Montag, 6. Juni 2016

Wie eine Paranuss Leben rettet!

Machst du eine Müslipackung auf, hast du meist Glück! Die besten Bestandteile wie Nüsse oder große Schokostückchen liegen oben! Das Phänomen heißt Paranuss-Effekt. Doch wie kann man damit Leben retten?

So sieht das Müsli aus, wenn es direkt aus der Packung geschüttet wird.
Schüttelt man die Müsli-Packung, fliegen die Bestandteile nach oben und fallen wieder nach unten. Es entstehen Lücken zwischen den Müsli-Leckereien. Für eine kleine Haferflocke ist es nun sehr viel wahrscheinlicher, dass sie eine Lücke findet und beim Fall nach unten unter eine Nuss passt.


Nach dem Schütteln liegen die Nüsse oben im Glas und die Haferflocken unten.
Das Ergebnis: Nach dem Schütteln liegt die Nuss oben in der Packung und die Haferflocke unten. Soweit die Theorie. Sind nun einige Teilchen aber viel größer und schwerer als andere, können sie auch mal unten in der Packung landen. Auch für Physiker ist dies ein schwieriges Rätsel. Und für die Industrie ist dieses Problem auch von Bedeutung. Bei Nahrungsmitteln möchte man genau wissen, wie sich die Bestandteile in einer Verpackung verteilen. Es gibt dazu Theorien von Wissenschaftlern, die sich in der Praxis noch nicht bewährt haben.

Eine Idee hat aber praktischen Nutzen:  Das Paranuss-Phänomen nutzten Techniker, um einen Lawinen-Rucksack zu entwickeln. Wird eine Lawine ausgelöst, öffnet sich dieser wie ein Airbag. Wie die Paranuss im Müsli soll dann der Mensch oben auf der Lawine treiben und bessere Überlebenschancen haben.


Am Exponat "Schüttel-Sortieren" kann man ab dem 18. Juni in der Ausstellung "Effekthascherei" den Paranuss-Effekt ausprobieren.
Tipp: In der neuen Ausstellung "Effekthascherei", ab 18.6. im phaeno, könnt ihr dieses Phänomen auch an dem Exponat "Schüttel-Sortieren" ausprobieren.

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