Montag, 23. Januar 2017

Wer baut die schönste Wirbelsäule? Erzieherinnen-Fortbildung im phaeno

Wie viel Luft atme ich aus? Einfach für Kinder umgesetzt.
Die Fortbildung „Unser Körper zum Staunen und Entdecken“ , die die phaeno Expertinnen Olivia und Gisela betreuen, ist restlos ausgebucht. Als ich in die Fortbildung hineinplatze sind schon alle eifrig am Experimentieren:
„Das klappt. Das klappt“. Bei dem Experiment zum Luftausatmen sind sich die Erzieherinnen sofort alle einig. Dieses Experiment ist super für Kinder geeignet, einfach umsetzbar und macht Spaß! Man braucht dazu nur ein Flasche, ein Wasserbecken und einen Strohhalm. Und schon geht’s los. Und auch bei den Erzieherinnen ist die Begeisterung groß. Dieses Experiment wird also bald öfter in der Umgebung in den Kindergärten auftauchen. Etwas schwieriger ist es offensichtlich, das gleiche Experiment mit einem Messzylinder zu machen. Eher etwas für die älteren Kinder. Die gesamte Fortbildung dreht sich passend zu der aktuellen Sonderausstellung Manometer! um den Körper.

Was leiste mein Herz? Kann ich da mithalten...

Bei der nächsten Station probieren die Erzieherinnen aus, wie viel Leistung ein Herz pro Minute erbringt.  Eine Minute lang sollen sie in zwei Eimer mit einem kleinen Messbecher (dieser entspricht etwa dem Schlagvolumen eines Kinderherzens) „Blut“ schöpfen. Das Blut bestand aus mit Lebensmittelfarbe gefärbtem Wasser.  Auch dieser Versuch kam sehr gut an. Das  Ergebnis: Die Leistung des Herzens wurde nicht annähernd erreicht!
So einzigartig ist mein Fingerabdruck....

Danach sollen Fingerabdrücke hergestellt werden. Bei der Bewertung gehen die Meinungen auseinander. Einig war man sich darüber, dass Kinder dies sicher gerne machen. Wie man die Fingerabdrücke besser unterscheidbar macht, wurde noch diskutiert. Die Fingerabdrücke herstellen können sicherlich die meisten Kinder. Untersuchen kann man sie dann entweder mit einer Lupe oder mit einem Luftballon. Toll, wie gut man die Fingerabdrücke mit der Lupe sehen kann. Danach drücken die Erzieherinnen einen geschwärzten Finger auf einen wenig aufgeblasenen Luftballon. Nach dem Aufblasen des Luftballons soll man den Fingerabdruck jetzt vergrößert sehen.  Klingt interessant, klappte aber nicht gut!

Danach begleite ich die Erzieherinnen zusammen mit Olivia und Gisela noch in die Sonderausstellung Manometer, die unglaubliche Ausstellung über den Körper. Die Ausstellung fesselt die Teilnehmerinnen sofort. „Eine Stunde wird bestimmt dafür zu kurz sein…“, denke ich mir, als ich die Erzieherinnen nach einer kurzen Einführung alleine lasse.


Wie groß bin ich und wie lang sind meine Arme? Ein berühmtes Experiment....
Nach einer Pause wird weiter experimentiert:


Eindrucksvoll für Kinder: Kann ich mich ohne Gelenk am Kopf kratzen
Noch zahlreiche, weitere Experimentierideen probieren die Erzieherinnen sichtlich konzentriert aus: Vom Knochenpuzzle, über Wirbelsäulenbastelstationen bis zum Händebasteln. Voll Bewunderung staune ich über die sehr schnell und mit großer Konzentration hergestellten Wirbelsäulen.


Hier sind eindeutig Profis am Werk: Ganz schnell entstehen Wirbelsäulen aus einfachen Materialien. Respekt!
Respekt, liebe Erzieherinnen, diese Bastelaktion ist eindeutig ein Heimspiel!





Lustig müssen Experimente für Kinder auch sein. Und ein wenig gruselig...


Die Fortbildung „Unser Körper – zum Staunen und Entdecken“ wird im Herbst noch einmal angeboten. Außerdem ist diese Fortbildung als Studientag exklusiv ab 10 Personen buchbar.