Montag, 9. Mai 2016

Ein kleiner Strohhalmtrick

Was wären viele Getränke ohne Strohhalm? Ohne den Strohhalm, der uns hilft die Zeit des Genießens noch etwas zu verlängern und noch genüsslich in kleinen Eisstückchen rumzumatschen. Um hinter das Geheimnis von Strohhalmen zu kommen, hilft vielleicht dieses Experiment. Dazu braucht man zwei Strohhalme und ein Glas mit Wasser. Dann nimmt man einen Strohhalm und taucht das eine Ende in die Flüssigkeit, den anderen stellt man neben das Glas. Beide Enden nimmt man in den Mund und saugt dann die Luft gleichzeitig an. Was passiert? Kann man so noch trinken?

Ob auf diese Weise das Trinken schwerer fällt?
Des Rätsels Lösung ist, dass man so viel schwerer trinken kann. Zuerst wird nur noch Luft angesaugt. Warum ist das so? Dazu muss man wissen, wie ein Strohhalm normalerweise funktioniert. Durch das Ausdehnen des Brustkorbs erzeugt man im Mund – und damit auch im Strohhalm- einen Unterdruck. Der umgebende höhere Luftdruck bewirkt dann, dass die Flüssigkeit aus dem Glas in den Strohhalm gedrückt wird und schließlich in den Mund gelangt. Geübte können eine Strohalmwassersäule bis etwa 1,6 m erzeugen. Benützt man nun zwei Strohhalme wie oben beschrieben sieht das System ganz anders aus: Der eine Strohhalm hängt frei in der Luft. So wird der Unterdruck im Mund durch diesen Strohhalm wieder ausgeglichen. Man muss nun viel stärker Luft einsaugen, damit ein Unterdruck im Strohhalm entsteht, der im Wasser steckt und die Flüssigkeit noch nach oben steigen kann. Wenn man ganz stark saugt, kann die Luft nicht schnell genug durch den "freien" Strohhalm nachströmen. Probiert man diesen Versuch mit sechs oder sieben dicken Strohhalmen - Einer ragt ins Wasser, die anderen daneben – wird das Trinken unmöglich und es sieht auch noch ziemlich komisch aus!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen