Dienstag, 22. März 2016

Guck mal, was da schlüpft!

Eine bunte Schar verschiedener Küken tummelt sich mittlerweile im phaeno. Frisch geschlüpft sind sie noch ganz nass und sehr erschöpft von der Anstrengung, sich aus dem engen Ei zu befreien. 

Am Morgen ist der Hunger ganz groß!
Doch schon ein paar Stunden später, tummeln sie sich im Gehege. Laufen herum, trinken und fressen. Die Sundheimer sind wunderschön gelb und haben sogar Federn an den Füßen. "Sie sind eine vom Aussterben bedrohte Rasse. Wir haben deswegen ein besonderes Interesse an der Zucht dieser wunderschönen Hühner", meint Herr Rigus, der Vorstand des Geflügelzuchtvereins Fallersleben und Umgebung. 

Im Gehege tummeln sich verschiedene Hühnerrassen.
"Die gestreiften heißen Zwergphönix und die mit der auffälligen Frisur sind Seidenhühner. Und genau dies ist auch eine Aufgabe des Vereins, besondere Rassen zu erhalten und weiter zu züchten", erklärt mir Dieter Prehn.

Doch plötzlich werde ich stutzig. Eigentlich sollen doch nur Hühner schlüpfen. Aber was ist denn das?

Noch nass und ganz erschöpft nach dem Schlupf: Enten- und Hühnerküken.
Mitten in den geschlüpften Küken kuschelt sich ein auffällig großes gelbes flauschiges Küken an die anderen Federbälle. Es ist müde von den Anstrengungen. Doch es sieht ganz anders aus. Der Schnabel ist breit und was ist denn das? Schwimmfüße! Ganz unverkennbar eine Pekingente! Eine so kleine Ente so nah, habe ich noch nie gesehen. Sie hat sich aus einem sehr großen weißen Ei herausgepickt.
 

Mit dem Eizahn picken sich die Küken aus dem Ei.
Denn auch die Enten haben ebenfalls wie die Küken einen Eizahn. "Wenn man genau hinschaut, sieht man bei den frisch geschlüpften diesen kleinen Buckel am Schnabel", zeigt mir Herr Rigus. Eine weitere Frage beschäftigt mich, warum ist die Ente gelb? Normalerweise sehen Enten doch ganz anders aus. Herr Rigus erklärt: "Küken mit gelben Federkleid werden als ausgewachsene Enten oder Hühner auch eher ein helles Gefieder haben."

Bevor es ins Gehege geht, können sich die frisch geschlüpften Küken in einem seperaten Kasten ausruhen und trocken werden.
"Vom 24. bis 27. März werden voraussichtlich noch mehrere Enten schlüpfen, den genauen Schlupfzeitpunkt kann man jedoch nicht ganz exakt voraussagen. Die Brutzeit bei Enten liegt bei 28 Tagen und bei Hühnern bei 21 Tagen", meint Herr Rigus, der die Enten wie alle anderen Küken auch wieder zu sich oder anderen Mitgliedern nach Hause geben wird.

Tipp: Der Kükenschlupf ist bis einschließlich 28.03.2016 im phaeno zu sehen.

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