Montag, 13. Juni 2016

Zwei oder eins?

Meine Kollegin hat heute ein Experiment an mir ausprobiert. Ohne genau zu wissen, worum es ging, tat ich, worum sie mich bat. Ich sollte die Augen schließen und ihr den Unterarm entgegen strecken. Nach wenigen Sekunden spürte ich kleine "Pikse" auf meiner Haut. "Wie viele Pikse spürst du?", fragte sie mich. "Zwei", lautete meine "gefühlte" Antwort. Anschließend pikste sie mich ein paar weitere Male und fragte mich immer die gleiche Frage "Wie viele Pikse spürst du?".

"Wie viele Pikse spürst du?" – "Eindeutigt zwei!"
Nach dem letzten "Piks" durfte ich die Augen öffnen, während sie immer noch den Bleistift auf meinem Unterarm gedrückt hielt. Als ich auf meinen Arm hinunter sah, war ich doch sehr überrascht zwei Bleistifte zu sehen: Ich nahm nur einen wahr. Warum habe ich nur einen gespürt?

Zwei Bleistifte so nah nebeneinader habe ich als einen kleinen Stich empfunden.
Meine Kollegin erklärte es mir so: Je weiter sie den Abstand zwischen den Bleistiften wählte, desto besser spürte ich die beiden "Pikse". Beim letzten "Piks" drückte sie die beiden Bleistiftspitzen ganz nah nebeneinander in meine Haut, da konnte ich die beiden nicht mehr unterscheiden. 

Damit wir etwas fühlen können, brauchen wir "Sensoren", von denen die Signale wahrgenommen und an unser Gehirn weitergegeben werden. Umso mehr sich pro Quadratzentimeter in der Haut tummeln, desto mehr Einzelheiten kann man ertasten. Am Finger beispielsweise befinden sich viele solcher Sensoren auf kleiner Fläche. Testet, wie das Experiment dort ausfallen wird.


Drückt den Korken mit den zwei Stecknadeln an unterschiedliche Stellen am Finger.
Tipp: Probiert bei eurem nächsten Besuch die Experimentierstationen in unserem "Spürsinn"-Bereich aus. Vom Nagelbrett über das Tasttheater könnt ihr eurem individuellen Spürsinn auf den Grund gehen.
Traut ihr euch auf das Nagelbrett?

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