Montag, 7. November 2016

Interview mit der überzeugten Kindertheatermacherin Andrea Haupt



Sulfur, die Laborratte vom Wolfsburger Figurentheater ist mir richtig ans Herz gewachsen. Sie spielt die Hauptfigur im Figurentheater "Stella und Nova im verrückten Labor". Deswegen freue ich mich darauf, Andrea Haupt von der Wolfsburger Figurentheater Compagnie, die das Stück mitentwickelt hat, zu interviewen.
Die Zusammenarbeit zwischen phaeno und der Wolfsburger Figurentheater Compagnie besteht bereits seit 2008 und ist damals aus dem Kontakt zu dem ehemaligen Geschäftsführer Dr. Wolfgang Guthardt und dem phaeno Showentwickler Davy Champion entstanden. Die erste Produktion ist als Projekt im Rahmen des Haus der kleinen Forscher entstanden, bei der es darum geht, dass Kindern im Vorschulalter interaktiv Naturwissenschaften vermittelt werden.

Stella (links, Andrea Haupt) und Nova mit der Laborratte Sulfur
phaeno: Was ist das Besondere an der Vermittlung von Naturwissenschaften im Vergleich zum „normalen“ Figurentheater?

Andrea Haupt: Das Wissenschaftstheater im phaeno fasst 205 Zuschauer. Eine besondere Herausforderung der Produktionen ist die Sichtbarkeit der Live-Experimente.  Aus diesem Grund arbeiten wir mit verschiedenen Medien: Projektionen (Videokunst), Schauspiel und Musik, damit alle Zuschauer die Experimente erleben und sich die Kinder auch beteiligen können. Aber diese besondere Herausforderung bietet auch ganz viel Spaß und Spannung.

Live-Experimente als Projektion
Sulfur, die Laborratte, steht als Protagonist auf der Bühne und vier Experimente werden live gezeigt, die die Kinder später zu Hause oder in der Kita nachmachen können. Zwei Experimente werden von uns vorgeführt und zwei Experimente machen die Kinder auf der Bühne.  Am Ende entscheidet dann eine Kinder-Jury aus 10 Zuschauern, welches der vier Experimente gewinnt. 

phaeno: Was ist denn nun das Besondere an diesem Sulfur?
Andrea Haupt: Sulfur ist eine braune Hausratte, die sich dem Experimentieren verschrieben hat und so im phaeno gelandet ist. Im Laufe der Experimente ist Sulfur dann grün geworden und fluoresziert  sogar. Sulfur ist das Bindeglied zwischen der Bühne und den Kindern. Er ist eine Identifikationsfigur für die Kinder. Er kann sich alles erlauben, veräppeln oder auch Witze machen ohne persönlich zu werden.

Sulfur, die Laborratte
phaeno: Was gefällt Ihnen an der Arbeit mit Kindern?

Andrea Haupt: Wir sind überzeugte Kindertheatermacherinnen. Kinder sind ein sehr offenes Publikum. Wir sind begeistert von der Fantasie und der Ehrlichkeit. Kinder kann man nicht betrügen. Kinder miteinzubeziehen macht noch mehr Spaß, als nur für sie zu spielen. Aber es ist kein Zwang. Das Stück muss sich dafür auch anbieten und einen direkten Kontakt hergeben. 

phaeno: Welche Projekte sind in der Zukunft geplant?

Andrea Haupt: Jetzt sind wir erstmal im November mit Stella und Nova und natürlich Sulfur wieder im Wissenschaftstheater an zwei Tagen zu Besuch.
Aber wir machen auch immer wieder gerne etwas Neues. Wir sind mit Davy Champion in Gesprächen. Die neue Sonderausstellung Manometer würde sich beispielsweise auch für eine neue Produktion anbieten. 

Liebe Frau Haupt, vielen Dank für das Interview!

Andrea Haupt
Und für alle, die jetzt Lust haben, Sulfur im Wissenschaftstheater zu erleben, die nächsten Termine sind am 15./16.11.2016, jeweils 9.30 Uhr  bis 10.30 Uhr. Karten sind auch noch erhältlich (3 € zzgl. phaeno Tagesticket, 5 € ohne phaeno Tagesticket). Die Vorstellungen eigenen sich für Kinder ab 5 Jahren.

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