Dienstag, 17. Mai 2016

Liebe Besucherinnen und Besucher… der Feuertornado!

"Liebe Besucherinnen und Besucher… der Feuertornado", dabei wird das Wort Feuertornado beinahe flüsternd und besonders ehrfürchtig gesprochen. Zu jeder vollen Stunde kündigt ein pwm (ein Kollege oder eine Kollegin auf der Ausstellungsfläche) den bekannten Feuertornado an. Der über 6 Meter hohe Feuertornado im phaeno ist der größte künstlich erzeugte in Europa. Und unter uns gesprochen auch ziemlich beliebt bei den Besuchern. Als Besucher braucht man noch nicht einmal auf die Uhr zu schauen, denn wie von Zauberhand verschwinden die Menschen peu à peu von der Ausstellungsfläche und versammeln sich rund um den Bereich des Feuertornados. Die meisten Besucher schauen sich das Phänomen von oben an, die restlichen verteilen sich auf der Treppe, um noch einen möglichst guten Blick zu erhaschen, alle anderen versammeln sich direkt davor.

Die Besucher betrachten am liebsten das Phänomen von oben.
Von oben ist auch meine Lieblingssicht: Ganz langsam steigt das Feuer nach oben, Wirbel für Wirbel, bis der Tornado seine komplette Höhe erreicht hat. Bei voller Höhe hat der Feuertornado eine Furcht einflößende und gleichzeitig fesselnde Wirkung auf mich.

Der Feuertornado erreicht in seiner vollen Höhe an die 6 Meter und ist damit der größte künstlich erzeugte Feuertornado in ganz Europa.
Der Feuertornado wird von einem pwm gezündet. Dafür wird Paraffin, ein flüssiger Brennstoff, auf der schwarzen Kupferplatte erhitzt. Ihr Flammpunkt liegt bei 80 °C. Es dauert insgesamt drei bis vier Minuten bis das Feuer entfacht. Für einen Tornado wird ein Luftwirbel um die Flamme herum benötigt. Hier kommen die vier Säulen um die Kupferplatte herum ins Spiel. In diesen befinden sich viele Löcher. Daraus strömt Luft, um den Wirbel zu erzeugen. Die Luft strömt dabei tangential zur Mitte, damit ein Wirbel entsteht. Oben dreht sich noch ein Ventilator und erzeugt einen zusätzlichen Sog.

pwm Katja startet den Feuertornado.
Die Idee für den künstlich erzeugten Feuertornado stammt vom amerikanischen Künstler Ned Kahn. Sein Grundgedanke ist die Abbildung von Naturphänomenen unter kontrollierten Bedingungen. phaeno Exponate wie der Rain Table oder der Nebeltornado stammen ebenfalls von ihm.

Zu einem Feuertornado kann es auch in der freien Natur kommen, insbesondere in Trockengebieten Nordamerikas oder Australiens. Durch das Feuer steigt die heiße Luft auf. In Kombination mit geeigneten Windströmungen kann sich eine Drehung mit dem typischen Tornado-Aussehen ausbilden. Es ist allerdings ein sehr seltenes Naturereignis.

Der Nebeltornado ist vom Aufbau analog zum Feuertornado. Greift mit der Hand durch. Was spürt ihr?
Zum Schluss noch ein Tipp für das nächste Mal: Am Ende des Feuertornados bildet sich ein Nebeltornado. Achten Sie hierrauf! Oder schauen Sie sich das Exponat Nebeltornado an. Diesen können Sie auch anfassen! Einfach ausprobieren!

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