Montag, 31. Oktober 2016

In memoriam Zaha Hadid


Zaha Hadid, geboren am 31. Oktober 1950, verstarb im März 2016 dieses Jahres. Anlässlich ihres Geburtstages erinnert das phaeno an die Starachitektin mit außergewöhnlichen Einblicken in die Architektur des Science Centers.


Das Raumschiff phaeno ist gelandet Foto Andreas Kostka

Hadids größtes Projekt in Deutschland überzeugt durch seine eigenständige Formensprache. Der außergewöhnliche Bau verhalf ihr zu weltweiter Anerkennung.

Sanfte und fließende Verläufe wechseln sich mit schroffen und kantigen Partien ab. Innen wie außen wird das Gebäude von den zehn Kegeln – Cones genannt – geprägt. Diese enthalten die Eingänge, den Shop, die Gastronomie, das Wissenschaftstheater, das Ideenforum und die Werkstätten.
Genießen Sie mit diesen Fotos die überraschenden und ungewöhnlichen Momente.




Sogar ein Blick in den Himmel ist im phaeno möglich




Und nachts ein Blick in die phaenomenale Conehall Foto Daniel Kuehnhold

In der Ausstellung hat man überall den Durchblick Foto Matthias Leitzke


Die Cones (Kegelfüße) prägen das phaeno Foto Matthias Leitzke



Zaha Hadid zeigt wie die Cones geschaffen wurden Foto Leitzke

Ein riesiges, parabolisches Fenster macht es möglich.... Foto Heinz Kuschel



... in die Stadt zu blicken Foto Matthias Leitzke

Das Gebäude hat Ecken und Kanten und viele schräge Winkel Foto Ann Kathrin Andel

Und das Raumschiff hat natürlich auch eine Bugspitze!! Foto Jens L. Heinrich

Dieses Raumschiff wurde 2005 eröffnet Foto Klaus Römer

Sie haben selbst weitere Perspektiven entdeckt? Senden Sie uns diese gerne zu!

Montag, 24. Oktober 2016

Ein eiskaltes Rätsel

Die Temperaturen sinken, bunte Blätter verzieren Parks und die Bürgersteige. Doch bei den winterlichen Temperaturen morgens auf dem Weg zur Arbeit kommt es mir schon so vor, als hätten wir die Jahreszeit Herbst übersprungen und sind im Winter gelandet. Wegen dieser morgenlichen Kälte habe ich dieses "eiskalte Experiment" für euch!

Wenn Eis nicht auf flüssigem Wasser schwimmen würde, wäre das ziemlich fatal. Lebewesen im Wasser hätten kaum eine Chance, den Winter zu überstehen. Dieses Alltagswissen im Kopf hilft vielleicht, folgendes Phänomen zu enträsteln. Man braucht dazu ein großes Glas, Wasser und Eiswürfel. Dann füllt man das Glas mit Wasser bis fast zum Rand auf. Nun gibt man Eiswürfeln so lange hinzu, bis das Glas randvoll mit Wasser ist und gerade nicht überläuft.


Wird das Wasser nach dem Schmelzen des Eises überlaufen, der Wasserstand gleichbleiben oder weniger werden? Bevor das Eis geschmolzen ist, sollte man seine Theorie aufschreiben und später mit dem Resultat vergleichen.


Jetzt braucht man Zeit, bis das Eis geschmolzen ist. Eilige benützen einen Fön. Am Ende wird klar: Der Wasserstand bleibt gleich!


Warum ist das so? Wenn Wasser gefriert, vergrößert sich der Raum, den es einnimmt, seine Masse bleibt aber gleich. Die Eiswürfel schwimmen auf dem Wasser und ragen über den Rand des Wasser hinaus. Sie verdrängen genau so viel Wasser, wie viel sie selbst wiegen. Sobald das Eis schmilzt, nimmt das Wasser genau diesen Raum, den das Eis vorher verdrängt hat, wieder ein. Das bedeutet der Wasserstand ändert sich nicht.

Montag, 17. Oktober 2016

Guck mal, wohin du blickst

Mit dem Eyetracker in der neuen Sonderausstellung "Manometer!" will ich dies heute herauskriegen. Der Eyetracker beobachtet meine Augenbewegungen genau. Auf dem Bildschirm wird mir dann angezeigt, wohin ich geschaut habe.

Ich setze mich vor das Gerät. Hier muss man Zeit mitbringen und auch die Anweisung genau lesen! Beim ersten hektischen Bedienen klappte bei mir nix! Also ordentlich davor gesetzt und erstmal die Augen in die richtige Position gebracht. Dann den grünen Knopf an der Stele bedient (Und nicht wie vorher auf dem schwarzen Knopf vor mir draufgehauen.). Und dann alles nur noch mit den Augen bedienen. Krass. Zuerst muss ich einen roten Punkt mit den Augen verfolgen. Und dann hat sich die Kamera auf mich eingestellt (Kalibrierung) und es kann mit den Tests losgehen.


Zuerst wähle ich aus, in vielen Qs ein O zu suchen. Das erinnert mich an den Medizinertest, den ich mal vor Jahren gemacht habe, um einfach mal zu sehen, was da so gefragt wird.


Damals musste man noch verschiedene b herausfiltern. Von damals weiß ich noch: Konzentrieren. Und es ist auch Übungssache. 5 Qs und ein O. Das war noch leicht. Beim nächsten Mal waren es schon 159 zu einem O. Schon da scheitere ich. Und bei 999 gegen 1 in ganz kurzer Zeit. Unmöglich. Aber das Programm hat noch einen Antifrustfaktor eingebaut. Beim nächsten Versuch markiert es mir schön brav das O in rot. Und jetzt kann man auch die eigene Augenbewegung sehr gut nachvollziehen. Zack, zack und schon gefunden!


Qs sind auf Dauer ein bisschen öde. Jetzt will ich richtige Bilder beobachten. Mal gucken, wo ich so hinschaue. Geboten werden mir tolle Bilder: Von Luxusschiffen, alten Gemälden, lachenden Kindern bis zu Bildern, die es so nicht geben kann.


Die Anzeige funktionierte sehr gut. Für mich war es nicht so spannend, wo ich am meisten hingucke. Das bekommt man ja selbst noch sehr gut mit. Sondern was mein Auge sonst noch beschäftigte. Spannender ist es hierbei auch, dies einmal im Team auszuprobieren. Auf einem Bild kommt zum Beispiel eine Schlange vor. Bei einer Veranstaltung betreute ich eine Zeit lang dieses Exponat. Und ich war überrascht. Ein Mann guckte überhaupt nicht auf die Schlange, die das Bild wirklich dominiert. Des Rätsels Lösung: Der Mann hasst Schlangen…

Die letzte Rubrik zeigt, wofür das Programm unter anderem genutzt wird. Nämlich zur Marktforschung. Hier wird ganz genau ausgewertet, für welches Magazin ich mich am meisten interessiere. Angezeigt wurden ca. 20 Magazincover. Ergebnis: 40 % meiner Aufmerksamkeit widmete ich dem Madheft!


Jetzt möchte ich noch wissen, wie der Eyetracker funktioniert und informiere mich dabei bei Davy, dem Organisator der Sonderausstellung. Wie erkennt der Eyetracker die Augenbewegungen? "Der Eyetracker beleuchtet das Auge mit Infrarotlicht", informiert mich Davy. Geschieht dies direkt von vorne, reflektiert die Netzhaut das Licht zurück durch die Pupille. Sie erscheint im Sensor als heller Fleck. Fällt das Licht hingegen leicht schräg ins Auge, wird kein Licht mehr aus der Pupille zurückgeworfen. Gleichzeitig wird ein Teil des Lichtes direkt von der Hornhaut des Auges reflektiert. Mit Hilfe der Position der bei den Lichtreflexe und des Winkels zwischen ihnen berechnet die Software die Blickrichtung des Auges. Aha!

Fazit: Der Eyetracker funktioniert sehr gut und macht Spaß, wenn man Zeit mitbringt. Und im Team ist das Ganze noch interessanter! Die Sonderausstellung "Manometer!", ist bis zum 11.02.2018 zu sehen.

Montag, 10. Oktober 2016

Rockmusik im Laserkiosk

Rock mit dem Laser – im Laserkiosk geht das. Christof bringt seine selbst kreierte Laserharfe dazu, Smoke on the water von Deep Purple im Nebeldunst an zu spielen. Und ganz nebenbei hat man für die nächsten Tage einen super Ohrwurm…


Cool! Dadurch wird das Prinzip einer Lichtschranke sehr spielerisch und eindrucksvoll dargestellt. Die Lichtschranke funktioniert mit Laserlicht. Trifft Licht auf eine Fotozelle ist sie aktiv. Wird der Laserstrahl nun unterbrochen, registriert dies die Fotozelle ebenfalls. Spannt man nun Saiten vor die Lichtschranke, vibrieren diese und unterbrechen rhythmisch den Lichtstrahl. Diese Unterbrechungen kann man wiederum in Töne umsetzen. Und schon erschallt schön verzerrt und rockig ta ta ta u.s.w.
Dominik zeigt wie man mit einem Laserpointer kaltgepresstes Olivenöl erkennt. Mit einem grünen Laser zeigt er auf das Olivenöl. Und erstaunlich: Im Olivenöl wird der Laserstrahl orange. Wo ist die grüne Farbe hin? Im Olivenöl befindet sich noch viel Chlorophyll. Das ist das sogenannte Blattgrün in den Pflanzen. Mit dessen Hilfe kann die Pflanze aus Kohlendioxid und Wasser mithilfe von Licht Zucker herstellen. Dieses Chlorophyll ist noch aktiv. Es nimmt das Licht auf und gibt es wieder ab. Dabei geht Energie verloren. In dem Olivenöl leuchtet der Lichtstrahl dann orange.
Wenn das Olivenöl nun erhitzt wird (also nicht KALT gepresst wurde), passiert das nicht. Der Laserstrahl geht als grüner Strahl durch. Das "schlechtere" Olivenöl ist damit enttarnt.

Hält man die Gummibärchen in das Laserlicht, leuchten diese.
Für die kleinen Besucher gibt es ein noch optisches und besonders süßes Highlight. Circa vier Zentimeter große weiße Gummibärchen werden ins Laserlicht gehalten und leuchten dann in den verschieden Farben. Toll! Und ich muss zugeben, nicht nur für die kleinen Gäste. Ich fand es auch super.

Der Laserkiosk ist ein Teil des Herbsferienprogramms. Mehr Infos findest ihr unter /http://www.phaeno.de/herbst2016/

Dienstag, 4. Oktober 2016

Nerdige phaeno-Ente beim Entenrennen

Meine Kollegin Clarissa war am 25.09.2016 bei dem Entenrennen in Braunschweig mit dabei und hat die "phaEnte" an den Start gebracht. Wie sich die "phaEnte" beim Rennen gemacht hat, erfahrt ihr hier.
Noch ist die "phaEnte" kaum von den anderen zu unterscheiden...
Finde den Fehler. Richtig, es ist die Ente. Enten sind eigentlich nicht oft im phaeno anzutreffen – zu Ostern vielleicht – aber das sind dann echte Enten und keine gelben Plastiktiere.

Zu Osten schlüpften diese Jahr nicht nur Hühnerküken sondern auch Enten im phaeno.
Was macht also dieses süße Tierchen hier bei uns? Es bereitet sich vor und zwar auf einen großen sportlichen Wettkampf gegen hunderte anderer Artgenossen. Diese Ente ist Teilnehmerin des  Braunschweiger Entenrennens und hat vorher noch einige Termine. Aber dazu später mehr.

Das Entenrennen ist eine Aktion zum Weltkindertag und wird organisiert durch den Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Stadt Braunschweig und findet im Bürgerpark statt. Die Enten können vorher erworben werden und der Erlös daraus hilft den Ingenieuren ohne Grenzen in dem Dorf Balanka in Togo Brunnen und Zisternen zu errichten. Die Enten werden in die Oker gesetzt und "schwimmen" um die Wette. Die schnellsten Enten werden platziert.

Damit man die Enten im Schwarm aber auseinanderhalten kann, darf man sie bunt verzieren und genau das habe ich jetzt vor. Man soll sofort erkennen, dass es eine phaeno-Ente ist. Zunächst einmal wird die Farbe geändert: Sportliches phaeno-rot! Hierzu müssen Schnabel und Augen geschützt werden,  dann  geht’s mit unserem Techniker  in den Lackier-Raum.

... nun ist die "phaEnte" bereit für die Verwandlung...
Nach der neuen Grundierung sind die Details dran, Einstein-Frisur und Nerd-Brille dürfen bei Wissenschaftsenten natürlich nicht fehlen, außerdem gibt es noch rot-silberne Glitzer-Rallyestreifen und zwei kleine phaeno Fahnen.

... und erstrahlt im sportlichem phaeno-rot!
 Nach einiger Bastelei ist es vollbracht: Die phaEnte ist startklar!

Mit ein paar Accessoires ausgestattet ist die Ente startklar.
Jetzt geht es los! Unzählige Familien versammeln sich am 25. September bei strahlendem Sonnenschein im Bürgerpark und bringen ihre liebevoll verzierten Kunstwerke mit. Auch die phaEnte und ich sind startklar. Bevor es allerdings losgeht, steht noch der letzte Termin an: die Abgabe. Ich muss mich dann von meiner kleinen Athletin trennen. Alle Enten werden gesammelt und noch einmal fotografiert und dann zum Startplatz gebracht. Dort werden sie von den fleißigen HelferInnen vorsichtig in die Oker gesetzt.

Das Rennen ist gestartet. Jetzt heißt es: Anfeuern und Daumen drücken!
Dann ertönt der Startschuss. Eher gemächlich setzt sich die Menge in Bewegung - was daran liegen könnte, dass die Oker eher kein reißender Fluss ist. Sofort kristallisieren sich einige Favoriten heraus.
Die Familien drängen sich ans Ufer um ihre Enten im Getümmel wiederzufinden und anzufeuern, auch die phaEnte schlägt sich gut und hat ein Team mit zwei anderen Enten gebildet.

Mit zwei "Verbündeten" treibt die "phaEnte" ins Ziel.
Dann ist es soweit, das Ziel naht! Die phaEnte  landet im hinteren Mittelfeld und sieht ziemlich abgekämpft aus, einige der Accessoires  sind leider verschollen, aber dennoch ist das Team phaeno zufrieden, denn bei einer so tollen Aktion kann man nur Spaß haben!

Geschafft! Für den 1. Platz hat es zwar nicht gereicht, aber es hat riesen Spaß gemacht!
Die 30 schnellsten Enten wurden platziert und erhielten tolle Preise.
Fazit: Super Veranstaltung für einen guten Zweck, viele glückliche Familien und ein tolles Rahmenprogramm! Die phaEnte und ich haben uns sehr gefreut, dass wir starten durften.

Danke Clarissa für den tollen Beitrag! Nächstes Jahr ist die "phaEnte" sicher wieder mit am Start mit dem Ziel Top 30.