auge beispielsweise eine immer gleiche Abfolge von hell und dunkel (hier weiß, gelb, schwarz, blau) wie auf dem Bild erkennt, "meldet" das Auge, hier ist eine Bewegung. Die Bewegungsrichtung ist durch die Abfolge der Farben vorgegeben. Außerdem werden vielen Daten, die das Auge sieht, zusammengefasst. Dabei entstehen "Berechnungsfehler", die uns ebenfalls Bewegung vorgaukeln. Forscher wie Kitaoka erstellen diese optischen Täuschungen, um mehr über den Vorgang des Sehens zu erfahren.

Im phaeno kann man dieses Meisterwerk der optischen Täuschung und noch viele weitere optische Phänomene erkunden. Überzeugt euch selbst!

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